Die dominierende Sub

In den letzten Wochen kam dieses Thema immer wieder in meine TL, von verschiedenen Seiten. Wenn ich mich nun dazu äußere, braucht sich also bitte niemand persönlich und alleine auf die Zehen getreten zu fühlen. Und es ist nur meine Meinung, die ist wie immer nicht übertragbar oder allgemeingültig für Jedermann.

Immer wieder wird aktuell die Frage gestellt ob nicht Sub die eigentliche Dominanz hat, den Dom dominiert und mit dem Safeword alle Fäden in der Hand hat. Ich finde es gut sich Fragen zu stellen und ich finde es gesund, nicht einfach altbekanntes nachzuplappern. Gerade einige alteingesessene BDSMler sind oft sehr strikt in dem was geht und was nicht. Außerdem hat jeder sein eigenes BDSM, sprich eigene Grenzen, Wünsche und Kinks. Das alles spielt in meine Überlegungen mit hinein. Trotzdem denke ich, dass es gewissen Tendenzen gibt. Zu erst einmal gibt es große Unterschiede ob wir nun von einem Machtgefälle oder keinem ausgehen, da aber im allgemeinen von einer oder einem Sub gesprochen wird, gehe ich von einem Machtgefälle aus. Natürlich kann man jetzt noch unterscheiden zwischen Spielpartnerschaften, Teilzeit und 24/7 Slavin, aber alle diese haben trotzdem den Konsens, dass in den relevanten Momenten um die es mir geht, ein Machtgefälle vorherrscht. Beide Seiten sprechen gemeinsam über Vorlieben und Grenzen, sie stecken einen Bereich ab der möglich ist. Und auch wenn hier sicherlich die Sub mehr Einfluss auf die Grenzen hat, wird auch der Dom sagen, was er mag und nicht mag. Einfach weil es Sinn macht, wenn beide Seiten wissen worauf sie sich einlassen. Jemand der nur Shibari mag, wird nicht glücklich mit Jemandem der nur auf Nadelspiele steht.

Jetzt ist natürlich die Frage dominiere ich meinen Dom dadurch, dass ich sage was ich mag oder dass ich Grenzen vorgebe? Nun wenn ich das ganze sehr einenge vielleicht. Wenn er nur noch Mittwochs zwischen 15 und 16 Uhr genau 10 Hiebe mit einem Flogger verteilen darf, dann sind die Grenzen sicherlich sehr eng gesteckt. Allerdings kann er sich dann immer noch überlegen ob er darauf eingeht. Wenn es ihm nicht passt, weil er das gerne auch Dienstags um diese Uhrzeit tun würde, dann findet man vielleicht einen Mittelweg. Wenn er sich dadurch dominiert fühlt, weil er das ganze 24/7 möchte, dann wird er das sagen und im Ernstfall ist der Weg für diese D/s Beziehung dann bereits im Vorfeld vorbei. Mag sein, einige würden sich dann beschweren, dass Dom zu viel fordert, aber es geht um beide Seiten. Wir sind ja trotz allem Machtgefälle und Dominanzgedöns immer noch in der Freiwilligkeit.

Dom und Sub haben nun also gesprochen und ihre Vorstellungen besprochen die irgendwo zwischen 0 und 100 liegen. Ab diesem Punkt geht in einer D/s Beziehung, wie ich sie verstehe, die Entscheidung und die Macht an den Dom über. Er kann nun im Rahmen der Vereinbarung entscheiden und im Allgemeinen wird er sich auch immer etwas an und jenseits der Grenzen vortasten, sicherlich bleibt er auf Dauer nicht nur im Komfortbereich. Jetzt kommt das Safeword ins Spiel, mit dem ich ihn ja anscheinend auch dominiere. Zunächst sei gesagt, ich habe dieses in meinem bisherigen Leben als Sub nicht verwendet. Das ist nichts worauf ich stolz bin, aber es soll erklären, dass für mich dieses Wort eines ist, die aller letzte Reißleine! Es ist in meiner Auffassung nicht dafür gedacht zu zeigen, dass ich keine Lust mehr habe, sondern wenn aus irgendeinem Grund mein Dom falsch einschätzt wie es mir geht, dann ist das mein Not aus. Natürlich habe ich damit eine Möglichkeit in der Hand alles abzubrechen, aber wenn ich das so häufig nutzen muss, dass mein Dom sich dadurch dominiert fühlt, dann ist in der Kommunikation zwischen uns etwas wirklich schief gelaufen. Sei es dass er meine Reaktionen nicht lernt zu lesen, weil er nicht aufmerksam ist, dazu gar keine Lust hat oder weil ich nicht das richtige Feedback gebe. Oder weil seine Annahmen was ich möchte komplett von meiner Realität abweicht. Wobei wir wieder beim Rahmen sind der anfangs gesteckt wird. Dominiere ich ihn also damit? Ich denke als der ungeschütztere Teil in so einer Beziehung, ist der Rahmen und das Safeword das Auffangnetz, aber sicherlich nichts womit ich ihn dominiere. Nicht nur Sub kann eine Session oder eine Beziehung abbrechen, auch Dom kann das. Wenn ich ihm auf der Nase rumtanze, dann wird er darauf reagieren, erst mit „Erziehung“, Kommunikation und am Ende mit der Frage ob unsere Bedürfnisse, Vorstellungen und Wünsche tatsächlich kompatibel sind.

