Kiras Devotion im Wandel der Zeiten

Schaue ich zurück ins Kopfkino lange vor meiner „aktiven“ Zeit, dann ist die vorherrschende Empfindung ein Bedürfnis nach Devotion. Ich war vor überwiegend passiv in meiner Phantasie, Dinge wurden mit mir gemacht, ich habe nichts beigetragen, konnte nichts an der Situation ändern. Mit der Zeit änderte es sich ein klein wenig, aber wichtig war, dass nichts davon meine Entscheidung war. Das funktioniert im Kopfkino weitaus besser als in der Realität, wo bereits die Entscheidung etwas auszuleben sehr bewusst und aktiv getroffen werden muss. Zumindest sofern das Ganze irgendwie SSC (Safe, Sane & Consensual) sein soll.

Schmerz und Masochismus kam durchaus vor, allerdings eher als Nebenbestandteil, ein Nebenprodukt von Situationen, nie der Kern oder das Ziel einer Phantasie. Ich hab mir diesen Schmerz auch nie „vorgestellt“, auch wenn der Gedanke Teil der Erregung war.

Aus diesem Grund hab ich mich auch immer nur als devot und maximal leicht masochistisch gesehen. Wie sich mein Masochismus entwickelt hat, ist ja im Blog nachzulesen.

Die Frage die ich mir zur Zeit stelle ist, ob mein stärker empfundener Masochismus auch etwas mit meinem Bedürfnis nach Unterwerfung bzw. meiner Devotion macht. Wenn sich Wertigkeiten verschieben, dann kann sich da ja einiges ändern, auch in einem drin. Bin ich mittlerweile vielleicht mehr Bottom als Sub, wie wichtig ist mir die Unterwerfung tatsächlich noch? Das Ganze ist nicht ganz leicht und obwohl ich jetzt in diesem Moment eine Meinung dazu habe, bin ich gespannt ob sie am Ende des Textes noch dieselbe ist.

Fangen wir also an, am Anfang meines aktiven Weges. Ich hatte ein paar Treffen mit unterschiedlichen Männern unter dem Überbegriff BDSM, aber da war mein Wunsch nach Erlebnis der Treiber und keine wirkliche Dominanz auf der anderen Seite. Dann traf ich den ersten Mann der tatsächlich etwas in mir auslöste, wo ich merkte, hey das ist anders, weil ich aktive Dominanz spürte und in mir eine Antwort darauf. Es blieb bei diesem einen Treffen, bei dem nicht mal sehr viel passierte, es war draußen, es war noch fast Winter und in einem öffentlichen Park. Aber all das was ich dort als Möglichkeit erahnte, weckte eine ganz greifbare Sehnsucht in mir. Ich wollte genau das, was ich dort zum ersten Mal real gespürt hatte.

Aber sowas findet man eben nicht leicht. Mein erster fester Spielpartner brachte Erfahrung mit und ich konnte mich in die Unterwerfung rein finden, aber es war eine bewusste Entscheidung, nichts was er instinktiv in mir auslöste. Es war gut solange es dauerte, aber es hatte Grenzen, weil weder er noch ich emotional wirklich beteiligt waren. Unser Spiel beruhte überwiegend auf SM und der reflektierende Austausch mit ihm brachte mich ein gutes Stück weiter.

Den Zeremonienmeister (lieben Gruß an Dich J.) begleitete ich auf ein paar Events und das was ich dort an Interaktion bei Paaren sah, zeigte mir was möglich ist, wenn es wirklich funktioniert. Unser gemeinsames Spiel auf den Events war durch meine Bereitschaft geprägt Dinge zu erleben und zu erfahren. Wir hatten keine D/s Verbindung, aber er ist definitiv ein dominanter Mann mit dem es Spaß macht zu interagieren und wo nicht in Frage steht, wer das Sagen hat. Es war für mich eine sehr aktive submissive Rolle als Zofe, es galt Überblick zu behalten und zu bedienen. Auch wenn ich jetzt keine besonders extrovertierte Person bin, war es weit ab vom Klischee der unterwürfigen, nicht zu bemerkenden und stummen Sub. Ich sah Paare die harmonierten, die im ganz klaren D/s dennoch auf Augenhöhe kommunizierten und wo die Hingabe sichtbar und spürbar war. Genau so etwas wollte ich gerne erleben, sah aber nicht wirklich eine Möglichkeit für mich, denn das braucht eben eine Beziehung und die gab es in (m)einer Spielpartnerschaft nicht.

Obwohl mir das so nicht absolut klar war, war das mein Leitstern. Mein erster Spielpartner war noch aktuell aber ich suchte nebenbei weiter und das war für ihn absolut in Ordnung. Ich machte meine Erfahrungen und fiel auch gehörig auf die Nase. Hingabe erfordert für mich Bindung und sich zu öffnen und das macht verletzlich. Bei dem meisten ging es aber gar nicht so weit, weil sie in mir gar nicht das auslösten, was ich suchte. Ich hatte dann eine Handvoll unterschiedlicher Spielpartner, die zusammengenommen einen großen Teil von dem abdeckten was ich brauchte. Insgesamt war ich zufrieden mit der Situation, es war nicht das was ich wollte, aber meine Bedürfnisse wurden befriedigt.

Und dann traf ich vor über 3 Jahren zum ersten Mal den MmH. Es war nicht so, dass ich sofort vor ihm auf die Knie fallen wollte, aber es war stimmig zwischen uns und er rührte diesen Kern in mir an. Es gab in mir ein ganz klares Feedback, dass seine Art für mich passt und ich hatte viel Spaß an unseren Treffen. Innerhalb kurzer Zeit merkte ich, dass er alleine einen Großteil meiner Bedürfnisse abdeckt, ich fing an andere an ihm zu messen. Der Weg dazu seine Sub zu werden, war dennoch ein längerer. Als es dann tatsächlich soweit war, war ich sehr glücklich. Wir hatten eine emotionale Bindung, in dieser wuchs unser D/s immer mehr und mein Masochismus kam immer mehr zum Vorschein, änderte sich und wurde stärker. Was sicherlich auch dadurch bestärkt wurde/wird, dass er ein großer Sadist ist und das daher immer ein Fokus ist. Und hier könnte es jetzt enden aber das tut es nicht.

Ich bin seit über 2.5 Jahren seine Sub und die Zeiten sind aktuell nicht leicht. Zum einen sehen wir uns aufgrund der Entfernung nicht oft und zum anderen ist sein Leben aktuell von viel Stress verschiedener Art belastet. Das D/s welches anfangs auf Entfernung hervorragend funktioniert hat, ist im Prinzip fast auf Pause. Einerseits ist es latent immer da und in mir ist der Wunsch danach sehr sehr groß, andererseits hat er kaum Kapazität dafür und unser Austausch ist an vielen Tagen wie der eines normalen Paares ohne BDSM. Wenn wir uns sehen, ist aber alles sofort da, nur ist die Tiefe nicht die die möglich wäre. Denn bei aller Hingabe meinerseits, kann ich sie nicht ohne die Gegenseite komplett aufrecht erhalten. Also lege auch ich die Devotion in mir etwas auf Eis, versuche sie nicht zu sehr anzufeuern, was an manchen Tagen doppelt schmerzt. Dennoch ist sie da und ich stelle sie nicht in Frage. An manchen Tagen verfluche ich sie, denn ich weiß was schonmal möglich war, was mir aber momentan fehlt.

