Sehnsucht

Zu lange die Pause zwischen unseren Treffen, ich sehe dich und du ziehst mich in deine Arme. Ich lasse dich nicht los, nicht Leidenschaft ist das erste Bedürfnis sondern deine Nähe und unsere Verbindung. Deine Arme, deine Wärme, deine Lippen, dein Geruch und deine Hände. Eine Ewigkeit könnte ich so stehen, endlich zurück in deiner Geborgenheit.

Zu lange getrennt und doch so vertraut. Deine Hände wissen mit meinem Körper umzugehen. Für den Schmerz, für die Lust und für die Nähe. Deine Hand greift meinen Hals und führt mich zur Couch, du nimmst mich von hinten und besänftigst den brennenden Hunger danach dir zu gehören. Deine Hände treffen auf meinen Hintern und wecken die Lust, sie treffen auf meine Oberschenkel, außen und innen, fügen mir Schmerz zu. Schmerz der mich ausweichen lässt, der mich an die Grenze bringt, der mich zum loslassen zwingt. Du bringst meine Hände auf meinen Rücken, verhinderst jede Bewegung und endlich kann ich mich fallen lassen. Mein Gesicht ist nass, meine Pussy auch und mein Kopf ist leer. Für einen kleinen Moment gebe ich mich auf und bekomme dafür alles was mir fehlt.

Ich knie vor dir, mein Kopf auf deinem Bein, deine Hand auf meinem Haar. Ich bin innerlich vollkommen ruhig. Wieder angekommen, endlich.

Strafen im D/s Kontext – Gedanken

Ich hab vor 1.5 Jahren einen Beitrag zu Strafen geschrieben, der so in sich auch noch stimmig ist. https://kuiwzss.wordpress.com/2019/03/20/strafen/ Allerdings ist er aus heutiger Sicht eben nur die Sichtweise der Situation die ich damals hatte. Inzwischen hat sich vieles verändert, mein damaliger Herr ist nur noch eine schöne Erinnerung und dafür habe ich eine völlig neue Situation mit dem MmH. Es existiert ein alltägliches D/s und somit auch eine Grundlage für Fehlverhalten. Etwas über seine Art zu Strafen habe ich hier geschrieben: https://kuiwzss.wordpress.com/2020/01/07/strafe-muss-sein/

Ich hab seitdem viel über das Thema Strafen nachgedacht. Es war nicht die letzte Strafe und auch die danach folgende war in ihrer Art für mich keineswegs schöner als die erste. Es gibt nicht viele Gründe mich zu bestrafen und mal davon abgesehen, dass ich die Strafe tatsächlich als solche empfinde, möchte ich ihm auch keinen Anlass dafür geben. Denn wir reden ja nicht von der kleinen direkten Antwort auf eine etwas freche Reaktion, sondern von der Situation, dass eine Regel, aus welchen Gründen auch immer, missachtet wurde. Und da kommen wir jetzt zu dem Punkt der mir aufgrund von Gesprächen gerade nochmal sehr klar wird. Die Regeln wurden von ihm aufgestellt. Aus welchen Gründen auch immer. Es sind seine Regeln und in dem ich ihn als meinen Herrn angenommen habe, habe ich ihm das Recht dazu gegeben solche für mich aufzustellen. Im Metakonsens kann ich auf Augenhöhe mit ihm darüber sprechen, wenn das für mich gar nicht passt, aber ansonsten ist das sein Recht.

Es gibt meist den Moment vor einer Bestrafungssituation, wo er sagt, dass ich ihm keine andere Wahl lasse, als mich zu bestrafen. Und das ist der Moment, wo für eine Minisekunde das „Aufbegehren“ in mir kommt und ich denke, doch du hast eine Wahl es ist doch dein Maßstab. Aber mir ist klar geworden, nein er hat tatsächlich keine Wahl, selbst wenn die Verfehlung an sich selbst eher unwichtig scheint. Mit dem festen Begeben in einen D/s Kontext und der Vorgabe einer Regel, egal wie sinnvoll sie nun ist oder auch nicht, kann er nicht anders, wenn ich sie breche. Das Machtgefälle und der Kontext erfordern es, sonst wird alles auf Dauer verwässert und verliert ein Stück weit die Grundlage. Er hat mir eine Strafe auch schon erlassen, weil die Strafe die ihm vorschwebte aufgrund der Situation nicht umsetzbar war. Er begnügte sich dann mit einer Entschuldigung auf Knien, aber es wurde nicht einfach übergangen.

Ich denke nicht, dass es ihm selber weh tut mich zu bestrafen, dafür ist er Sadist genug und dafür sind meine Verfehlungen nicht dramatisch genug. Ich missachte nicht aus Absicht oder um zu provozieren. Aber ich vermeide tunlichst, dass er zu oft Freude daran hat.

Tage voller Schmerz (Teil 3)

Nach diesem vollen Tag ließen wir den nächsten Tag ruhig angehen. Also bis auf die ein oder andere Klammer an den Nippeln oder sein Finger an den Lippen, der mir zeigte ich solle auf jeden Fall leise sein, während er telefonierte und mir gleichzeitig mit der Gerte einen Grund zum leise sein gab. Kurz und gut es war ein entspannter Tag. Aber der Nachmittag war bereits seit längerem verplant.

Wir hatten uns bereits vor ein paar Wochen mit einem Paar aus dem JoyClub zum kennen lernen getroffen, wir hatten 3 Stunden kurzweilig verplaudert und beschlossen mal zusammen zu spielen. Dafür hatten wir einen BDSM Spielraum für 3 Stunden gemietet, unverbindlich genug, erschwinglich bei 2 Paaren und niemand muss am Ende alleine aufräumen. Ich war sehr gespannt, denn es war klar, dass wir Frauen etwas anders ticken. Wo ich alles überwiegend aufgrund seines Wunsches und meiner Neigung mache und Fixierung „nur“ dann brauche wenn es an meine Grenzen geht, brauchte sie Fixierung und „Zwang“ generell.