Im miteinander gibt es sicherlich Situationen wo Sub versucht herauszufordern und vermutlich auch durchaus erfolgreich. Schlussendlich ist es ja etwas was beiden Spaß macht und auch machen soll, sonst kann ich mir auch einen narzisstischen Chef suchen. Wenn ich nun also mit dem Hintern wackele und er darauf einsteigt und mir ein Spanking gibt, habe ich dann dominiert? Ich denke ich habe ein Signal gegeben oder den Wunsch nonverbal geäußert, dass ich Lust darauf hätte. Ob er es wahr nimmt oder nicht, liegt nicht in meinem Ermessen. Und wie er es wahr nimmt auch nicht. Schon so manches Mal war der innerliche Aha Effekt in Zukunft doch lieber vorsichtig mit Wünschen zu sein. Niemand sagt, dass Dom keine Wünsche erfüllen darf. Sub ist keine Wunschzettelsub, nur weil sie ihre Bedürfnisse kommuniziert. Wenn sie dauerhaft erwartet, dass ihre Wünsche erfüllt werden und zwar genau nach ihren Vorstellungen, dann kommen wir in diese Ecke. Aber zwischen der höflich vorgetragenen Popowackelbitte und einer dominierenden Forderungen liegen dann doch ziemliche Spannbreiten an Interaktion.

Ich stelle mir hingegen manchmal die Frage, warum diese Thematik so oft aufkommt. Liegt es vielleicht daran, dass es in der heutigen Zeit eher verpönt ist eine Frau oder Person zu dominieren? Dass es eben kein Machtgefälle mehr gibt, egal ob aus Geschlechter oder Herkunftssicht? Dass die Überlegung, dass ja eigentlich Sub die wahre Dominanz hat, die Entschuldigung dafür ist, dass man aber genau daran Spaß hat? Aber braucht es im BDSM so eine Entschuldigung? Ich weiß, dass nicht jeder damit gut klarkommt, mit dieser Schere zwischen dem was man mag und was gesellschaftlich akzeptabel ist. Aber für mich gilt tatsächlich eines. Wenn ich Sub bin, dann möchte ich nicht den Stempel der Dominanz bekommen. Ich mache das, weil ich darauf stehe von meinem Herrn dominiert zu werden, weil es mich kickt eben keinen Einfluss zu haben, ich stehe darauf für seine Wünsche da zu sein. Und wenn ich gerade nicht das bekomme, was ich mir vorstelle, ist das im nachhinein oft mein größter Kick. Natürlich habe ich ihm dazu das Recht gegeben und wir reden immer wieder über den Rahmen, aber die Grundlage ist „er führt, ich folge“ und nicht „er führt und ich sag ihm wohin“.

Ein Korsett auf Maß

Mein allererstes Korsett war ein relativ günstiges von einem Onlineshop, ein Unterbrustkorsett. Eigentlich wusste ich gar nicht so genau wozu man das trägt, aber ein Spielpartner hatte mich auf den Gedanken gebracht. Es passte sogar relativ gut und für 1-2 Treffen war es auch ganz in Ordnung. Es zwickte dann doch hier und da und richtig geschnürt habe ich es definitiv auch nicht.

Als nächstes kaufte ich ein „Gebrauchtes“ Überbrustkorsett, das war wohl in der falschen Größe bestellt worden und daher neuwertig. Es war von Corset Story aus England (www.korsetts-de.com) und am Bauch etwas länger. Es war ein unglaublich schönes Korsett, ich hatte damit auch ein tolles Shooting und mein absolutes Lieblingsbild von mir entstand in dem Korsett. Leider war es mir tatsächlich auch ein Tick zu groß und so war es immer komplett zugeschnürt und trotzdem nicht eng genug. Daher hab ich es schweren Herzens auch wieder verkauft und mir ein ganz ähnliches von der gleichen Firma gekauft. Das war es am Bauch ein klein wenig kürzer, trotzdem sehr schön und ich trage es immer noch gerne. Dazu gesellte sich dann ein besser passendes Unterbrustkorsett, welches ich auch zum Tanzen gehen über Kleider zog. Erweiterte massiv die Möglichkeiten meiner Garderobe. Und wenn man erstmal Feuer gefangen hat, dann schaut man immer mal nach und so gesellte sich noch ein tolles rot/schwarzes Korsett mit Pailletten dazu. Es zeigt sich aber, dass ich gar nicht so oft die Möglichkeit habe eines zu tragen und so schaffte es das bisher maximal auf Bilder. Außerdem hörte ich auf nach schönen Korsetts zu stöbern, ich hab einfach nicht den Bedarf daran und bezahlt werde ich für Bilder ja nicht. 😉

Was aber bei allen Korsetts ein Thema war, irgendetwas passte immer nicht so 100%. Beim Unterbrustkorsett piekten mir immer die Stäbe seitlich unter der Brust mit der Zeit und da hilft dann auch kein zuppeln. Ich hörte von Korsettschneiderinnen und auf Twitter und auch zu anderen Gelegenheiten stolperte ich über eine Manufaktur in Berlin: TO.mTO (www.tomto.de). Bei Tara sah ich ein wunderschönes Korsett von dort und laß ihre Erfahrungen. Und so kam es, dass ich mir als meinen eigenen Traum vornahm mir irgendwann ein maßgeschneidertes Korsett anzuschaffen. Ich hatte zwar keine ganz klare Preisvorstellung aber mir war schon bewusst, dass es eben doch deutlich teurer sein wird. Handarbeit aus Berlin mit Anprobe und Änderung und das in tollem Design. Aus Zeit, Geld und auch etwas aus „brauch ich das wirklich“ Gründen, verschob ich dieses Thema allerdings immer wieder.