Wenn wir uns sehen genieße ich unser SM, lasse mich von den Endorphinen wegtragen. Und ich schätze die kleinen Gesten und Rituale unseres D/s, ich achte auf die Dinge die ihm wichtig sind und die er braucht. Ich weiß wie er sitzen möchte, was er isst und was er trinkt. Ich ziehen ihm die Schuhe an und aus, ich knie vor ihm und trage mein Halsband. Aus der Entfernung betrachtet überwiegt momentan tatsächlich der SM Teil, im Detail betrachtet ist, zumindest wenn wir uns sehen, das D/s sehr lebendig. Allerdings in einer Selbstverständlichkeit die eben den Fokus nicht darauf richtet. Ohne diese Verbindung, ohne dieses D/s, wäre aber auch mein Masochismus nicht so möglich, wie ich ihn gerade erlebe. Und vielleicht ist genau das gerade springende Punkt. Ich verschiebe in letzter Zeit mehr Grenzen im Bereich SM als im Bereich D/s, weil das D/s die Basis ist, weil wir anfangs sehr viel an dieser Basis gearbeitet haben. Meine Basis um zu fühlen wie ich fühle. Damit ist das D/s weniger im Fokus aber es ist dennoch da. Definitiv ist die Masochistin in mir stärker geworden, weitaus stärker als ich mir das je hätte vorstellen können. Und diese Masochistin könnte inzwischen vielleicht auch auf eigenen Füßen stehen und als Bottom ganz ohne D/s positive Erfahrungen sammeln. Eine Seite von mir die unabhängiger wird. Dennoch wird sie nie so frei sein, wie im Zusammenspiel mit dem D/s.

Die Devotion ist nicht unwichtiger geworden für mich, im Gegenteil, weil ich weiß was möglich ist, ist meine Sehnsucht sehr groß diesen Zustand wieder zu erreichen. Und ich kenne den Unterschied zwischen dominanten Männern, mit denen ich gerne spiele oder interagiere und dem was D/s mit einem Mann für mich ausmacht. Die ersten dürfen mich dominieren, weil ich sie anerkenne und das kann eine Menge Spaß machen. Aber nur im D/s erfahre ich das was meine Sehnsucht wirklich stillt.

Aber auch mein Bild von einer D/s Beziehung hat sich stark gewandelt. Ich kann mich inzwischen mit all meinen Stärken darin sehen ohne etwas einzubüßen, Devotion und Hingabe bedeuten für mich eine Stärke und haben nichts mehr mit dem Bild der stillen Unterwürfigen Sub zu tun das ich früher hatte. Es hat sich vieles gewandelt in mir drin, in dem wie ich es sehe und es ist Teil von mir, mehr denn je.

Wenn die Sub Pause hat

Was bloggt man so, wenn man sich nicht sieht. Eine gute Frage, denn es passiert ja nicht so viel. Die Sehnsucht wächst und ich verbuddel sie mal mehr und mal weniger. Wir hatten gerade eine für mich sehr schwierige Phase, weil er sehr viel gearbeitet hat, dann ist seine freie Kapazität auch für mich natürlich begrenzt. Da bin ich dann mit er Zeit bei der täglichen Aufgabe etwas am Straucheln. Wofür mache ich das überhaupt? Was wenn ich sie jetzt einfach sein lasse, bekommt er das überhaupt mit? Der Gedanke dahinter wäre dann aber vor allem, durch das absichtliche Vergessen der Aufgabe seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Rational betrachtet ist sowas eher kontraproduktiv und ich kann das kommunizieren. Hilft nur nicht, wenn er eben keine Zeit und damit keinen Kopf für mehr Aufmerksamkeit hat.

Also hab ich das genau so kommuniziert. Wobei schon vorher klar war, was er antworten wird und was ich darauf antworten werde. Er hat mich gefragt ob ich die Aufgabe aussetzen will und ich habe gesagt auf keinen Fall. Verquer irgendwie wo ich doch damit hadere. Aber diese Aufgabe ist eben auch eine Verbindung zwischen uns, wenn ich sie aussetze, dann fühle ich mich noch weniger im D/s als ich es ohnehin schon in so einer Situation tue. Ich hadere ja nicht mit der Aufgabe, sondern mit dem was mir fehlt. Ich hab dennoch die ein oder andere Viertelstunde auf Knien verbracht, dabei die ein oder andere Träne abgewischt und mich gefragt „wieso weshalb warum“. Und so richtig kann ich die Antwort nicht geben. Was bringt einen dazu Dinge für einen anderen Menschen zu tun, obwohl es in dem Moment nur Kraft kostet und nicht wirklich welche gibt? Die Antwort darauf ist individuell wie die Beziehung an sich. Die Frage ist andererseits falsch gestellt, denn es ist die Sub die diese Aufgaben erfüllt und die Sub ist es auch die hadert. Die Partnerin auf Augenhöhe sieht was los ist, vermisst ihn, kann aber halbwegs rational damit umgehen. Die Sub hingegen hat ja bewusst einiges an ihn abgegeben z.B. Verantwortung und Macht, dafür bekommt sie etwas z.B. Fürsorge und Führung. Die Aufgabe ist ein Mittel um auch auf Entfernung dieses Mindset bewusst zu halten. Das Mindset bei mir ist also da, nur bekomme ich das Gefühl, dass es einseitig ist. Die Aufgabe auszusetzen käme einer Beurlaubung der Sub gleich, eine Pause, eine Distanz. Und das kann ich nicht, die Sub längere Zeit in den Urlaub zu schicken um sie nur bei Bedarf herauszuholen. Das ging zu Zeiten als ich „nur“ Spielpartnerschaften hatten, jetzt käme ich mir haltlos vor.

Natürlich wäre auch das möglich, es ist ja alles irgendwie möglich, aber im Moment versuche ich lieber mit dem Ungleichgewicht das ich empfinde umzugehen, als mich dieser anderen Situation auszusetzen. Und solche Phasen sind meist auch nicht klar abgegrenzt, es gibt keinen Anfang und kein sicheres Ende. Das macht es zum einen schwierig sich darauf einzustellen und zum anderen bliebe immer die Frage, wann ist der Sub-Urlaub denn nun zu Ende. Das sind ja alles weiche Kriterien die zusätzlich von der eigenen Stimmung und völlig unklaren inneren Faktoren abhängen.
Ich hab ihm also immer mal wieder gesagt wie es mir geht, geändert hat es im Endeffekt wenig, aber den ein oder anderen Punkt konnten wir dann doch klären.

Also passiert ist tatsächlich wenig und es wird auch noch etwas dauern. Wenn nichts schief geht, sehen wir uns in 3 Wochen für einen Tag und eine Nacht. Nicht viel, aber für mich bedeutet es viel.

Ein Lob bedeutet gesehen zu werden

Lob ist eine komplexe Thematik. Die meisten loben viel zu wenig und werden viel zu wenig gelobt. Ganz besonders ist mir das vor 2 Jahren mal aufgefallen als ich für kurze Zeit einen Chef hatte der gelobt hat. Obwohl ich aus heutiger Sicht durchaus einiges an Verbesserungspotential an ihm hätte, ist meine eindrücklichste Erinnerung, dass er mit mir zufrieden war und mich gelobt hat. Erschreckend wenn ich das betrachte und ganz wichtig für mich das selber anders zu machen.