Wir waren als erste da und der MmH räumte in Ruhe seine Tasche aus, ich zog mich aus und meinen Kimono über, für ganz nackt war es einfach etwas frisch. Dann kamen die Beiden und sie zog sich um. Im Gegensatz zu meinem Hauch von Nichts, trug sie hohe Lacklederstiefel und ein Korsett, ich fühlte mich fast etwas underdressed. Ihr Mann führte sie an einer Leine zu einem Stuhl und fixierte sie erstmal mit einer großen Anzahl an Riemen. Ich bekam meine Hand und Fußfesseln und wurde dann auf einen der beiden Strafböcke fixiert. Und weil gerade durch die Beiden zur Hand, bekam ich zusätzlich einen Riemen um den Oberkörper um mich auch da ruhig zu stellen. Viel Möglichkeit mich zu bewegen blieb nicht. Der MmH fing an mich zu bespielen und meinen Hintern aufzuwärmen. Ganz fürsorglicher Dom machte er meine Strapse los und zog mir den Halter aus. Geht ja sonst so leicht kaputt…

Dann führte der andere Dom seine Partnerin wieder zu uns, sie machten kurz bei uns halt, sie lehnte sich für einen kurzen Moment und ein paar Schläge über mich und anschliessend fixierte er sie auf dem zweiten Strafbock, der Kopf an Kopf mit meinem stand. Wenn ich den Kopf hob, konnte ich sie ganz nah sehen und natürlich auch hören.

Wir wurden nun beide von unseren Partnern bearbeitet, gelegentlich gab es gegenseitige Handreichungen. Irgendwann wechselten die Herren ihren Standpunkt, was ich erst gar nicht mitbekommen habe aber aufgrund der folgenden Schlagtechnik sofort merkte. Zudem irritierte mich etwas was mir mittlerweile so normal und stimmig vorkommt. Nämlich daß er nicht jeder Seite mit der gleichen Anzahl von Schlägen bedachte. Lustig wie sehr man sich an so etwas gewöhnt. Und auch dieser Sadist war nicht vom der zaghaften Sorte und ich hatte sehr zu kämpfen. Warum zum Kuckuck schlagen sie eigentlich alle so gerne mit einem Rohrstock auf die Oberschenkel und die Innenseiten? 😬 Aber ihr Strafbock war etwas wackelig und so machten wir irgendwann eine kurze Pause. Das war für mich auch sehr willkommen, ein anderer Partner fordert viel mehr als der eigene, weil er andere Stellen schlägt, anders schlägt und das tiefe Vertrauen darauf, dass er meine Grenzen erkennt, nicht im gleichen Maße vorhanden ist.

Dann wurde sie stehend am Andreaskreuz fixiert und ich sollte mich auf dem Rücken auf einen Bock legen. Das ging auch ganz gut, aber zu meiner eigenen „Sicherheit“ legte ich mich auf meine Hände. Sie stand hinter mir und ich konnte dem Spiel jetzt nur noch lauschen. Meine Nippel waren inzwischen schon ziemlich empfindlich und erneute Clover Clamps brachten mich echt zum Jammern. Dann wieder ein Tausch und diesmal fiel es mir sehr schwer. Zum einen bespielt der MmH nicht so oft meine Vorderseite, ich musste ziemlich kämpfen und zum anderen schaute ich ständig zu ihr rüber um zu sehen was das aktuelle Geräusch auslöste. Das lag an meiner Neugierde und dass es mir überhaupt möglich war zu schauen und es machte mir irgendwie die Konzentration auf mich selber sehr schwer. Eine Augenmaske wäre wohl hilfreich gewesen. Ich jammerte ziemlich laut und ich weiß der MmH vergewisserte sich mehrfach, dass bei mir alles in Ordnung ist, dennoch war es nicht leicht. Man unterschätzt manchmal wie sehr man sich auf dieses Vertrauen zum eigenen Partner eingelassen hat.

Irgendwann gab es einen Wechsel zurück, ich bekam nochmal Klammern an die Brüste, mittlerweile musste ich das sehr veratmen. Aber es ist ein Schmerz den ich gut annehmen kann, er ist stetig und ich kann mich da reinfallen lassen, anders als der Schmerz durch das Schlagen mit dem ich immer kämpfe. Außerdem eine Reihe Klammern an die Pussy für ein schönes Bild. Dann war es zu Ende, ihre Hände wurden kalt, er führte sie zu einem Stuhl. Mein Herr half mir ebenfalls hoch aus meiner Position und führte mich zum Stuhl, fast hätte ich mich in meinem leicht abwesenden Zustand auch gesetzt, aber er gebot mit den Platz zu seinen Füßen. Wo ich dann mit dem Kopf an seinem Bein zur Ruhe fand und wieder zu mir finden konnte. Momente die für mich alles bedeuten, mit ruhigem leeren Kopf in der Sicherheit seiner Anwesenheit zur absoluten Ruhe zu kommen. In dem Moment zählt nichts außer ihm und mir.

Tage voller Schmerz (Teil 2)

Dadurch dass wir schon mittags begonnen hatten, war der Tag noch lang. Abends hatte ich einen Freund eingeladen. Ich hab ihn ganz am Anfang vom Blog mal erwähnt, sein Name ist hier Spock, wie bei StarTrek. Spock habe ich kennengelernt als ich als Zofe mit dem Zeremonienmeister auf einigen Events geholfen habe. Spock war im Prinzip als Pierre aus der Geschichte der O dabei. Als helfende Hand, der bei Bedarf den Damen eine Erziehung angedeihen ließ. Spock steht auf den Frauentyp Gazelle, daher war ich als eher kurzbeiniges Moppelchen nicht in seinem sexuellen Radar. Das tut aber unserer Sympathie keinen Abbruch und wir waren später auch gemeinsam auf solchen Events, er passte etwas auf mich auf, gerade weil ich wusste, dass ich nicht so masochistisch bin. Also im Prinzip eine Bruder/Schwester Beziehung bei der der Bruder durchaus mal ein paar Schläge austeilt. Ich wollte gerne, dass er und mein Herr sich kennenlernen und diese Tage boten sich dafür an.

Er kam ganz pünktlich, brachte mir sogar Blumen mit, genau wie der MmH vorher. Ich hatte Lasagne gemacht und wir saßen gemütlich zusammen und quatschten. Erst am Tisch beim Essen und später gemütlich auf der Couch. Also die beiden Herren auf der Couch und ich davor, meine Aufgabe bestand nur noch darin die Beiden mit Tofifee zu versorgen. Beide hatten genug für viele Stunden zu erzählen und ich hatte mit Beiden viele gemeinsame Erlebnisse. Die Stunden vergingen wie im Flug. Und dann kam der Moment in dem ich mir ernsthaft überlegte ob es so eine gute Idee gewesen war zwei mir bekannte Sadisten zusammen zu bringen. Der MmH erläuterte wie er mich mittags fixiert hatte und demonstrierte das kurz. Spock ging kurz an sein Auto und holte die Tasche mit seinen Schlagwerkzeugen. Tja und ich kniete wieder mal und streckte meinen Hintern nach oben.