Dann waren wir auf unserem ersten Abend der O und ich sah tolle Kleider. Ich hab selber auch eine O taugliche Kombi, bestehend aus dem Unterbrustkorsett und einem Rock der O. Allerdings der Rock nicht so 100% passend, der klebte mir aufgrund meiner kurzen Beine immer direkt unter dem Busen und das Korsett piekte eben. Schon OK aber nicht so, dass es mir ein wirklich tolles Gefühl gab. Sozusagen die Einsteiger „ich will es erstmal ausprobieren und nicht zu viel ausgeben“ Variante. Ich hatte ja bisher auch nicht wirklich den Bedarf danach gehabt. Jetzt wurde der Wunsch doch etwas größer und ich schaute nach Kleidern. Ich wollte aber auch nicht dafür durch Deutschland fahren müssen und es sollte definitiv genau für mich passend sein. Während der Corona Phase jetzt ist zwar mit Events gar nichts los, aber das Thema Korsett ging ich dann ganz spontan an. Ich fragte nach einem Termin und fuhr zu TO.mTO

Der Laden hat einen Showroom wo es auch Korsetts von der Stange gibt. Eine unglaublich nette Mitarbeiterin führte mich dadurch, beantwortete Fragen und stellte selber erstmal ein paar zu meinen Erfahrungen und Vorstellungen. Es war klar ich möchte keines von der Stange, aber anhand der vorhanden konnte ich mich schnell für einen Schnitt entscheiden. Ich wurde in verschiedene Korsetts reingeschnürt und da klar war es wird geschneidert, kam auch Tonia die Besitzerin dazu. Und mir wurde auch gleich noch gezeigt, dass sie auch einen Rock der O dahaben und ich konnte den schonmal testweise zu einem der Beispiel Korsetts anziehen. Ich war leicht zu überzeugen, immerhin war genau das mein Begehr. Es folgten meine Abmaße, die Erkenntnis dass ich einen langen Oberkörper habe (das war unerwartet) und ein genaues anpassen auf meine Kontur, z.B. auch unter den Brüsten. Die Stoffauswahl war dann auch gar nicht so schwer, ich wollte gerne etwas mit rot und es gab einen wunderschönen Wendesatin in rot/schwarz, zudem knitterfrei, dass ich es aus dem Koffer heraus ohne lange Bügelarien anziehen kann. In Zeiten von fehlenden Events und anderen Möglichkeiten war das schon fast ein kleines Kinky Erlebnis. Auch der Raum an sich mit den verschiedenen Stücke hat einfach eine total schöne Atmosphäre. Und alle mit denen ich Kontakt hatte, waren einfach super nett und freundlich. Ein rundum schönes Erlebnis zum Wohlfühlen. Der Preis war etwas über meiner Vorstellung, aber wenn man spontan noch einen Rock dazu wählt ja auch kein Wunder. Ich zahlte an und freute mich wirklich sehr.

Im neuen Jahr dann der Termin zur Zwischenanprobe. Ich hab einfach selten Zeit und Muße in Ruhe einkaufen zu gehen und zur Schneiderin mal gar nicht, daher war das wieder ein kleines Event für mich. Das Korsett noch ohne Stäbe und der Rock mit offenem Saum. Aber der Blick in den Spiegel zeigte mir schon ein unglaublich tolles Bild. Mir wurde in Ruhe das System des Rocks erklärt, der nämlich aus 2 Teilen besteht und wenn man nur einen Teil trägt, kann man das ganze auch so etwas im Burlesque Stil hinten zusammen raffen, dank der Schlaufen die eingearbeitet sind und sonst dazu dienen den Rock bei Bedarf hochzubinden. Ob ich die Option mal benutze weiß ich noch nicht, so klassisch gerne zeige ich meine Beine ja nicht, ausprobieren werde ich es sicherlich. Wir machten 2-3 Bilder und so kann ich mich schon darauf freuen wie es am Ende tatsächlich aussehen wird. Außerdem wurden noch kleine Änderungen angezeichnet und da ich die richtigen Schuhe dabei hatte auch die Länge des Rocks festgelegt. Da der aber gebunden wird, ist hier tatsächlich noch ausreichend Flexibilität für höhere oder flachere Schuhe.

Ein weiteres Mal werde ich diesmal nicht hingehen, auch wenn alles mit Maske und möglichst wenig Kontakt abläuft, sollte man das ja so gering wie möglich halten. Ich bekomme das Korsett mit Rock also in den nächsten Wochen zugeschickt. Und es ist kein Thema für dieses Jahr, aber wenn ich mich darin so wohl fühle wie ich das momentan vermute, dann werde ich sicherlich noch ein Überbrustkorsett irgendwann nachfolgen lassen. Preisspannen kann man übrigens auf der Seite finden, da das je nach Stoff und Ausstattung sehr individuell ist, würde das jetzt hier nicht viel bringen.