Ich denke die meisten Menschen erkennen ganz schnell ob ein Lob ehrlich gemeint ist und ein unehrliches Lob hinterlässt ganz schnell einen faden Beigeschmack. Ein ehrlich gemeintes Lob hingegen motiviert unglaublich, es gibt Selbstvertrauen und verbessert auch meistens das Verhältnis der Personen. Ehrliches Lob ist eine Währung die auf das Beziehungskonto einzahlt. Wobei auch hier eine Inflation bei zu häufigem Lob stattfindet, wenn das Lob ganz normal wird und vielleicht schon das Danke ersetzt.

Nun weg vom beruflichen hin zu mir als Sub. Lob hat für mich unglaublich viele Facetten. Als erstes ist es für mich das Zeichen, dass ich etwas gut gemacht habe, mein Herr ist mit mir zufrieden. Es toppt ein Danke von ihm um ein Vielfaches. Dabei muss das Lob nicht unbedingt ausgesprochen werden, auch ein Streicheln des Kopfes kann je nach Situation ein Lob sein, aber das verbale Lob bleibt oft am längsten im Gedächtnis. Es ist später meist noch lange abrufbar, die Situation bleibt positiv im Gedächtnis.

Es gibt Dinge die mache ich, weil ich Spaß daran habe, da reicht mir das gemeinsame Erlebnis. Und es gibt Dinge die fallen mir schwer, ich arbeite vielleicht an meinen Grenzen oder er verschiebt sie. Ein Lob an dieser Stelle motiviert, verknüpft diese Dinge mit positiven Gefühlen. Und vielleicht sind da auch Dinge die mache ich nur für ihn, freiwillig und bewusst aber nur für ihn. Hier lechze ich nach einem Lob. Denn ein Lob bedeutet nicht nur, dass ich etwas gut gemacht habe, sondern auch, dass er sieht was es mich kostet. Dass er mich sieht, was ich für ihn tue, die Mühe die ich mir für ihn gebe. Es ist eine Wertschätzung meiner Hingabe.

Für ihn ist das aber auch gar nicht leicht. Lobt er mich für etwas das mir leicht fällt, dann kann ich das Lob nicht ernst nehmen, ich musste mich ja gar nicht anstrengen. Und lobt er mich nicht für etwas was mir viel abverlangt hat, dann frage ich mich innerlich ob ich nicht gut genug war. Und da er natürlich auch mit dem Kopf eher in der Situation ist, verpasst er bestimmt auch einfach mal den richtigen Moment.

Wie also damit umgehen. Der Weg ist natürlich wie immer Kommunikation. Dom kann nicht immer riechen was fehlt. Wenn man Lob braucht und es fehlt, dann muss man darüber sprechen. Auch Sub kann Dom ja einfach mal loben, nicht nur über den grünen Klee, sondern für Dinge die gut getan haben. Wir haben da auch noch Verbesserungspotential, gerade in den Zeiten wo wir uns nicht sehen. Denn real ist das Lob über Blicke und Interaktion möglich, auf Entfernung braucht es Worte. Und diese Worte können viel bedeuten, sowohl wenn sie da sind als auch wenn sie fehlen.

2 Jahre D/s

2 Jahre ist es heute her, dass der MmH mich bei einer Veranstaltung ganz offiziell gefragt hat, ob ich bereit bin seine Sub zu werden. Wie bei einem Hochzeitsantrag, nur dass ich kniete und nicht er. 😉 Ich wusste vorher, dass das für ihn eine ernste Sache ist, nicht ohne Grund kam es zu diesem Schritt erst ein 3/4 Jahr nachdem wir uns das erste Mal getroffen hatten. Auch deshalb war es ein sehr bewegender Moment für mich, ein großer Wunsch der in Erfüllung ging, mit dem Wissen, dass es mehr ist, als alles was ich bis dahin hatte.

Das ist nun bereits 2 Jahre her und wir sind inzwischen wohl über die übliche Halbwertzeit einer typischen BDSM Spielpartnerschaft hinaus. Wohl auch weil es eben keine reine Spielpartnerschaft für uns ist, auch wenn wir nicht zusammen wohnen. Wir spielen nicht nur gerne zusammen, wir sind ein Paar mit Gefühlen und allem was dazu gehört. Ich weiß, dass einige das trennen, BDSM nicht mit Liebe „vermischen“ wollen oder können. Für mich funktioniert es so besser, weil das D/s eine andere Grundlage hat. Aber das war keine Voraussetzung, das kam einfach so.

Es ist wahrlich nicht immer leicht, diese Fernbeziehung zu einem Mann der gerne auch mal wochenlang rund um die Uhr arbeitet, Asperger hat und auch sonst in seinem Leben gerade viele Herausforderungen bewältigen muss. Manches bleibt dabei gerne mal auf der Strecke, manchmal gefühlt auch die Sub in mir. Dennoch gab und gibt es für mich nie die Frage, ob es etwas besseres, bequemeres oder passenderes gibt. Das was wir miteinander haben, ist genau das was ich brauche und was mich ganz sein lässt, was mich herausfordert und wachsen lässt, was die Submissivität in mir zum klingen bringt. Das was ich immer gesucht, aber so in allen Facetten nie gefunden habe. Und in den gefühlten „Pausen“ weiß ich immer, dass er das ist, was ich wollte und immer noch will.

Es waren 2 sehr intensive und sehr schöne Jahre. Mit Höhen und auch Tiefen. Mit neuen Erlebnissen und Wiederholung die Sicherheit und Tiefe geben. Wir haben gelacht, geliebt, uns manchmal missverstanden, wir haben geredet und wir haben unser BDSM gelebt. Ich freue mich auf die nächsten Jahre und hoffe einfach nur auf etwas mehr Leichtigkeit, für ihn und damit auch für mich.

An deiner Seite, dir zu Füßen. Danke 💜

Und hast du etwas aus der Strafe gelernt?

Es las vor einiger Zeit jemand meinen Beitrag über meine erste richtige Strafe. Hinterher schrieb er mir 2-3 Zeilen und fragte mich, ob ich auch daraus gelernt hätte?!

Zuallererst wirkt so ein Kommentar von unbekannt sehr von oben herab auf mich, als stände es ihm als zunächst erstmal nur beliebig dominanten Mann zu, mich zu bewerten. Aber dieses Recht hat nur einer, alle anderen sind für mich erstmal Personen auf Augenhöhe, Devotion ist bei mir sehr Personengebunden und man muss sich das auch ein Stück weit verdienen als dominant angesehen zu werden. Und Doms die meinen einfach mal so ins Machtgefälle einsteigen zu können, die hab ich schnell gefressen.

Aber davon abgesehen, ist es für mich persönlich auch eigentlich eine völlig unpassende Frage. Ich lerne bei einer Strafe nichts. Ich weiß, was ich falsch gemacht habe und ich mache das mit Sicherheit nicht absichtlich. Mir wird kein Verhalten an oder abtrainiert mit Zuckerbrot und Peitsche. Eine Strafe ist so ein bisschen wie die Goldreserve für eine Währung, sie funktioniert auch ohne aber wenn sie nicht da wäre, dann fehlt eine Basis.

Wer über das Thema ins Gespräch kommen will, der könnte nach der Bedeutung von Strafen fragen oder was es mit mir gemacht hat. Aber wer mich fragt ob ich etwas daraus gelernt habe, wird mit der Antwort nicht glücklich werden.