Mein Herr fing an meinen Hintern zu bearbeiten, Spock saß auf der Couch und schaute erstmal nur zu. Dann kam von ihm ein Satz der mich völlig blödsinniger Weise aber dennoch freute. Er bemerkte nämlich sehr erstaunt, dass meine masochistische Ader wohl um einiges gewachsen sei in den letzten Jahren. Das stimmt natürlich in dem Sinne nicht. Mit tut das noch genau so weh wie vor 3 Jahren und Schmerzempfinden verschwindet ja nicht plötzlich. Aber mein Umgang mit Schmerz und wie ich ihn für mich annehmen und umsetzen kann, das hat sich definitiv verändert. Durch Erfahrung und vor allem auch durch die feste Beziehung, die den Rahmen dafür bietet Grenzen zu verschieben und Erfahrungen zu machen. Und an sich ist es völlig irrelevant wieviel Schmerz jemand aushält, ich bin ja ohnehin niemand der Schmerz direkt in Lust umwandelt. Also ist eine Wertung eigentlich nicht nötig und möglich und trotzdem fühlte ich mich dadurch etwas geschmeichelt. Asche auf mein Haupt. Danach bespielte auch er mich und vielleicht auch beide abwechselnd, eigentlich konnte ich es vor allem durch die Schlagwerkzeuge auseinanderhalten. Durch die Stunde am Mittag war ich definitiv nicht mehr so belastungsfähig, aber die Beiden hatten ihren Spaß mit mir. Es ist immer wieder spannend unterschiedliche Werkzeuge und unterschiedliche Sadisten in ihrem Ende zu erleben. Jeder hat so seine eigene Handschrift und steigert seine Intensität auf andere Art und Weise. Manche Werkzeuge sind so simpel und doch so effektiv, die Kunst ist sie richtig zu beherrschen und da hatte ich zwei Meister ihres Faches mit ihren Spielzeuge für mich. Ich hatte viel Spaß, so lustig das in meinen eigenen Ohren auch klingt. Mein Herr ging dann sehr bald ins Bett und ich plauderte noch eine Weile mit Spock um dann auch irgendwann völlig erledigt ins Bett zu fallen. 2 Sessions an einem Tag sind wunderbar aber auch anstrengend.

Tage voller Schmerz (Teil 1)

Wir hatten das Glück uns in den letzten 2 Monaten öfter sehen zu können. Gebloggt habe ich nur über ein Treffen bisher. Das hat verschiedene Gründe. Manchmal passiert nichts worüber ich bloggen „könnte“. Das Treffen ist wunderbar, aber nichts was irgendwie neu ist und das hier ist ja in dem Sinne kein Tagebuch. Manchmal ist das Treffen aber auch durch Gespräche über Themen die belastend sind nicht nur Eitelsonnenschein, dann fällt es mir schwer mir etwas rauszupicken und dann gibts eben nur ein paar Tweets.

Es gab in den letzten Monaten ein paar Themen die sich angesammelt hatten und bei denen mir immer wieder neues klar wurde, was mich belastet oder stört oder mich trifft. Das meiste klären wir, wenn möglich, gleich, aber ihr kennt das, irgendwas bleibt immer ungeklärt, weil es gerade nicht das Wichtigste ist oder man nicht alles auf dem Schirm hat. Und ich hasse es immer wieder Scheibchenweise neu anzukommen mit irgendwas. Das belastet unnötig und verhindert, dass ich mich einlassen kann. Also schrieb ich ihm eines Nachts eine längere Email, mit allem was mir einfiel, es war nicht wenig muss ich zugeben. Aber ich hatte es damit einmal angesprochen und konnte es aus meinem Kopf freilassen.

Unter anderem hatte ich mir anfangs des Jahres mal wieder ein Treffen mit einer „Schmerzsession“ gewünscht und seitdem nicht wieder angesprochen, bin ja keine Wunschzettelsub 😉 . Klingt jetzt vielleicht etwas eigenartig, immerhin ist er 100% Sadist und tut mir natürlich immer irgendwie auch weh. Aber ich hatte dieses Treffen letztes Jahr im August dabei im Hinterkopf, wo es klar war, dass er bestimmt wieviel Schläge ich bekomme und wann Schluß ist. Obwohl ich sonst auch nicht soviel dazu zu sagen habe, ist es trotzdem etwas anderes, es geht um viel Schmerz und nicht „nur“ um das Spanking zwischendurch. Es geht nicht nur um den Spaß und die Lust am Spanking, sondern um meine Grenzen. Ich hatte auch das in dem Brief angesprochen und als wir uns nur 2 Tage später sahen, war sein Blick überaus glücklich. Er merkte allerdings an, ob mir klar sei worum ich damit gebeten hätte. Und ja es war mir klar, auch wenn das Ausmaß für mich natürlich an sich nicht zu überblicken ist. Die folgenden 2.5 Tage waren dann im Prinzip eine Aneinanderreihung von mehreren Schmerzsessions.

Er kam spät abends bei mir an und wie inzwischen fast als Ritual üblich, legte er mich übers Knie, damit ich ganz bei ihm und uns ankommen konnte. Er stieg länger und auch stärker ein als sonst, bzw. bearbeitete er meine Oberschenkel auf ganzer Länge mit, so dass ich tatsächlich am nächsten Morgen bereits viele blaue Stellen hatte. Und er lies mich die Seite wechseln, damit beide Seiten ausgeglichen waren, ein sehr wichtiger Punkt bei ihm. Wir sprachen gar nicht so viel über die Mail, aber er stellte klar, dass er immer möchte, dass ich alle Dinge so direkt anspreche, damit eben auch die kleinen Dinge, die ich manchmal selber übertrieben von mir finde, gelöst werden können.

Am nächsten Vormittag machte er Homeoffice und ich genoss meinen Urlaubstag mit Buch auf dem Bett liegend. Zu Mittag hin machte er Feierabend und es war klar, dass nun mein „Wunsch“ in Erfüllung geht. Er nutzte einen Sessel mit niedriger Lehne um mich darauf zu fixieren und für ihn eine gute Arbeitshöhe zu erreichen. Arme und Beine waren fixiert, viel Möglichkeit der Bewegung blieb mir nicht. Irgendwann am Vormittag hatte er die Zahl von 200 Rohrstockhieben fallen lassen. Eine Anzahl die für mich an sich nicht vorstellbar ist, andererseits war es nicht meine Entscheidung und ich weiß er kennt mich. Ich hatte keine Angst oder Sorge, ich konnte mich ohnehin einfach nur drauf einlassen. Und tatsächlich ist das eine unglaublich schöne Sache, zu wissen, dass ich keinen Einfluss habe, dass ich mich einfach einlassen kann. Ich kniete auf diesem Stuhl und er fing an mich mit dem Flogger aufzuwärmen. Flogger klingt immer so nett und harmlos, aber richtig geschlagen hat auch ein weicher Flogger Wums. Und der Flogger mit dem harten Kanten macht auch mit nicht ganz so viel Schlagkraft ziemlich Aua. Ich hab keine zeitliche Vorstellung aber als er zufrieden war mit dem Rotton und der Wärme meiner Haut ging er zum Rohrstock über.