Kurze Anmerkung, das ist keine Werbung sondern nur ein Erfahrungsbericht, ich hab nichts dafür bekommen.

Betteln oder „tease and denial“

Es begab sich bei meinem ersten Herrn, dass er verlangte, dass ich um seine Schläge bettele. Und Kira kniete da und dachte sich, warum soll ich darum betteln, du möchtest das doch ohnehin tun. Und die geneigte Leserschaft kann sich vorstellen, dass das nicht gut funktioniert hat. Er wollte, dass ich „besser“ bettele, vermutlich mit mehr Inbrunst und ich war mit der Zeit etwas frustriert, da ich seinen Erwartungen nicht so wirklich gerecht wurde. Denn tatsächlich war mein Wunsch wohl nicht groß genug um überzeugend zu sein. Er verzichtete dann irgendwann darauf, aber ich vermute er war nicht zufrieden.

Ich hab dann bei neuen Kontakten immer gesagt, dass ich nicht gut darin bin zu betteln. Und an sich ist das auch so. Meistens möchte ich Dinge nicht so unbedingt um diesen inneren Schalter umzulegen, viel zu peinlich oder unangenehm ist es mir um Dinge zu bitten oder zu betteln, da verzichte ich dann eher. Und gerade im sexuellen Kontext gibt es selten genug den Drang für mich, um tatsächlich zu betteln. Ich hab das immer eher als ein bei mir „defizitäres“ Thema gesehen, dass ich das eben nicht gut kann.

Das erste Mal hatte ich den Impuls dazu von mir aus beim Barkeeper, der einfach sehr gerne mit dem Orgasmus spielt und dazu sehr gerne diverse Toys einsetzte. Da hörte ich zum ersten Mal den Satz „Ich dachte du bettelst nicht gerne“, verbunden mit einem zufriedenen süffisanten Grinsen. Vielleicht war das Problem also gar nicht nur von mir ausgehend, vielleicht war mein Wunsch oder die Not nur bisher nie groß genug. Das „tease and denial“ nicht auf mich abgestimmt.

Dann kam ein Wochenende mit dem MmH und er wollte mich teasen, indem er mir den Sex verwehrt. Wir hatten uns aber auch 8 Wochen nicht gesehen und er selbst wollte natürlich auch irgendwie Sex, zumindest ein kleines bisschen. Außerdem ist es so, dass ich ja ohnehin schwer komme und daher so ein klein wenig Sex, mir als Benutzung schon einiges für den Kopf gibt. Da ich durchaus mehrere Tage mit ihm ohne Ogasmus verbringe, war also ein klein wenig Sex für mich nicht so schlecht.
Dazu kam ein problematisches Thema welches die Stimmung drückte und der Wunsch für uns mit Verbundenheit auseinanderzugehen dann den Rest des Themas kippte. Sein Plan war also insgesamt eher nicht erfolgreich. Im Nachgang zu diesem Treffen hab ich ihm dann in etwa erklärt, was in mir vorgegangen ist und wo meine Trigger liegen. Man könnte jetzt sagen schön blöd, aber mich kickt es ja auch, wenn etwas funktioniert.

So kam es dann, dass ich neulich am sehr frühen Morgen neben ihm lag und er mich in verschiedene Richtungen teaste. Er reizte meine Nippel und drang kurz in mich ein, ließ mich dann liegen. Als ich gefühlt gerade wieder eingedöst war, fing er wieder an, reizte mich bis ich nass war, weitete meinen Anus und drang leicht in mich ein, wartete dass ich entspannt genug war, dass er komplett eindringen konnte. Dann blieb er still liegen und fragte mich warum ich so komische Geräusche mache, während ich mich unter ihm bewegte und hoffte er würde weitermachen. Und ich sagte so gut beherrscht wie ich nur konnte, dass er bitte weiter machen soll. Und mit amüsierter Stimme flüsterte er mir fragend ins Ohr ob ich ihn gerade bitte, dass er mich weiter in den Arsch fickt. Und vermutlich klang meine Antwort sehr kläglich oder auch nicht, ich hab keine Ahnung. Auf jeden Fall flüsterte er mir noch ein sehr aufreizendes „Schlampe“ ins Ohr, hörte danach einfach auf und ließ mich liegen. Und jetzt machte ich mit Sicherheit sehr klägliche Töne, die ihn allerdings wenig kümmerten, während er sich zum arbeiten an seinen Computer setzte.

Was hab ich also daraus gelernt. Ich bettele tatsächlich nicht gerne, nur wer tut das schon. Aber ich tue es trotzdem, wenn ich etwas genug möchte. Ich finde es deshalb nicht weniger demütigend und was auch immer dann nicht zu bekommen, macht das Ganze nicht wirklich besser. Aber ich kann nicht um etwas betteln, was ich nicht wirklich unbedingt haben möchte. Wenn ich es dann doch machen soll, dann wird es eben eine Standardfloskel die keine Seite glücklich macht. Wer mich betteln hören möchte, muss mich etwas kennen und meine Trigger kennen, daran haperte es dann wohl auch bei meinem ersten Spielpartner. Ich bin wohl nicht devot genug (nicht ernst gemeint) um inbrünstig um etwas zu betteln, was ich gar nicht haben möchte. Auch wenn ich sehr höfflich darum bitten kann.