Dating für Fortgeschrittene (oder eben auch nicht)

Das wird jetzt nicht der x. Beitrag darüber, dass ich nicht mehr zum vögeln date. Aber er könnte es werden. Ich bin sehr zerrissen in mir, einerseits fehlt mir in den langen Pausen zwischen unseren Treffen sehr der harte Sex, auf der anderen Seite weiß ich tatsächlich nicht ob ich überhaupt bereit dazu bin ihn woanders zu finden. Vor 3-4 Jahren hatte ich kein Problem Männer dafür zu finden, heute schon und ich hab mich echt gefragt warum. Inzwischen habe ich eine Ahnung und bin relativ frustriert. Aber beginnen wir nicht mit dem Fazit.

Der #MmH hat andere Dates. Feste Spielpartnerinnen und gelegentlich Einzeldates. Er hat da kein großes Problem etwas passendes zu finden. Wie bereits zu lesen war, hab ich da mal mehr mal weniger Herausforderungen mit. Aber ich kann verstehen, dass er Dinge umsetzt die ihn reizen und ich kann verstehen, dass es andere Frauen reizt mit ihm zu spielen. Und an sich könnte ich ja auch einfach mal wieder die Fühler ausstrecken. Mir das holen was er sich mit diesen Dates holt, etwas Spaß und zumindest eine leichte Befriedigung der Bedürfnisse, wenn auch nicht tiefgehend. Ich kann seit dem Beginn unserer D/s Beziehung ähnliches nicht mehr zu anderen Männern aufbauen, das weiß ich und das ist in Ordnung. Aber benutzt werden und etwas Spanking, das müsste eigentlich gehen.

Also überarbeitete ich nochmal meinen Profiltext im JoyClub, sagte ganz klar was ich suche und wie die Gegebenheiten sind. Was möglich ist, was ich geben kann und was eben nicht. Gleichzeitig merkte ich aber auch, dass ich innerlich nicht so ganz überzeugt war. Aber ich warf mich ins Spiel. Ich suchte selber nach für mich interessanten Profilen, verteilte ein paar gefällt mir bei Bildern oder Profilen. Stellte 1-2 Bilder ein und schaute wer darauf reagiert. Es war das übliche etwas ermüdende Prozedere. Dank der Tatsache dass ich mit mollig schonmal für viele nicht interessant bin, ist es aber zumindest übersichtlich. Und es gab ein paar interessante Kandidaten.

Dabei bin ich jetzt mal ganz ehrlich, ich bin sehr anspruchsvoll. Und zwar, weil ich weiß wie wichtig es für mich ist, das Gegenüber als dominant zu empfinden und wie schwer es ist jemanden zu finden, wo das der Fall ist. Dabei hab ich im Laufe der Zeit einige Männer getroffen die das für mich sind, aber eben auch viele die es so gar nicht waren. Nicht nur weil es eben ohnehin subjektiv ist, aber auch, weil ich eben durchaus ein Standing im Leben habe.

Ein kurze sehr passende Kommunikation hatte ich mit jemandem der beruflich oft in meiner Stadt ist und hier quasi jemanden zur gelegentlichen Benutzung sucht. Was er schrieb war genau meines, ich war begeistert. Schrieb dann aber zur Sicherheit noch, dass ich natürlich von der Benutzung eines Kondoms ausgehe. Das war aber nicht seine Vorstellung und ich ergänzte nochmal meinen Profiltext. Er sagte zwar noch, dass er deshalb lieber keine Frau hat die noch anders datet, aber die Tatsache, dass er in verschiedenen Städten suchte, machte es nur bedingt glaubwürdig, dass er sich selber da auch dran hält. So oder so, das kam nicht in Frage.

Dann hatte ich einen sehr spannenden Austausch mit einem Mann meines Alters in offener Beziehung. Meine Suche war klar formuliert, harter Sex mit etwas BDSM Anteil. Weil wie darauf kamen, gab ich ihm die Adresse des Blogs. 2 Tage später sagte er mir ab, unsere Vorstellungen seien wohl doch zu verschieden. Ich war perplex, harter Sex und Hintern voll, was kann man denn da falsch verstehen? Aber mir kam eine Unterhaltung von vor ein paar Monaten in den Sinn, wo mich jemand versetzt hatte der auch den Blog gelesen hat. Er wäre neidisch auf das was ich bereits erlebt habe und er fühlte sich dem nicht gewachsen. Ich beschloss meinen Blog nicht mehr zu teilen.

Ein weiterer war sehr interessiert, auch besuchbar, ich könne gerne jederzeit nach 19 Uhr vorbei kommen. Vorher geht leider nicht, sein Job und so und das müsse ich verstehen. Klar verstehe ich. Er konnte nur nicht verstehen, dass auch ich einen Job und andere mögliche Zeiten habe. Dass ich nicht bereit war, mich an ihn zu halten und nach einem Kompromiss fragte, konnte er überhaupt nicht verstehen. Tja da war wohl keine Augenhöhe vorhanden, aber so ist das Leben

Dann machte ich den Versuch vielleicht einfach nur auf den harten Sex aus zu sein, den Kopf außen vor lassen. Ich machte ein Date aus auf einem Waldparkplatz. Es fand auch statt. Obwohl er schriftlich den Eindruck machte, dass er mit seinem großen Schwanz gerne und hart vögelt und gerne die Führung übernimmt, kam das real nicht so rüber. Er kam voll auf seine Kosten, würde ich sagen aber ich hatte auch etwas den Eindruck ihn eingeschüchtert zu haben. Gemeldet hat er sich auch nicht wieder und ich mich auch nicht. Ich beschrieb es dem #MmH in etwa so, hätte er das Date für mich ausgemacht, dann wäre es gar nicht schlecht gewesen. Dann hätte mein Kopf anders mitgespielt, denn die Wahl hätte nicht bei mir gelegen und es wäre meine Aufgabe gewesen diesem Mann alles zu bieten ohne für mich viel rauszuziehen. So fühlte ich mich etwas Escort mäßig (ohne da Erfahrung zu haben), ich kümmerte mich um seine Bedürfnisse, versuchte ihm ein gutes Gefühl zu geben in der Hoffnung etwas für mich zu finden was aber nicht da war.

Ich hatte noch ein Date mit einem Mann etwas mehr als 10 Jahre älter, mit einiger Erfahrung und wir verstanden uns gut, dachte ich. Endlich jemand bei dem ich die Dominanz zumindest etwas empfand. Beim Spiel und Sex war es noch nicht perfekt aber ist es ja beim ersten Mal oft nicht. Aber offensichtlich empfanden wir das etwas anders. Er hatte den Eindruck mir hätte es gar nicht gefallen. Ich forcierte ein Gespräch darüber, wir konnten das bereinigen, dachte ich. Dennoch meldete er sich nicht mehr. Und ich war es dann auch müde.