Und Rohrstock ist ja nicht gleich Rohrstock, es gibt dicke und dünne. Manche dünne kann man zu einer Schlaufe drehen und dann noch mal mit anderer Technik schlagen. Ich hatte das Vergnügen alles zu erfahren an diesem Tag. Er fing ganz klassisch mit meinem Hintern an und wechselte dann auf die Oberschenkel. Spätestens ab Schlag 5 versuchte ich mich auf meine Atmung zu konzentrieren. Die Tränen kamen schnell, der Kopf wurde leer, es gab nur noch ihn und mich und den Schmerz. Dann nannte er die Zahl 40. Schwierig. Ich fing direkt an zu rechnen 1/5 von 200, wenn ich das jetzt noch 4 mal aushalten muss, schaffe ich das? Die Zahlen übernahmen meinen Kopf. Ich zählte nicht mit aber ich fing an abzuschätzen, jetzt hat er auf diese Wiese beide Seiten bearbeitet, das waren bestimmt 10 pro Seite, also 20, sind insgesamt 60 bleiben noch 140. Tatsächlich brachte mich das etwas raus. ich versuchte meinen Kopf zu stoppen und bemühte mich die Zahlen Zahlen sein zu lassen. Irgendwann schaffte ich das, aber ein ganz klein wenig lief es weiterhin mit. Der gedrehte Rohrstock war fast eine Erholung zwischendrin, den setzt er, weil er wenig Tiefenwirkung hat, gerne auf meinem Oberkörper ein. Nur um dann wieder mit einem anderen woanders weitezumachen. Ich bin ehrlich, ich kann es nicht komplett wiedergeben. Ich wurde laut, ich schrie, ich weinte, versuchte mich doch aus der Position zu befreien, hielt mich an den Streben fest die auch mich festhielten und kam irgendwie durch. Zum Schluß kündigte er die letzten 10 (oder 20?) an, die würden wieder hart werden, das war mir klar. Und sie wurden es und dann war ich erlöst. 200 haben wir nicht erreicht, irgendwo in mir drin kam ich vielleicht bis 150, wichtig ist es am Ende nicht. Mein Kopf war frei, die Endorphine spülten meinen Körper, er machte mich los und wir kuschelten uns ins Bett. Glaub ich zumindest, der Teil verschwimmt aufgrund der Hormone komplett, aber aufgefangen hat er mich auf jeden Fall.

Was ich nicht wusste, er hatte tatsächlich eine Kamera mitlaufen lassen und das Video dauert ungefähr 1 Stunde. In meinem Kopf ist die Dauer nicht abrufbar, wäre es nur 20 Minuten lang, es wäre für mich auch stimmig. An den kommenden Tagen wollte ich mir das Video nicht ansehen, ich sehe nämlich nicht gerne Personen leiden ^^ Aber ich möchte es mir gerne irgendwann ansehen, denn ich möchte ihn gerne dabei beobachten, wie er mich schlägt. Es gibt für mich wenig Dinge die erotischer sind, als mein Herr, wenn er als Sadist aktiv ist.

Teil 2 und 3 folgen

Zu Besuch beim SuppenDom

„Zieh Dich so an, dass Buddy sabbert, wenn er Dich sieht.“, das waren die Worte meines Herrn. Ich fand ja, dass er Dilara dabei etwas ignorierte, aber wer bin ich zu widersprechen, außerdem würde die bestellte Pizza den Rest erledigen. Buddy und Dilara würden in ein paar Minuten zu Gast sein bei meinem Herrn, wir Beide waren auch erst vor ein paar Minuten zur Tür herein gekommen. Kaum umgezogen flitzte ich nach unten um ihm seine Schuhe wieder anzuziehen und flitze wieder nach oben um mein ramponiertes Make-Up von morgens um 4 Uhr noch etwas in Stand zu setzen. Dann flitze ich wieder nach unten um den Beiden die Tür zu öffnen. Ihre Begrüßung: „Da sieht aber jemand zervögelt aus!“ Leider hatten Sie damit nicht recht. Wir stellten dann fest, dass wir alle heute ungevögelt sind und ich finde ja es gibt deutlich langweiligere Begrüßungen. Ich führte die beiden ins Haus und kurze Zeit später erschien dann auch Daniel wieder, der heldenhaft und dominant die bestellte Pizza abgeholt hatte.

Gestärkt und schon mit viel lustigen Erzählungen unterhalten, siedelten wir irgendwann ins Wohnzimmer um, wo die drei es sich auf der Couch bequem machten und ich mich meinem Herrn zu Füßen kniete, naja halbwegs, denn er lag ebenfalls längs auf der Couch. Wir lachten, alberten und als ich irgendwann unter einem sehr spontanen Grund auf der Couch kniete, machte ich mir auch wenig Gedanken. Aber sehr schnell landete sehr demonstrativ die sehr schlagkräftige Hand meines Herrn auf meinem Hintern. Und ehe ich groß Piep machen konnte, wurden der große breite Flogger, eine Drachenzunge und die Spikehandschuhe von Baumwollseil an mir ausgetestet. Und zwar im Wechsel von allen drei Personen. Da hatte sich doch wer abgesprochen… Drei verschiedene Personen, drei verschiedene Handschriften und Herangehensweisen. Dilara und ihren Spikehandschuh hatte ich schon mal Anfang des Jahres ganz kurz erleben dürfen und schon da war es eine sehr intensive Erfahrung. Wenn der Hintern gut aufgewärmt und durchblutet ist und sich langsam empfindlich anfühlt, dann sind diese kleinen Spikes einfach kaum auszuhalten. Erst ist es einfach nur kitzelig, dann wird es kitzelig und leicht schmerzhaft, ich bin zwischen Lachen und noch mehr Lachen und fange mich an zu entziehen. Zum Glück war Daniels rettende Hand zu Stelle, der meine Füße an Ort und Stelle hielt, vielen Dank dafür 😉 Irgendwann wurde mir sehr warm, obwohl ich dabei körperlich nicht viel tue, ist auch Schmerz anzunehmen sehr anstrengend, ebenso ging es wohl Dilara und so waren wir beide wenig später bis auf unsere Strümpfe nackt. Das Bild das wir gaben, war ein sehr schönes, zumindest sagen mir das die Bilder die dabei entstanden.