Aber ist das nicht eigentlich auch der Hintergrund vom Betteln? Etwas ganz unbedingt haben zu wollen? Warum sollte man um etwas Betteln was man eh bekommt oder was einem gerade nicht so wichtig ist? Gibt ja keinen Grund. Sollte es nochmal dazu kommen, werde ich also sagen, ich kann ganz hervorragend Betteln, wenn du mir einen guten Grund dazu gibst. Ist nämlich nicht immer nur auf der eigenen Seite das Problem, auch nicht als Sub.

Kira und der Schmerz

Ich hab nun schon oft über Schmerz geschrieben und ich hab vor über 2 Jahren über meinen Masochismus geschrieben. https://kuiwzss.wordpress.com/2018/12/04/masochismus/?preview=true Aber Dinge verändern sich und ich hab das Bedürfnis mal wieder für mich Bilanz zu ziehen. Wo komme ich her wo gehe ich hin…

Wo komme ich her? Besser gesagt wo war der Start für mich und meinen Masochismus? Der Start war schwierig. Ohne festen Partner waren die meisten Erlebnisse eher grenzwertig. Entweder war es nur der halbherzige Klaps auf den Hintern, der selbst mir kaum weh tat, oder es war gleiche so viel, dass mir die Tränen kamen, aber nicht auf die gute Art. Weil man mir zeigen wollte, dass ich loslassen muss und was möglich ist. Am Ende war ich erstmal der Meinung nicht masochistisch zu sein, weil es nicht mal im entferntesten Lust bei mir hervorrief.

Und ich konnte es ja bei anderen sehen, was es bedeutet Lust zu empfinden durch Schmerz. Das war ganz klar und sichtbar, nichts was nur im Rückblick im Kopf kickt. Aber mit der Zeit konnte ich auch Subs beim Spiel sehen, die Schmerz genau so durchstanden wie ich, und ich konnte die Innigkeit hinterher sehen. Einige dieser Momente und Paare haben sich bei mir tief in die Erinnerung eingegraben. Diese Verbindung zu sehen, direkt nachdem sie vor Schmerz geschriehen hat, das liebevolle Halten und die Hingabe in den Blicken. Nur dass mir die Verbindung fehlte, diese „Belohnung“ für den Schmerz. Erst mit der Zeit wurde mir klar, dass es keine Belohnung sondern Voraussetzung für diese Art des Masochismus ist.

Durch meinen ersten längeren Spielpartner bekam ich eine erste Ahnung was dahinter stecken könnte. Und er sagte den für mich wichtigen Satz: „Entweder du hast die Neigung zum Masochismus oder nicht. Wenn du sie nicht hast, dann würdest du mir einen Vogel zeigen, wenn ich dich schlage.“ Lustigerweise hat mir das für mich und meine Unsicherheiten unglaublich geholfen. Ich konnte für mich akzeptieren, dass ich irgendwie masochistisch bin. Nicht so stark wie andere aber doch irgendwie vorhanden.

Und mit der Zeit wurde mir immer klarer, es hängt bei mir sehr stark am D/s. Je intensiver ich das empfinde, desto besser kann ich Schmerz annehmen und umso mehr bringt er mir selber. Ich war mittlerweile an dem Punkt, wo ich loslassen konnte und mein Kopf durch Schmerz frei wurde. Tränen reinigten meinen Kopf und die Seele. Der Schmerz war meiner und von ihm zugefügt, es gab aber weiterhin keine emotionale Verbindung zwischen ihm, mir und dem Schmerz. Gelegentlich erhaschte ich einen Blick auf meine Lust vor einem Spanking und ich bekam eine Idee vom weiteren Weg für mich.

Dann kam der #MmH. Auch hier reinigte der Schmerz mein Inneres und ließ mich friedlicher zurück. Und mit der Zeit änderte sich meine Wahrnehmung. Er verstand es geschickt seine Lust an meinem Schmerz auf mich zu übertragen. Ich begann seine Freude an meinem Schmerz zu lieben, das Glitzern in seinen Augen, die spürbare Lust. Und je intensiver unser D/s wurde, je weniger groß mein eigener Einfluss, desto mehr erregte mich der Gedanke daran, dass er mir weh tut

Der Gedanke an Züchtigung hat mich schon immer erregt. Mittlerweile ist es aber keine Phantasie mehr, ich weiß sehr genau wie es sich anfühlt. Ich weiß wie sich der leichte ausschließlich erotische Schmerz auswirkt, kenne auch den Schmerz den ich aushalten und veratmen kann, der mich mit der Zeit zum Fliegen bringt, weil die Endorphine überhand nehmen und mein Kopf für nichts anderes mehr Platz hat. Und ich weiß wie sich der Schmerz anfühlt von dem ich eigentlich weg will, wo mein Körper sagt er will weg, bei dem mein Kopf den Körper nicht mehr unter Kontrolle hat. Und ich weiß wie sehr es mich kickt, wenn ich dann nicht wegkomme, wenn er mich festhält, fixiert unter Kontrolle hält. Wenn er über mich in allem bestimmt. Was früher eine Grenzverletzung war die mir nicht gut tat, ist jetzt eine Grenzverschiebung die einen Raum öffnet für ihn und mich. Jetzt bin ich die Sub die hinterher in den Armen ihres Herrn liegt und diesen seeligen entrückten Blick hat und die sich ihm so unglaublich nah fühlt.