Und natürlich diverse Unterhaltungen der längeren oder kürzeren Art. Völlig Unpassende nahe bei und vermeintlich Passende am anderen Ende des Landes. Nur das hab ich schon, das brauche ich nicht mehr

Und tatsächlich ist mir eines inzwischen klar geworden, ich bin selber das Problem. Und zwar nicht mein Körper oder meine Einstellung, sondern meine Erfahrung. Ich bin nicht mehr die leicht submissive Frau die Erfahrungen sucht und wo jeder Dom ein relativ leichtes Spiel hat. Wo jedes Erlebnis neu und aufregend ist, wo er weiß er kann nicht viel falsch machen, denn ich weiß es ja nicht besser. Nein da ist eine submissive masochistische Frau die ganz klar sagt was geht und was nicht. Die Erfahrung hat und einen Vergleich. Die etwas ergänzen will, was ihr fehlt und die sagen kann was das ist und ob das gut ist. Und ganz offensichtlich setzt das viele unter einen Druck und das schreckt ab. Der #MmH wird durch seine Erfahrung immer Frauen finden, denn Erfahrung wirkt attraktiv und gibt Sicherheit. Ich hingegen möchte ja nicht dass Zepter in der Hand haben, ich möchte niemandem sagen wo es lang geht, es trauen sich aber nur wenige zu das bei mir zu tun.

Und so scheint es, dass meine Erfahrung meinem Bedürfnis entgegen steht. Das ist zwar irgendwie ganz lustig von aussen betrachtet aber auch frustrierend. Nicht nur, weil es für mich frustrierend ist zu suchen und immer wieder auf die Nase zu fallen. Nicht zu finden, was ihm so leicht fällt. Nicht zu bekommen, was mir fehlt. Es verändert auch meinen Blick auf Männer in der Vergangenheit. Männer bei denen ich auch heute noch die Dominanz empfinden würde und wo ich mich frage, warum ich die heute nicht mehr finde. Ob die wirklich nur auf der Suche nach unerfahrenen Frauen sind, weil es einfacher und weniger aufwändig ist? Ich möchte das eigentlich nicht so sehen, aber es fällt mir inzwischen etwas schwer.

Ein richtiges Fazit habe ich noch nicht. Ich bleibe aufmerksam, ich hätte gerne etwas lockeres leichtes für gelegentlich. Aber ich bezweifle immer mehr, dass es das für mich momentan gibt. Ich bin nicht darauf angewiesen, was ich habe ist das was ich brauche. Nur brauche ich es eigentlich häufiger und das ist eben auch das was ich nicht bekommen kann. Vielleicht geht es also tatsächlich nicht, weil das locker leichte mir ohnehin nicht geben kann, was ich brauche oder vielleicht kommt nächste Woche jemand um die Ecke der genau dazu passt.

Ich halte euch auf dem laufenden…

D/s, Machtgefälle und der Kopf

Ich liebe es wenn er mit meinem Körper spielt. Aber noch mehr liebe ich es, wenn er mit meinem Kopf spielt.

Wir haben eine D/s Beziehung und wir haben, wenn wir uns und auch wenn wir uns nicht sehen ein permanentes Machtgefälle. Allerdings nicht so wie sich das vielleicht der ein oder andere vorstellt. Ich bin eine sehr selbstständige Frau und wir haben eine Fernbeziehung mit langen Pausen, das was wir haben muss alltagstauglich sein, sowohl wenn wir uns sehen als auch wenn wir uns nicht sehen. Es gibt ihm und mir nichts mich in Kleinigkeiten zu regulieren und es ist auch nicht machbar. Es gibt Situationen da würden mich viele Doms womöglich auch als wenig devot empfinden, gerade wenn ich kritisch hinterfrage. Aber in letzter Instanz hat er die Entscheidung und auch schon in erster Instanz mache ich was er sagt. Allerdings nicht immer ganz ohne Reaktion. Und meine Nicht-Begeisterung erhöhte seine Begeisterung.

Neulich hatten wir die Situation, dass wir mit einem weiteren „Dom“ zusammen Essen waren. Als der #MmH meinte er hätte noch Lust auf ein Eis er würde aber vermutlich nur noch ein halbes schaffen, da sagte ich „na dann nehme ich die andere Hälfte“. Der andere Dom versuchte etwas ins Machtgefälle reinzukommen und stellte in Frage, dass ich die andere Hälfte überhaupt bekomme. Ich hab meinen endgeisterten Blick hoffentlich etwas unterdrückt. Das sind so Kleinigkeiten, die er nicht bestimmen will. Wir haben kein absolutes TPE. Was natürlich nicht ausschließt, dass er mich vielleicht mal ärgern möchte und genau dies tut, aber nicht generell. Der Reiz liegt für uns nicht darin, dass er mich in Kleinigkeiten bestimmt, sondern dass ich, wenn er das möchte Dinge tue die mir schwer fallen. Ob ich jetzt Eis habe oder nicht, kratzt mich nicht besonders. Ich weiß es gibt Paare wo Dom alles bestimmt, wenn es langfristig funktioniert und es beiden etwas gibt, dann ist das perfekt.

Wir hatten uns sehr lange nicht gesehen, 10 Wochen seit dem letzten Treffen im D/s. Ich kam am Bahnhof an und hatte Sehnsucht nach unserer Verbindung und Nähe. Er spielte aber tatsächlich direkt die D/s Karte aus und fuhr mit mir ins Pornokino. Einige werden jetzt müde gähnen, ich weiß dass es viele gibt die das lieben. Mich hingegen bekommt man da eigentlich nicht freiwillig rein. Es fängt an beim Klientel, es war diesmal ein Pornokino an einem Autohof. Ich hab nichts gegen LKW Fahrer, aber sie gehören im allgemeinen nicht zu meinem Beuteschema. Drinnen umziehen in irgendwas sehr leichtes und dünnes und dann streift er mit mir durch die Räume um Schwänze zu finden die ich blasen darf. Dabei begutachten mich die Männer, fangen an uns hinterherzulaufen bis er sich entschieden hat, wer heute darf. Ich kenne das und ich würde nicht behaupten, dass ich da ein großer Fan von bin. Und an meinem Unbehagen erfreut er sich über alle Maßen. Und mein Gesicht und meine Augen waren mit Sicherheit nicht begeistert als wir auf dem Parkplatz hielten, insgeheim hoffe ich ja immer noch, dass er mich nur herausfordern will und es nicht Ernst meint. Aber das sind die Situationen da diskutiere ich nicht, seine Entscheidung, sein Wunsch und daher meine Aufgabe. Und er weiß auch ganz genau, dass es mir nichts bringt, ich mache das, weil er das möchte und diese Situation im Machtgefälle ist das einzige was meinen Kopf dann kickt.

Jetzt stellt sich bestimmt für einige die Frage warum ich das dann überhaupt mitmache oder ist das womöglich ein unfreiwilliger Zwang? Ich mache Dinge gegen meinen Willen… Aber hey, wir reden hier von einer freiwilligen D/s Beziehung, bereits bevor ich die ernsthaft eingegangen bin, wusste ich was er mag und wozu er fähig ist, welche Dinge und Szenarien er umsetzt, wenn er Lust darauf hat. Und mich kickt eben genau das. Mich zu überwinden zu Dingen die außerhalb meiner Komfortzone sind, weil er es möchte und dabei auf mich aufpasst. Wenn seine Augen aufleuchten, weil ich mich mitten in einem Pornokino breitbeinig vor ihn setze auf ein Podest, so dass ich für alle die schauen entblößt bin. Während ich innerlich schwanke zwischen hysterischem Lachen, Scham und dem Gedanken daran wie unglaublich groß der Unterschied zu meinem sonstigen Leben ist. Das sind Momente in denen bin ich 100% im Jetzt und lebendig.