Irgendwann übernahm mein Herr mit seiner feinfühligen und sensiblen Hand das Spanking und Dilara und Buddy konnten sich umeinander kümmern. Dilara kniete neben mir und Buddy nutzte den breiten Flogger auf ihrem Hintern. Ihr Aua wurde mit der sehr süffisanten Frage ob sie heute etwas empfindlich sei kommentiert. Und ganz Switcher war die Antwort nur, warte bis Du gleich dran bist. Ich hab sehr lachen müssen, einfach zu schön. Buddy und Daniel arbeiteten gut zusammen, sie waren kurz davor mit dem Takt der Schläge ein Lied zu spielen. Dann ließ mich mein Herr irgendwann zur Ruhe kommen, ich wickelte mich in eine Decke und konnte nun gut beobachten wie Dilara ihren Buddy bespielte. Und kurz danach hielt ich seine Hand, während Dilara seinen Kopf unten hielt und Daniel seinen Hintern mit der Hand bearbeitete. Ich liebe es ja ihn in Aktion zu sehen, auch wenn ich ihn gerne neben mir mit Körperkontakt gehabt hätte. Mein Körper ist durch die Endorphine immer unglaublich sensibel und Sex hatte ich auch noch nicht gehabt. Jede seiner Berührungen und jeder Kuss waren wie ein kleiner Stromschlag bei mir. Ich genoß die kleinen Momente seiner Aufmerksamkeit und beobachtete sonst alles genau von der Seite.

Nach dem Spanking, holte Daniel Kerzen und Buddy bekam ein liebevolles Wort von Dilara und Daniel auf den Rücken getropft. Anschließend wurde es fürsorglich und ganz detailverliebt mit einem Jagdmesser entfernt. Auf den kleinen Videos hört man sehr schön das Kratzen der Schneide auf der Haut. Anschließend revanchierte er sich bei ihr mit einem ebenfalls sehr schönen Wort. Farbenfroh auch hier und ebenfalls mit viel Liebe zum Detail geschrieben und wieder mit dem Messer entfernt. Ich lag daneben und hielt die jeweilige die Hand, es war eine unglaublich schöne und innige Atmosphäre. Alle etwas müde, blickten wir nach dem zweiten Wachsdurchgang auf die Uhr und stellten erstaunt fest, dass es lange nach Mitternacht war, die Zeit vergangen wie im Flug.

Nach einer kurzen Dusche fielen wir alle ins Bett, Daniel und ich in ein ungewohnt schmales. Was dazu führte, dass wir, obwohl schon fast jenseits von müde, mehrfach wach wurden und dem Zustand des ungevögelt seins ein Ende setzten. Angeblich hab ich meinen „heißen“ Hintern immer zu nahe an ihm gerieben. Was allerdings auch kaum vermeidbar war und ich gab mir auch nicht arg viel Mühe. Wir überlegten beide mehrfach nachts auf die Couch umzuziehen um es bequemer zu haben und blieben doch lieber in der Nähe des anderen und spürten unsere Haut und die Lust. Der „Morgen“ begann für uns wieder mit Sex und für uns alle mit Kaffee der uns ans Bett kredenzt wurde. Dann ließen wir den Tag langsam vergehen mit Gesprächen und guter Zeit zusammen, eine Art gemeinsames Aftercare mit Muße, bis die beiden sich wieder auf den Heimweg machten. Was danach passierte ist eine andere Geschichte und teilweise bereits beschrieben…

Dilaras Sicht des Abends 💜😍 https://dilara213.wordpress.com/2020/10/01/besuch-beim-suppen-dom/

Mein perfekter Dom

Ein ganz kurze Unterhaltung hat mich vorhin darauf gebracht mal zu überlegen was mir an einem Dom wichtig ist. Klar ich hab jetzt oft genug geschrieben wie etwas bei uns läuft aber das ist ja nicht zwingend dasselbe. Dabei gebe ich wie immer zu bedenken, es geht um mich, es ist nicht die Deklaration des einen perfekten Dom sondern ich beschreibe Eigenschaften die ich brauche, weil ich bin wie ich bin.

Viele dieser Eigenschaften waren mir übrigens lange nicht bewusst. Anfangs hab ich nur auf Sympatie geachtet und mich dann gefragt was jetzt eigentlich fehlt. Einige meiner Eigenschaften werden sicher auch andere Doms als nicht adäquat für eine Sub sehen. Aber schlussendlich ist ja jeder anders und es ist auch jede Beziehung anders. Und es geht mir hier vorwiegend um den Charakter. Ob jemand nun mit Bullwhip umgehen kann oder Strom sind am Ende nur Details. Und die Voraussetzungen für einen „guten“ Dom wurden ja zur Genüge bereits beschrieben an anderer Stelle und von anderen Personen.

Fange ich also an mit einigen meiner Eigenschaften. Ich bin Mutter, Ingenieurin, beruflich weltweit viel gereist, bin verheiratet und mein Mann ist Hausmann. Alles in allem nichts was klassisch nach einer Sub klingt und auf der anderen Seite doch ein klassischer Hintergrund einer devoten Frau die endlich gerne mal die Führung aus der Hand geben will. Und das fällt mir nicht schwer, wenn es um den sexuellen Kontext geht. Und es fällt mir zeitlich begrenzt nicht schwer, wobei ich da Tage meine und nicht Stunden, wenn es um den gesamten Tagesablauf geht. Wobei, wenn ich sage es fällt mir nicht schwer, das nicht bedeutet, dass ich das problemlos hin bekomme, ganz im Gegenteil, ich merke jedes Mal wieder wie sehr ich aufpassen muss. Mit es fällt mir nicht schwer, meine ich, dass ich innerlich damit nicht übermäßig hadere, in Frage stelle oder kämpfe, der Rest ist dann eben von mir zu lernen. Ich bin weit ab davon perfekt zu sein. Wo ich aber nicht zurückstecke ist, wenn es um „Wissen“ geht. Sprich ich lasse mir sagen was ich wann und wie zu tun habe, lasse mich benutzen und schlagen aber ich lasse mich nicht für dumm verkaufen. Und damit muss ein Mann und ein Dom umgehen können. Und vor allem brauche ich einen Dom der mir im Wissen gewachsen ist und wenn nicht in meinem eigenen Fachgebiet, dann bitte in einem anderen.