Und mein Kopf schafft immer mehr die Verbindung von Schmerz und Lust. Vor kurzem stand ich in seiner Küche und besah mir die roten und blauen Flecken auf der Vorderseite meiner Oberschenkel. Vielleicht fuhr ich mir mit der Hand etwas darüber und machte ein angedeutetes Mimimi, weil er genau weiß, wo es mir mehr weh tut und welche Stellen mittlerweile etwas unempfindlicher sind. Und er hieß mich auf einen Stuhl zu setzen, deutete an wie es wäre, wenn er meine Hände und Füße an den Stuhl binden würde, um dann in dieser Position meine Oberschenkel und die Pussy zu spanken. Und diese paar Schläge, die er nur so nebenbei aber durchaus mit Kraft verabreichte, die waren für mich Lust pur.

Sein Spanking lässt mich nass werden, selbst wenn ich in dem Moment nur den Schmerz wahrnehme. Nicht nur das Kopfkino an mögliche Szenarien, sondern auch die Erinnerung an vergangene Züchtigungen, bringt mich zum Lächeln und ruft Erregung hervor. Aber immer im Bewusstsein es geht um seinen Schmerz, also den von ihm zugefügten. Je besser das D/s funktioniert, je tiefer es greift, desto mehr Lust bereitet mir Schmerz. Ich merke den Unterschied, wenn wir uns in der Vergangenheit mit Paaren zum Spielen getroffen haben. Der Schmerz ist ähnlich aber meine Reaktion eine andere. Auch hier gibt es Abstufungen je nach Vertrautheit.

Wo geht es also hin? Keine Ahnung. Brauche ich aber auch nicht. Es ist eine Reise und auf der sind wir gemeinsam. Vielleicht ist das wie ich es jetzt empfinde bereits mein Optimum, vielleicht ist noch ganz viel möglich. Ich bin da offen und neugierig. In den letzten 3 Jahren hat sich so viel verändert, ich wäre überrascht, wenn es das nicht auch in Zukunft tun würde.

Und vielleicht ist das mein Konsenz. Offen bleiben für Veränderungen, Erwartungen nicht zu hoch hängen und sich Zeit lassen. Personen und Empfindungen verändern sich. Nicht alles aus dem Kopfkino ist in der Realität gut und anderes wird noch viel besser.

Keine Vögeldates mehr für mich…

Ich habe einige Zeit – vielleicht in etwa 3 Jahre über den JoyClub gedatet. Mein Hauptaugenmerk lag da immer auf Dates im BDSM Bereich aber wenn jemand sympathisch war, warum dann nicht auch einfach so zum vögeln. Gerade in der Anfangszeit war es ja auch wie hungrig in einem Einkaufladen stehen, volle Auswahl die nur auf mich gewartet hat. Als Frau hat man es da tatsächlich sehr leicht, selbst wenn man sorgfältig auswählt, es gibt einfach viel „Angebot“.

Und es waren viele unglaublich nette Männer dabei, mit Ausstrahlung, Witz und Charme. Viele spannende Lebensgeschichten und viele schöne Stunden die ich verbracht habe. Unglaublich gerne denke ich an mein Mehrfachdate mit über 2.04 m, den habe ich gelegentlich morgens um 6 Uhr vor der Arbeit besucht um dann gut gelaunt zur selbigen zu fahren. Die Begrüßung war immer etwas witzig, ich hatte ja im Prinzip seine Gürtelschnalle vor der Nase. Blowjobs gaben ihm nicht so viel aber meine Handfertigkeit konnte ich da gut verfeinern. Oder der Geschäftsmann der mich immer als seinen kleinen Urlaub bezeichnete, weil ihm die Stunden so gut gefielen, wenn er auf Dienstreise in meiner Nähe war.

Insgesamt waren es überwiegend nette Treffen aber das war es meist auch, sie waren nett. OK der 2.04 m Mann war heiß. 😉 Sehr schnell habe ich nämlich leider festgestellt, dass ich mich nicht so gut für solche Dates eigne. Ich komme sehr schwer zum Orgasmus, man muss mich und meinen Körper gut kennen oder sich viel Mühe geben um mir mit normalem Sex richtige Lust zu verschaffen. Ich stehe nicht besonders auf Cunnilingus, die Penetration an sich macht Spaß, bringt mich aber nicht zum kommen, außerdem brauche ich bitte einen großen Schwanz (finde das aber als Kriterium für sympathisch schwierig), fingern ist ebenfalls nicht ganz leicht. Und ja man kann das alles kommunizieren aber so für einen ONS, ist das doch ziemlich viel. Wenn mein Kopf nicht gefickt wird, oder ich mich super wohl fühle, dann ist es eben einfach nur nett.