Unser D/s fordert mich auf der einen Seite heraus, gibt mir Impulse und lässt mich stärker werden. Es hilft mir meine Stärken und meine innere Kraft zu erkennen. Bei einer Spanking Session da kämpfe ich und durchlebe den Schmerz immer Schritt für Schritt. Und auf der anderen Seite gibt es mir Ruhe und Frieden, ein Partner der im gewissen Rahmen auf mich aufpasst, Aufgaben und Rituale die mich halten und das Ausleben meiner submissiven Neigung die einen Widerklang bei ihm findet.

Es ist nicht perfekt, keine Beziehung die ich kenne ist perfekt. Wir haben unsere Probleme und Herausforderungen, ich vermutlich mehr als er. Aber insgesamt gesehen ist es genau das was ich brauche und das ist schon sehr nahe an perfekt. Und um den Bogen zu schlagen zum Anfang. Auf Entfernung reicht manchmal ein Satz und schon bin ich mitten drin im Gefühl, kann spüren was er nur schreibt. Aber nicht auf die Art wie es Kopfkino ist, welches man nicht kennt, sondern auf die unmittelbare Art, weil ich weiß wie es sich anfühlt. Und das ist wirklich ganz unglaublich beeindruckend immer wieder.

Über Hürden und Unsicherheiten

Ich war am Wochenende auf einer Playparty und ich habe Menschen getroffen die mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen sind. Unter anderem wurde mir dort auch gesagt, dass mein Blog empfohlen wird an Personen die selber noch nicht so recht wissen, ob BDSM ein Teil ihrer Sexualität ist. Mich hat das sehr gefreut und der Abend hat insgesamt einen Anstoß gegeben etwas über das Wochenende zu schreiben.

Es war ein für mich anfangs schwieriger Tag. Dazu muss ich etwas erklären und bin ganz ehrlich. Wir haben eine offene polyamore Fernbeziehung und da läuft manchmal etwas ganz schön schief. Wir hatten uns für ein paar Tage gesehen vor 2 Wochen, sonntags fuhr ich recht entspannt nach Hause, wusste ich doch wir sehen uns in 2 Wochen wieder. Ich wusste auch, dass er nächstes Wochenende ein anderes Date mit BDSM haben würde. Das machte mir nicht so viele Gedanken, hatte ich doch Nähe getankt und Freitagnachmittag bis Sonntagmittag habe ich ja ohnehin immer viel Familie. Am Mittwoch rutschte ich ziemlich in den Drop und dann erfuhr ich, dass das Wochenenddate von Donnerstagmittag bis Montagmittag dauern würde und eben nicht nur das Wochenende. Vielleicht erscheint das für den ein oder anderen nicht so relevant, ich mitten im Drop wusste, dass ich da so nicht würde mit umgehen können. Aber die Entscheidung dazu lag nicht bei mir. Dass ich so wenig Zeit haben würde um mich darauf einzustellen, dieses Versäumnis lag auf seiner Seite. Ich kann gut damit umgehen, wenn er Sexdates hat. Reine Spankingdates sind ebenfalls nicht das große Problem. Aber Dates die beides verbinden haben eine andere Intensität in meinem Kopf. Dann ohne Vorwarnung über 4 Nächte, war für mich einfach zu viel.

Am Donnerstagabend fuhr ich dann auch emotional komplett gegen die Wand und er schaffte es nicht mich da aufzufangen, hatte natürlich auch den Kopf nicht dafür, war ja bei seinem Date. In den Tagen darauf auf Twitter ein Bild mit Spuren zu sehen, die mir zeigten was er machte, während ich kämpfte, gab mir tatsächlich den Rest. Von Montag an schlossen sich bei ihm Tage mit extrem viel Arbeit an, in solchen Zeiten gibt es wenig Kontakt. Es verfestigte sich das Gefühl, dass ich gerade keinen Raum bei ihm habe. Auch wenn ich rational wusste, dass das nicht stimmt.
Kurz gesagt, ich war unsicher, noch immer nicht wieder auf der Höhe, etwas verletzt und mir fehlte unser gemeinsamer Halt.

Als er Samstag zu mir kam, war zwar sofort die Vertrautheit da, aber die Woche hatte Spuren hinterlassen. Das übers Knie legen zur Begrüßung, welches wir für uns eingeführt haben, weil es mir hilft bei ihm anzukommen, brachen wir ab. Ich war empfindlich und konnte es nicht ertragen. Er befand, es braucht jetzt Liebe statt Hiebe. Und das half um zumindest einen Teil in mir wieder zur Ruhe kommen zu lassen.
Abends waren wir auf einer Playparty angemeldet und vorher bereits mit einigen Paaren zum Essen verabredet. Das war wirklich schön, stimmig und ein perfekter Einstieg. Gut eingestimmt und mit gehobener Laune fielen wir in der kleinen Location ein. Ich hatte den Zeremonienmeister und Scotty lange nicht gesehen, geschweige denn Spielen gesehen. Ich genoss das in vollen Zügen. Wir kramten alte Geschichten von gemeinsamen Erlebnissen raus und ich begriff wiedermal wieviel Glück ich gehabt habe auf meinem Weg an wirklich tolle und interessante Menschen und verantwortungsvolle Sadisten zu geraten. Scotty glücklich mit Partnerin zu sehen, machte mich auch unglaublich froh. Und ihm beim Spielen zuzusehen, ist ohnehin immer wieder ein Highlight für mich. Die Begeisterung und Leidenschaft die darin liegt, die berührt mich soviel mehr als ich es beschreiben kann.

Dann wollte mich der #MmH wieder übers Knie legen und wieder hatte ich dasselbe Problem wie ein paar Stunden vorher. Ich machte mir tatsächlich Gedanken, ob etwas kaputt gegangen ist zwischen uns. Ich bemerkte erstmal nur laut, dass ich wohl sehr empfindlich sei heute. Ich sehnte mich aber auch nach dieser Intensität. Also bat ich ihn, dass wir das in den Spielraum verlegen, wo nicht alle meine ganz weit oben schon wartenden Tränen sehen würden. Ich habe kein Problem mit Tränen beim Spanking, aber die anstehenden Tränen würden nicht aufgrund des Schmerzes kommen, sondern aufgrund der emotionalen Überforderung die ich irgendwie noch hatte.

Also begaben wir uns in das Spielzimmer, es waren noch 2 Paare mit uns dort. Es war kein Bock frei aber eine Art Liege auf die ich mich mit dem Oberkörper legen konnte. Dann begann er mit den Händen zu schlagen und es war ganz anders als befürchtet. Er fing etwas langsamer an, gab mir Zeit und ich konnte komplett abschalten. Die Tränen die ich so gefürchtet hatte blieben aus, zumindest die der Überforderung. Seine Hände und das Schlagseil, später noch ein paar geliehene Werkzeuge von Scotty, er hörte irgendwann auf, nicht weil ich nicht mehr konnte, sondern weil er Sorge hatte mich kaputt zu machen. Was vollkommen unbegründet war, Spuren hab ich so gut wie keine behalten, leider. Ich glaube ich brauchte diesen festen Bezugspunkt der Liege, beim übers Knie legen habe ich keinen Halt und ohne inneren und äußeren Halt war es wohl einfach zu viel. Tatsache ist, hätte es auch da nicht funktioniert, dann wäre es bei einigen wenigen Schlägen geblieben, egal ob Playparty oder seltene Gelegenheit oder Machtgefälle. Es kann zuviel kaputt gehen, wenn man Dinge durchzieht, nur weil man meint man müsse das. Und damit meine ich tatsächlich weniger körperlich als seelisch.