Ebenso bin ich keine Brat aber ich fordere verbal gerne heraus und ich „gewinne“ dabei auch mal. Und ich brauche einen Dom der damit entspannt umgeht, mich dann amüsiert fragt womit er so eine vorlaute Sub verdient hat. Vielleicht fordere ich damit auch mal eine Reaktion heraus aber vor allem ist es einfach wie ich bin. Und um als Sub authentisch zu sein, kann und ich will ich mich nicht verbiegen. Am Anfang meines Weges habe ich die normale Kira beiseite geschoben und war kurzzeitig für den Moment der Session nur die Sub Kira. Das hat geholfen um mich da zu finden, auf lange Sicht muss ich aber Kira im Gesamten bleiben, sonst hat auch die gesamte Unterwerfung nicht die Intensität und die Bedeutung die sie für mich haben kann und die ich brauche.

Mein perfekter Dom kann mich also als starke, souveräne und intelligente Frau sehen und akzeptieren und unterdrückt diese Eigenschaften nicht, er spielt dafür mit diesen Eigenschaften. Er nutzt die Schwächen und Stärken entsprechend aus. Und niemals sollte er diese Eigenschaften von mir unterschätzen. Fühle ich mich geistig klein gemacht, von oben herab behandelt oder abschätzig belächelt, dann ist der Weg schneller zu Ende als gehofft. Ich gebe mich in meiner ganzen Person und meinen Stärken und Schwächen hin und möchte auch so gesehen und angenommen werden.

Mein perfekter Dom muss also zulassen, dass ich mich auch mal geistig mit ihm messe und mich an ihm reibe. Er muss die Souveränität haben die auch ich habe. Ich habe den Anspruch, dass er mir gewachsen oder überlegen ist. Ob das nun schwierig ist, sei mal dahingestellt 😉  Und ja das ist nicht leicht zu finden, die Chemie muss ja auch noch stimmen und die Vorlieben zumindest halbwegs zusammen passen. Aber eigentlich ist es nicht anders als in einer normalen Beziehung auch , nur dass eben noch ein paar Punkte dazu kommen.

Warum ich das schreibe wo es doch eigentlich ganz normal und logisch klingt? Weil ich genügend Doms kenne, die gerne eine komplett unterwürfige Sub haben wollen. Dabei aber unterwürfig gleichsetzen mit willenlos. Eine die sich in keinem Bereich auch mal selbst behauptet, die nur wie eine kleine hübsche Maus dabei ist. Und da frage ich mich manchmal ob die Submissivität tatsächlich eine Charaktereigenschaft ist oder eine gewisse Lebensanschauung, die das Leben einfacher macht, weil der Dom an ihrer Seite eben alles regelt. Mir haben Spielpartner erzählt von Frauen die gleich beim ersten Date klar machen, dass sie als Ziel in der Beziehung haben zu Hause zu warten und abends still an seiner Seite zu sitzen. Es mag Männer geben die das mögen und das möchte ich nicht werten, nur meines ist das eben nicht. Ich bin keine besonders extrovertierte Person, ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt und ich bin gerne einfach an seiner Seite. Aber ich bin so wie ich bin und ich bin dabei eine starke Person, ich weiß wer ich bin und die will ich bleiben. Die Submissivität ist eine Stärke von mir und die gehört zu mir, sie lässt sich nicht outsourcen und einzeln benutzen.

 

Sind wir schon Meta oder doch noch SSC…

Jetzt fiel mir doch ein Thema zum bloggen ein, weil in meinem Kopf ein Tweet rumspukt. Aber egal wie ich es formuliere, für jemanden der uns nicht kennt oder BDSM nur am Rande, würde es die Frage der Einvernehmlichkeit aufwerfen. Daher bringe ich meine Gedanken dazu in etwas längerer Form zu Papier.

Ihr wisst, ich schreibe hier kein Lexikon und schon gar nicht sage ich wie BDSM funktioniert, ich schreibe immer nur wie es bei mir oder bei uns läuft. Ich habe daher unten die entsprechenden Wikipedia Artikel zu den Abkürzungen verlinkt.

Bei unserem letzten Treffen ergab sich mit dem #MmH folgende Situation. Wir lagen nebeneinander, vielleicht kniete ich auch neben ihm oder war ihm irgendwie zu Diensten. Es war eine Situation in der er es liebt mit meinem Kopf zu spielen und so entwarf er mit wenigen Worten eine Situation, die irgendwann auf mich zukommen wird. Eine Situation die ich definitiv nicht unter Kontrolle haben werde, vermutlich unter der Mitwirkung Dritter. Und meine widersprüchlichen Gefühle waren vermutlich auf meinem Gesicht ablesbar und dann sprach er aus, woran ich seitdem immer wieder denken muss. „Über das Nein sagen sind wir lange hinaus, du kannst mich höchstens noch darum bitten etwas nicht zu tun.“

Wer D/s liebt oder erlebt, kann mich sicherlich verstehen, denn dieser Satz ist für mich absolut wunderbar. Und das obwohl er mit Abstand betrachtet durchaus Warnglocken anschlagen lassen kann. Und es ist ein Satz der auch erst jetzt so gesagt werden konnte. Ich hab danach versucht einzusortieren, in die üblichen Überbegriffe, wo sich unsere Beziehung mittlerweile befindet, aber ganz ehrlich in den ganzen Definitionen verliert man sich. Beim Metakonsens gibt es kein Safeword mehr, ich habe allerdings eins auch wenn ich es noch nie benutzt habe. SSC und RACK sind fließend im Übergang. Er legt immer absoluten Wert auf Sicherheit, weiß genau was wie funktioniert und wirkt, zählt innerlich mit um Klammern nicht zu lange dran zu lassen. Wir bewegen uns demnach sicherlich im SSC Bereich, aber aufgrund der Spielarten auch im RACK. Ob die Tatsache, dass ich kein Mitspracherecht mehr habe nun TPE, EPE, SSC, RACK oder Metakonsens ist oder ob es eben eine Schnittmenge von einigen ist, keine Ahnung. Schlussendlich ist es aber auch egal. Wir haben uns in den letzten 1.5 Jahren entwickelt, wir haben uns kennen gelernt, er hat mich, meine Reaktionen, meine Vorlieben, meine Grenzen und die NoGos kennen gelernt. Wir haben gelernt, dass wir uns vertrauen können. Er kann mir vertrauen, dass ich ihm immer ein ehrliches Feedback gebe, er weiß was in mir passiert und er kennt auch die Bereiche mit denen ich Probleme habe, weiß auch wo er noch lernen muss. Ich vertraue ihm weil er meine NoGos achtet, mit meinen Grenzen spielt aber nie mit Gewalt eine verschiebt und weil er Manöverkritik annehmen kann, ohne sich in seiner Person als Top/Dom angegriffen zu fühlen.