Im Prinzip hat mich meine devote Neigung im Zusammenspiel mit meinem Spaß am Sex gekillt. Ich habe Spaß und Lust daran, den Männern Lust zu bereiten. Ich habe viele große Augen gesehen (keine Ahnung warum), wenn ich gleich zu Anfang auf die Knie ging um mit einem Blowjob zu starten. Nur fehlte mir dann der Egoismus im weiteren Verlauf zu sagen, hey und jetzt bin ich dran. Also wurde es meist eine schöne Vögelei ohne Orgasmus oder nennenswerte Lust für mich. Ich bin in diesem „Egoismus“ einfach nicht gut und zum anderen langweilt es mich tatsächlich, wenn sich ein Mann auf die Fahnen schreibt die Frau stundenlang zu verwöhnen. Es ist also tatsächlich nicht ganz einfach mit mir.

Und das muss ich leider auch sagen, egal was die Männer erzählen wie lange sie das schon machen und wieviel Erfahrung sie haben, für viele ist der Ablauf doch sehr klassisch. Ein wenig fummeln und dann ab die Luzi bis sie kommen, noch ein kurzer Schwatz dann ab unter die Dusche und Ciao bis zum nächsten Mal. Würde ich Geld dafür bekommen, wären es sehr angenehme Dates. Da es aber auch zu meinem Vergnügen sein sollte, ist es eben doch oft etwas einseitig. Natürlich gibt es die Ausnahmen, aber das habe ich bisher nicht geschafft vorher zu erkennen. Und da meine Zeit tatsächlich ziemlich knapp bemessen ist, alleine die Suche nach einem mir passenden Partner einige Zeit kostet und dann eben leider oft das Ergebnis nur nett ist, habe ich für mich damit abgeschlossen. Und da ich ja nun offiziell damit abgeschlossen habe, kann jetzt der perfekte Mann für Vögeldates durch Zufall auftauchen. 😎

Sehnsucht

Zu lange die Pause zwischen unseren Treffen, ich sehe dich und du ziehst mich in deine Arme. Ich lasse dich nicht los, nicht Leidenschaft ist das erste Bedürfnis sondern deine Nähe und unsere Verbindung. Deine Arme, deine Wärme, deine Lippen, dein Geruch und deine Hände. Eine Ewigkeit könnte ich so stehen, endlich zurück in deiner Geborgenheit.

Zu lange getrennt und doch so vertraut. Deine Hände wissen mit meinem Körper umzugehen. Für den Schmerz, für die Lust und für die Nähe. Deine Hand greift meinen Hals und führt mich zur Couch, du nimmst mich von hinten und besänftigst den brennenden Hunger danach dir zu gehören. Deine Hände treffen auf meinen Hintern und wecken die Lust, sie treffen auf meine Oberschenkel, außen und innen, fügen mir Schmerz zu. Schmerz der mich ausweichen lässt, der mich an die Grenze bringt, der mich zum loslassen zwingt. Du bringst meine Hände auf meinen Rücken, verhinderst jede Bewegung und endlich kann ich mich fallen lassen. Mein Gesicht ist nass, meine Pussy auch und mein Kopf ist leer. Für einen kleinen Moment gebe ich mich auf und bekomme dafür alles was mir fehlt.

Ich knie vor dir, mein Kopf auf deinem Bein, deine Hand auf meinem Haar. Ich bin innerlich vollkommen ruhig. Wieder angekommen, endlich.

Strafen im D/s Kontext – Gedanken

Ich hab vor 1.5 Jahren einen Beitrag zu Strafen geschrieben, der so in sich auch noch stimmig ist. https://kuiwzss.wordpress.com/2019/03/20/strafen/ Allerdings ist er aus heutiger Sicht eben nur die Sichtweise der Situation die ich damals hatte. Inzwischen hat sich vieles verändert, mein damaliger Herr ist nur noch eine schöne Erinnerung und dafür habe ich eine völlig neue Situation mit dem MmH. Es existiert ein alltägliches D/s und somit auch eine Grundlage für Fehlverhalten. Etwas über seine Art zu Strafen habe ich hier geschrieben: https://kuiwzss.wordpress.com/2020/01/07/strafe-muss-sein/

Ich hab seitdem viel über das Thema Strafen nachgedacht. Es war nicht die letzte Strafe und auch die danach folgende war in ihrer Art für mich keineswegs schöner als die erste. Es gibt nicht viele Gründe mich zu bestrafen und mal davon abgesehen, dass ich die Strafe tatsächlich als solche empfinde, möchte ich ihm auch keinen Anlass dafür geben. Denn wir reden ja nicht von der kleinen direkten Antwort auf eine etwas freche Reaktion, sondern von der Situation, dass eine Regel, aus welchen Gründen auch immer, missachtet wurde. Und da kommen wir jetzt zu dem Punkt der mir aufgrund von Gesprächen gerade nochmal sehr klar wird. Die Regeln wurden von ihm aufgestellt. Aus welchen Gründen auch immer. Es sind seine Regeln und in dem ich ihn als meinen Herrn angenommen habe, habe ich ihm das Recht dazu gegeben solche für mich aufzustellen. Im Metakonsens kann ich auf Augenhöhe mit ihm darüber sprechen, wenn das für mich gar nicht passt, aber ansonsten ist das sein Recht.