Er hatte an diesem Abend noch den ein oder anderen Hintern unter seinen Händen. Ich hatte schöne und anregende Gespräche. Es gab eine Situation wo er mir hinterherkam um sicherzugehen, dass es mir gut geht, er achtete auf mich. Ich war für den Moment wieder heil. Dennoch muss ich an meinem Selbstschutz arbeiten, diese Dinge gehen bei mir tief und die Diskrepanz in den Bedürfnissen und Empfindungen bei uns Beiden ist immer wieder eine große Herausforderung für mich.

An dem Abend diskutierten wir noch lachend über die im JoyClub so übliche Einordnung in „sadistisch“ und „eher sadistisch“. Der Zeremonienmeister, selber ein Sadist vor dem Herrn, meinte er hätte da „eher sadistisch“ stehen, weil er sich nie anmaßen würde sich gleich einzuordnen wie Scotty. Und eigentlich ist es bei mir ja das Gleiche. Ich hab „eher masochistisch“ stehen, weil ich im Vergleich zu manchen anderen wirklich nicht so besonders maso bin, meiner Meinung nach. Offensichtlich haben aber andere einen anderen Blick auf mich. Und vielleicht werde ich das tatsächlich mal ändern, selbst wenn es eigentlich wirklich total egal ist. Und mit ändern meine ich nicht auf irgendeinem Profil, sondern in meinem Kopf. Mein Kopf der mir immer noch sagt, dass ich zwar das Bedürfnis danach habe masochistisch zu sein aber in Wirklichkeit gar keinen Schmerz ertrage.

Schmerz als Strafe oder nicht – Gedanken

Ich hab noch nie mit einem Mann länger gespielt, der mit Schmerz straft. Insgesamt ist Strafe etwas, das für mich einiges an Vertrauen und Tiefe braucht. Obwohl ich mich ursprünglich nie als besonders masochistisch angesehen habe, waren die meisten meiner Spielpartner einfach Sadisten die Spaß am Schmerz hatten und keinen anderen Grund brauchten.

Dennoch ist das Thema Strafe natürlich immer mal aufgekommen.
Ich erinnere mich an den Musiker, ich hatte meine Highheels vergessen und sollte mir selber überlegen, was eine angemessene Strafe ist. Natürlich hab ich mir etwas einfallen lassen und das Ganze war für ihn eine amüsante Sache. Dennoch ist und war für mich das „Spiel“ mit der Strafe schwierig. Denn als allererstes möchte ich für meinen Partner alles richtig machen. Ich gehöre z.B. zu den Frauen die gerne vorher Vorlieben bei der Kleidung nachfragen und sich dann bemühen das umzusetzen, ich bin da rein submissiv und möchte meinem Partner seine Wünsche erfüllen.

Wenn ich etwas offensichtlich „falsch“ mache, eine Regel missachte oder Aufgabe vergesse und eine „Strafe“ bekomme, dann bricht in mir erstmal eine kleine Welt zusammen. Ich bin tatsächlich extrem betroffen und fühle mich nicht gut damit, einfach weil das meine Art ist. (Ich habe eine Ahnung wo das herkommt aber das ist nicht relevant dafür). Das hat neben dem Gefühl des Versagens noch das Gefühl des kleinen Kindes, schon diese Tatsache an sich ist für mich eine enorme Demütigung. Und ich denke es ist nicht falsch zu sagen, dass Schmerz als Strafe für mich eine Demütigung ist. Und diese Demütigung trifft mich viel tiefer und heftiger als der Schmerz, selbst wenn der für den Moment gefühlt stärker ist. Wenn mein BDSM auf Dauer auf diesem Strafe-Schmerz Kontext ausgerichtet wäre, dann könnte ich Schmerz für mich nicht als etwas Positives und Befreiendes annehmen und er würde für mich keine Intimität bedeuten. Schmerz und Strafe wären eine Demütigung.


Nun habe ich, durch Zufall vermutlich, immer andere Partner gehabt. Diese haben den Schmerz als Zweck an sich gesehen. Ich konnte den Schmerz ohne negatives zusätzliches Gefühl kennen lernen. Es war immer freiwillig, es war oft ein Kampf mit mir selber, Überwindung und Grenzerfahrung. Und gerade in den letzten 2.5 Jahren war es dann auch immer ein runterkommen in Armen die mich hielten und beschützten.
Ich hab an anderer Stelle geschrieben, dass wir Strafen haben, warum wir sie haben und die Strafen treffen mich sehr. Aber sie sind völlig unabhängig vom Schmerz, sie erreichen ihren Zweck auf ganz andere Art und Weise. Die ein oder andere hat er mir auch schon erlassen, weil bereits das Wissen um mein „Versäumnis“ bei mir so viel auslöst, dass es schon an eine Strafe herankommt. Auch hier werde ich hinterher aufgefangen und gehalten, dennoch sind solche Strafen für mich verbunden mit einer Demütigung und daher nicht positiv.


Wenn Strafen einen rein Spielerischen Kontext hätten, es also klar wäre, dass es nur darum geht, dass Schläge gesammelt werden, ohne dass ich wirklich etwas falsch gemacht habe, dann wäre es für mich ohne negative Kopplung möglich. Nur ganz ehrlich, warum dann erst das drum rum? Warum dann nicht gleich ohne den Umweg der Strafe?
Ich möchte kein BDSM welches mich demütigt (außer im sexuellen Kontext), ich möchte eines welches mich stärkt und ausgleicht. Ich fordere meinen Partner durchaus verbal heraus, damit muss er umgehen können, auch im Wissen, dass er mit mir machen kann was er möchte, im Rahmen unserer Absprachen. Wenn es also direkt einen Rückläufer gibt und er es mir lächelnd heimzahlt, dann ist das für mich keine Strafe sondern nur eine Konsequenz aus meinem Verhalten. Eine Konsequenz ist etwas was mich persönlich nicht demütigt, auch wenn ich sie vielleicht das ein oder andere Mal nicht so abgesehen habe.
Er hat sich bewusst für mich als Sub entschieden, mit allen meinen Eigenarten und hat Regeln festgelegt. Solange ich diese nicht missachte, braucht es keine Strafe sondern vielleicht nur etwas Erinnerung an das Machtgefälle gelegentlich.


Ich weiß, dass einige den Strafe Kontext brauchen um Schmerz akzeptieren zu können, oftmals wohl auch, wenn eben weniger Sadismus oder Masochismus vorhanden ist. Und wer damit gut umgehen kann, für den ist es dann wohl auch das Richtige. Ich kann es nur nicht ohne mich damit selbst klein zu machen anstatt zu wachsen.

D/s auf Entfernung

Ich lese immer mal wieder, dass es einigen zu wenig wäre sich nur alle paar Wochen zu sehen, gerade in einer D/s Beziehung. Und ja mir ist es auch zu wenig, aber die Gegebenheiten sind nun mal wie sie sind, da kann ich nichts dran ändern. Auch wenn es eine bewusste Entscheidung dafür ist, trifft man den passenden Partner eben leider nicht immer in der Nähe. Oder es entwickelt sich aus einer lockeren Spielpartnerschaft etwas unglaublich Schönes, weil es einfach zwischen zwei Menschen passt. Nun gibt es also plötzlich diese Verbindung, Vertrauen auf beiden Seiten und dann die Entfernung. In unserem Fall eben auch die Poly Situation und sein Asperger. Es gibt so unglaublich viele Herausforderungen.