Und aus diesem Vertrauen heraus, ist dieser Satz etwas das meine Submission ganz tief berührt. Er bestimmt über mich und meinen Körper, ich gehöre ihm. Dabei weiß ich aus Erfahrung, dass nicht alles real mich so kickt wie vorher im Kopf und vieles tatsächlich meine Grenzen berührt und auch drüber hinaus geht, aber genau das ist mein BDSM. Und ich kann diese, meine Art in seine Hände legen und darauf vertrauen, dass er nach seiner Lust damit umgeht und spielt. Unsere Neigungen decken sich nicht 100%, das wäre auch fast nicht möglich, aber auch er entdeckt mit mir neue Bereiche die er früher nicht auf dem Schirm hatte. Und es gibt noch so viele Dinge die wir nicht ausprobiert haben, einiges davon steht auch sicherlich nicht auf meiner Wunschliste. Aber das ist der Reiz, das lässt mich schaudern wenn er es mir ins Ohr flüstert, während er mich nimmt und mir dann genau in die Augen schaut um meine Reaktion zu sehen. Das lässt mich gleichzeitig verwundbar und geborgen fühlen. Seine Entscheidung. Er führt, ich folge.

https://de.wikipedia.org/wiki/Metakonsens#Anwendung

https://de.wikipedia.org/wiki/Safe,_Sane,_Consensual

https://de.wikipedia.org/wiki/Erotic_Power_Exchange

https://de.wikipedia.org/wiki/Total_Power_Exchange

Regeln und Aufgaben

Keine Ahnung der wievielte Beitrag zu dem Thema. Weil wieder eine längere Durststrecke ansteht und sich alles stetig ändert, mal wieder eine Sortierung einiger Gedanken.

Im Prinzip gibt es eine übergeordnete Regel, „er führt, ich folge“.  Aber um auch auf die Distanz zumindest etwas D/s nicht nur theoretisch aufrecht zu erhalten, habe ich 2 Regeln für zu Hause. Die wöchentliche Freitagsregel des „Höschenfrei“ bildlich zu dokumentieren bis spätestens 9 Uhr, meine Achillesverse im Urlaub. Und seit unserem letzten Treffen eine zusätzliche tägliche Aufgabe. 15 Minuten Zeit für mich, kniend, mit Bild zur Dokumentation an ihn. Zeit für mich als Sub, mich zu sammeln und zu besinnen. Mir die Zeit zu nehmen schaffe ich, die Besinnung… nun ja. Mich aus dem Familiengeschehen für 15 Minuten komplett auszuklinken, schaffe ich fast nur im Badezimmer. Da ist mein Kopf allerdings nicht wirklich frei, bequem ist das knien auch nicht. Zum Ende hin kämpfe ich oft  und vorher muss ich mich bewusst davon abhalten nur darauf zu schauen was ich eigentlich putzen müsste. Und regelmäßig will dann jemand aufs Klo oder sonstiges. Momentan fühlt es sich überwiegend an wie eine Fleißübung, was ich sehr schade finde, weil eigentlich sehne ich mich nach solcher Zeit.

Regeln und Aufgaben im Miteinander sind nochmal etwas ganz anderes. Wenn wir uns sehen, trage ich Rock und kein Höschen, meist keinen BH. Das sind zwar seine Wünsche, aber nichts wozu ich mich besonders zwingen muss. Eher im Gegenteil, es kommt meinen Vorlieben sehr entgegen. Bei ihm zu Hause oder generell unter uns, trage ich wenig bis gar nichts. Aber hey, wenn wir uns selten sehen, ist mein Bedürfnis mich dick anzuziehen ohnehin nicht groß.

Meine feste Aufgabe ist es ihm die Schuhe an- und auszuziehen. Gerade am Anfang eines Treffens vergesse ich das gerne mal und es vergeht ein Moment bevor mir auffällt, dass er sehr demonstrativ wartet. Das switchen in den Submodus ist bei mir kein Schalter, es braucht einen Moment, daher sind Treffen wie ich sie früher hatte, nur für 2-3 Stunden eigentlich nicht förderlich für mich um mich tatsächlich komplett darauf einzustellen.

Diese Regel ist sehr komplex irgendwie, so einfach die Handlung an sich auch ist. Ich mag diesen selbstverständlichen Moment der Zuwendung und unter Gleichgesinnten bin ich damit zwar trotzdem meistens alleine, aber es schaut auch niemand eigenartig.

Es kam neulich zum ersten Mal die Situation, dass er mit „normalen“ Bekannten bei sich zu Hause war und mit ihnen das Haus verließ, während ich zurückblieb. Die Tatsache dass ich nicht bei ihm war (weil ich anderes zu tun hatte) und der Kontext anders, ließ mich meine Aufgabe tatsächlich komplett vergessen. Und das tut mir im Nachhinein zum einen sehr leid und zum anderen frage ich mich wie ich mich dabei gefühlt hätte. Diese Überschreitung der Grenze, dass auch Unbeteiligte das Machtgefälle sichtbar gemacht bekommen. Nicht nur anhand eines Halsbandes, sondern aufgrund einer Handlung, das wäre für mich neu und eine Herausforderung. Und so bin ich einerseits enttäuscht von mir und andererseits auch erleichtert, weil es noch etwas aufgeschoben ist. Hier fließen die Grenzen und das ist Neuland. Der Tag wird kommen wo das stattfindet, ich bin gespannt was es in mir auslöst.

Insgesamt ist es nicht sehr komplex und ich bin was meine Handlungen angeht eigentlich eine recht brave Sub. Auf der anderen Seite, weiß ich was eine Zuwiderhandlung nach sich zieht und da bin ich alles andere als scharf drauf. Strafe ist bei ihm kein Lustkonzept, welches dann mit einer Session umgesetzt wird. Strafe ist eine Strafe, fühlt sich nach Strafe an und dem möchte ich unter allen Umständen aus dem Weg gehen.

Aber so folgsam ich auch bin, ich bin nicht in allen Bereichen so einfach. Ich bin nämlich furchtbar besserwisserisch und zwar weil ich, wenn dann, tatsächlich Recht habe. Ich muss nicht zu jedem Thema etwas beitrage, aber wenn dann kann man sich recht sicher sein, dass ich weiß wovon ich spreche. Und so fordere ich ihn durchaus heraus, behaupte meinen Standpunkt und bin je nach Sichtweise womöglich sogar „etwas“ frech. Er fragt dann mit übertrieben leidender Stimme, womit er so eine vorlaute Sub verdient hat. Und meine Antwort lautet dann immer, weil er sich das ausgesucht hat, genau das möchte und braucht. Und dann grinsen wir uns an und sind froh es so gut getroffen zu haben.