Das meiste ist zu erschlagen mit Kommunikation, sehr viel Kommunikation. Eine D/s Verbindung ist, wenn sie nicht nur für den Zeitraum einer Session besteht, etwas das unglaublich viel Verantwortung und Zeit auf beiden Seiten bedeutet. Man kann dann nicht Alltag und BDSM komplett trennen. Es entsteht eine Partnerschaft in der die eine Seite sich sehr stark öffnet, nur auf Wunsch des Doms Dinge tut und Regeln einhält. Sich Regeln unterwirft die vielleicht aus objektiver Sicht nicht ganz nachvollziehbar sind. Und auch der Dom öffnet sich auf seine Weise. Man lernt den Anderen auf eine sehr intensive Art und Weise kennen. Für mich war es anfangs fast erschreckend, wie leicht mir das fiel, wie natürlich sich das anfühlte mich zu öffnen. Und wie unglaublich leicht man den Bezug dazu verliert was ist noch „gesund“ und wo gebe ich womöglich zu schnell zu viel Vertrauen. Sich einerseits gesund hinterfragen und andererseits vertrauensvoll loslassen, ist ein kniffeliger Spagat.

Außerdem lebt man in diesem On/Off Zustand, entweder 100% Nähe, D/s, Erlebniss oder nur Kontakt über die Ferne. Was in einer normalen Beziehung schon wahnsinnig anstrengend ist, ist in einer D/s Beziehung manchmal eine Zerreißprobe. Der Drop nach einem Wochenende ist wirklich heftig und frisst manchmal fast die positive Energie des Treffens auf. Es hilft mir, dass wir Dinge des Alltags teilen. Wenn wir uns sehen, ist das D/s, so wie auch sonst, immer präsent, aber es gibt eben auch Alltagsdinge. Wir helfen uns und übernehmen eine Verantwortung für den Anderen auch im normalen Alltag. Nicht viel, aber es trägt diese Dinge zu haben. Eine D/s Beziehung kann und darf meiner Meinung nach nicht nur auf den BDSM Teil beschränkt bleiben. Damit meine ich nicht, dass der D/s Einfluss zwingend auf den Alltag ausgedehnt werden soll, sondern dass man dadurch den Rahmen erweitert in dem man sich Auffangen kann, eine Basis schafft, die das Vertrauen auch wirklich trägt. Ich könnte mich nicht so einlassen, wie ich es tue, wenn ich immer in Frage stellen müsste, ob er Dinge meines Alltags bedenkt. Ob er im Blick hat, dass gewissen Dinge gehen und andere nicht, dass ich in einigen Situationen anders handeln muss, dass er auch hier auf mich und meine Bedürfnisse achtet. Und andersrum kann ich dadurch besser einschätzen, wann er den Kopf nicht frei hat für das D/s, kann etwas auf ihn achten, kann die Sub zurücknehmen und die Partnerin mehr in den Vordergrund stellen.

Der Reiz mich als Sub vollkommen in diese mentale Abhängigkeit zu begeben, ist nicht zu unterschätzen. Ich möchte „Seins“ sein, ich möchte, dass er über mich bestimmt, mit meinem Kopf spielt und mich hält. Aber ich habe eben auch noch ein restliches Leben, dafür trage ich die Verantwortung und da muss ich ebenfalls 100% da sein, in meinem Job, als Mutter, als Ehefrau, als Tochter, als Freundin, diese Aufgaben sind meine Verantwortung und auch die Tatsache seine Sub zu sein, hebt diese Aufgaben und Rollen nicht auf. Ich habe aber durch ihn eine weitere Person die mir da hilft, sei es manchmal einfach durch mentale Unterstützung, Rat oder tatsächlich durch aktive Hilfe. Auch hier natürlich im Rahmen des auf Entfernung machbaren. Aber dadurch kennt er fast alle meine Seiten (zumindest sehr viele) und kann seiner Verantwortung als Dom besser nachkommen und kennt die positiven und negativen Trigger. Wenn man sich oft sieht, ist das leichter, man ist näher dran, man kann einfach mal durch ein Treffen Dinge abfangen, durch körperliche Nähe eine Verbindung schaffen, oder im Alltag etwas abnehmen.

Manchmal finde ich unsere tägliche Kommunikation hat etwas wenig D/s Anteile, auf der anderen Seite hält uns das in Waage. Bei langer Pause geht meine innere Sub sehr auf Tauchstation, dann hadere ich sehr. Wenn er in der Zeit Dates mit BDSM Anteil hat, kämpfe ich sehr. Es ist nicht die klassische Eifersucht, sondern die Sehnsucht nach dem was fehlt. Da kann ich dann nicht rational sein und mich freuen, dass er zumindest sein Bedürfnis decken kann. Das ist einer der Nachteile, ich kann mich BDSM technisch nicht mehr wirklich auf andere einlassen, weil ich dafür immer etwas Machtgefälle brauche und ich in ihm da einfach den für mich perfekten Partner habe. Aber wir reden und zumindest meine Verlustangst, die ich aufgrund anderer Erlebnisse vor ihm stark hatte, ist deutlich weniger geworden. In diesen langen Pausen übernimmt dann eben die „normale“ Bindung von uns etwas mehr. Die tägliche Aufgabe lässt das D/s aber nie ganz untergehen, wir sind immer Dom und Sub. Und ich bin nicht sicher, ob es wirklich so gut funktionieren würde, wenn wir bei langer Pause immer das D/s gleich hochalten würden. Ich liebe dieses Kribbeln in bestimmten Bereichen meines Kopfes, wenn er auch auf Entfernung das D/s triggert, ich finde es faszinierend und es macht mich glücklich. Aber es braucht eben auch Realität, sonst wird es irgendwann frustrierend.

Manchmal denke ich, dass wir mehr intensive Erfahrungen gemacht haben als wir noch „nur“ Spielpartner waren. Als unsere Zeit fast ausschließlich mit verschiedenen Spielarten gefüllt war. Aber das ist ein Trugschluss, denn zum einen hatten wir anfangs deutlich weniger Zeit am Stück, mussten diese also gut nutzen und zum anderen ist anfangs immer alles zum ersten Mal und deshalb neu und aufregend. Es war neu und aufregend aber deshalb nicht unbedingt intensiver und tief gehender. Es braucht eine Entwicklung, weil man auf diesem Stand des aufregenden Neuen nun mal nicht ewig bleiben kann.

Ich weiß nicht wie oft ich ihm geschrieben habe, was bestimmte Dinge in mir auslösen und was positiv ist und was eher negativ. Wo ich mehr Aufmerksamkeit brauche, wo einen anderen Umgang mit Dingen oder Situationen. Besser wäre es das im Gespräch zu tun, aber nicht immer möchte ich die wenige Zeit die wir haben, damit füllen. Aber wir haben unseren Weg damit gefunden und ich glaube es ist trotz der ganzen Herausforderungen ein guter und erfolgreicher Weg der uns beiden gut tut.