Weniger ist manchmal mehr…

Weniger ist manchmal mehr, aber ich will immer mehr, wäre weniger dann besser?

Was jetzt etwas eigenartig nach Gedanken morgens um eins nach Alkohol klingt, hat seinen Ursprung eher in Dingen die ich selbe erfahren habe und die ich immer wieder lese.

Wer seine Nase ins BDSM steckt und daran Gefallen findet, der hat anfangs ein unglaubliches Bedürfnis ganz viel ganz schnell zu erleben, alles auszuprobieren und am besten gleichzeitig. Da bauen sich ein unglaublicher Druck und eine Sehnsucht auf, wenn das nicht möglich ist. Man hat das Gefühl nur noch die Erfüllung dieser Sehnsucht ist wichtig, man bekommt einen richtigen Tunnelblick.

Ich kenne das sehr gut von mir, da ich anfangs nicht mal einen festen Spielpartner, geschweige denn einen Herrn hatte, hab ich unglaublich viel gedatet, sowohl in der Hoffnung jemanden für eine Spielpartnerschaft zu treffen aber auch um mein Bedürfnis zu stillen und Erfahrungen zu sammeln. Das war auf der einen Seite sehr lehrreich, auf der anderen Seite auch frustrierend. Immer nur an der Oberfläche kratzen, immer nur die Sehnsüchte anjucken aber nicht wirklich stillen. An Grenzen gehen war in solchen Konstellationen nicht möglich und wenn es jemand getan hat, war es nicht gut.

Was es mir gebracht hat war eine Ahnung von den Dingen die mich tatsächlich triggern und ein Verständnis dafür welchen „Typ“ Mann ich brauche.

Die Switcher die ich dominieren könnte, die bringen mir wenig. Die unglaublich lieben dominanten Männer, die aber nicht konsequent sein können/wollen, die mag ich zwar sehr und der Sex kann lustvoll sein, meine devote Seite verkümmert dort aber. Ich brauche nicht nur das Gefühl, sondern die aktive Umsetzung von Konsequenz und Dominanz. Ich teste mein Gegenüber unbewusst und wer das durchgehen lässt, hat mich schnell verloren. Ich hatte auch lange nur ältere Männer im Fokus, weil diese oft mehr bei sich angekommen waren und wussten was sie wollen und suchen. Andererseits muss ich auch sagen, ab einem gewissen Altersunterschied, ist die Sicht aufs Leben doch unterschiedlich, man steht an anderen Stellen im Leben. Das ist für eine Spielpartnerschaft kein Problem, macht aber manchmal eine tiefergehende Nähe schwer. Ich bin da inzwischen entspannter, mein Herr ist gleichaltrig mit mir und manchmal ein rechter Kindskopf, wenn es darauf ankommt allerdings fast unangenehm konsequent, außerdem ist er Sadist und laut eigener Aussage gar nicht unbedingt dominant, aber dass etwas nicht nach seinem Willen geht, ist in diesem Kontext in seinem Kopf gar nicht vorstellbar. Ich hab mit der Zeit meine Sicht aufs Alter und auf die Voraussetzungen für das was ich brauche sowohl entspannt als auch konkretisiert. Wer weiß, vielleicht gebe ich irgendwann sogar einem Jüngeren nochmal eine Chance.

Mein Her und ich sehen uns gar nicht so häufig und aktuell sehe ich niemand anderen. Die Erlebnisdichte ist somit gar nicht mehr sehr hoch. Wenn wir uns sehen ist es aber immer sehr intensiv, selbst wenn es nicht mehr jedes Mal etwas Neues für mich zu erleben gibt, dafür aber bekanntes in immer neuen Tiefen und Ecken ausgelotet wird. Es gibt Bereiche die er nicht abdeckt, manches aufgrund des Wollens anderes aufgrund des Könnens. Hier gibt es Raum für mich für weitere Erfahrungen mit jemand Anderem. Aber aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen weiß ich, dass ich nicht mehr die Lust auf eine Vielzahl von Dates habe, in der Hoffnung dass dann jemand passendes dabei ist. Momentan fehlen mir auch die Zeit und die Kraft/Motivation um in Ruhe nach Jemandem zu suchen der diese anderen Bereiche eventuell bedienen möchte, mit der Einschränkung, dass ich bereits an einen Herrn gebunden bin. Denn ich möchte niemandem das Gefühl geben ein Erfüllungsgehilfe für Bedürfnisse zu sein. Ein einmaliges Kopfkino gemeinsam umzusetzen ist das eine aber bei einer Regelmäßigkeit müssen beide Seiten etwas davon haben. Und ich bin mir selber unsicher in wie weit ich aktuell tatsächlich in der Lage bin Submission einem anderen Mann gegenüber zu empfinden. Das sind also Dinge die werde ich vielleicht irgendwann mal angehen, wenn Zeit und Bedürfnis das bedingen.

Kann ich nun Weise im Rückblick sagen, wartet auf den Richtigen, lasst euch Zeit und überstürzt nichts? Also sagen könnte ich es, aber ich würde mich selber nicht dran halten. Die Erfahrungen in dieser Zeit waren auch wichtig, haben mich mitgeformt und ich wäre vielleicht gar nicht bereit gewesen für meinen Herrn, hätte ich diese Erfahrungen nicht gemacht. Nicht weil ich für ihn noch nicht weit genug gewesen wäre, sondern weil ich in mir noch nicht klar genug gewesen wäre.

Das was ich mir selber raten würde im Rückblick wäre, immer auf das Bauchgefühl hören und sich nicht zu sehr auf Jemanden versteifen nur weil das erste Treffen so unglaublich passend erschien. Das kann nämlich auch nur einseitig sein und gerade anfangs wirkt so viel so unglaublich passend, einfach weil da jemand ist der schon länger weiß, wie man das Spiel spielt und man sich endlich verstanden fühlt. Schlussendlich sind aber anfangs viele Dinge ähnlich, sie kicken einen nur so viel mehr wenn man sie das erste Mal erlebt. Dem Zauber BDSM verfallen aber darauf achten ob es tatsächlich der Partner ist der diesen Zauber auslöst oder nur das Erlebnis. Sich nicht sofort auf etwas fokussieren aber auch nicht alles gleichzeitig und mit zu vielen testen. Der Körper und der Kopf brauchen Zeit um zu verarbeiten und mitzukommen.