Es gibt meist den Moment vor einer Bestrafungssituation, wo er sagt, dass ich ihm keine andere Wahl lasse, als mich zu bestrafen. Und das ist der Moment, wo für eine Minisekunde das „Aufbegehren“ in mir kommt und ich denke, doch du hast eine Wahl es ist doch dein Maßstab. Aber mir ist klar geworden, nein er hat tatsächlich keine Wahl, selbst wenn die Verfehlung an sich selbst eher unwichtig scheint. Mit dem festen Begeben in einen D/s Kontext und der Vorgabe einer Regel, egal wie sinnvoll sie nun ist oder auch nicht, kann er nicht anders, wenn ich sie breche. Das Machtgefälle und der Kontext erfordern es, sonst wird alles auf Dauer verwässert und verliert ein Stück weit die Grundlage. Er hat mir eine Strafe auch schon erlassen, weil die Strafe die ihm vorschwebte aufgrund der Situation nicht umsetzbar war. Er begnügte sich dann mit einer Entschuldigung auf Knien, aber es wurde nicht einfach übergangen.

Ich denke nicht, dass es ihm selber weh tut mich zu bestrafen, dafür ist er Sadist genug und dafür sind meine Verfehlungen nicht dramatisch genug. Ich missachte nicht aus Absicht oder um zu provozieren. Aber ich vermeide tunlichst, dass er zu oft Freude daran hat.

Tage voller Schmerz (Teil 3)

Nach diesem vollen Tag ließen wir den nächsten Tag ruhig angehen. Also bis auf die ein oder andere Klammer an den Nippeln oder sein Finger an den Lippen, der mir zeigte ich solle auf jeden Fall leise sein, während er telefonierte und mir gleichzeitig mit der Gerte einen Grund zum leise sein gab. Kurz und gut es war ein entspannter Tag. Aber der Nachmittag war bereits seit längerem verplant.

Wir hatten uns bereits vor ein paar Wochen mit einem Paar aus dem JoyClub zum kennen lernen getroffen, wir hatten 3 Stunden kurzweilig verplaudert und beschlossen mal zusammen zu spielen. Dafür hatten wir einen BDSM Spielraum für 3 Stunden gemietet, unverbindlich genug, erschwinglich bei 2 Paaren und niemand muss am Ende alleine aufräumen. Ich war sehr gespannt, denn es war klar, dass wir Frauen etwas anders ticken. Wo ich alles überwiegend aufgrund seines Wunsches und meiner Neigung mache und Fixierung „nur“ dann brauche wenn es an meine Grenzen geht, brauchte sie Fixierung und „Zwang“ generell.

Wir waren als erste da und der MmH räumte in Ruhe seine Tasche aus, ich zog mich aus und meinen Kimono über, für ganz nackt war es einfach etwas frisch. Dann kamen die Beiden und sie zog sich um. Im Gegensatz zu meinem Hauch von Nichts, trug sie hohe Lacklederstiefel und ein Korsett, ich fühlte mich fast etwas underdressed. Ihr Mann führte sie an einer Leine zu einem Stuhl und fixierte sie erstmal mit einer großen Anzahl an Riemen. Ich bekam meine Hand und Fußfesseln und wurde dann auf einen der beiden Strafböcke fixiert. Und weil gerade durch die Beiden zur Hand, bekam ich zusätzlich einen Riemen um den Oberkörper um mich auch da ruhig zu stellen. Viel Möglichkeit mich zu bewegen blieb nicht. Der MmH fing an mich zu bespielen und meinen Hintern aufzuwärmen. Ganz fürsorglicher Dom machte er meine Strapse los und zog mir den Halter aus. Geht ja sonst so leicht kaputt…

Dann führte der andere Dom seine Partnerin wieder zu uns, sie machten kurz bei uns halt, sie lehnte sich für einen kurzen Moment und ein paar Schläge über mich und anschliessend fixierte er sie auf dem zweiten Strafbock, der Kopf an Kopf mit meinem stand. Wenn ich den Kopf hob, konnte ich sie ganz nah sehen und natürlich auch hören.

Wir wurden nun beide von unseren Partnern bearbeitet, gelegentlich gab es gegenseitige Handreichungen. Irgendwann wechselten die Herren ihren Standpunkt, was ich erst gar nicht mitbekommen habe aber aufgrund der folgenden Schlagtechnik sofort merkte. Zudem irritierte mich etwas was mir mittlerweile so normal und stimmig vorkommt. Nämlich daß er nicht jeder Seite mit der gleichen Anzahl von Schlägen bedachte. Lustig wie sehr man sich an so etwas gewöhnt. Und auch dieser Sadist war nicht vom der zaghaften Sorte und ich hatte sehr zu kämpfen. Warum zum Kuckuck schlagen sie eigentlich alle so gerne mit einem Rohrstock auf die Oberschenkel und die Innenseiten? 😬 Aber ihr Strafbock war etwas wackelig und so machten wir irgendwann eine kurze Pause. Das war für mich auch sehr willkommen, ein anderer Partner fordert viel mehr als der eigene, weil er andere Stellen schlägt, anders schlägt und das tiefe Vertrauen darauf, dass er meine Grenzen erkennt, nicht im gleichen Maße vorhanden ist.

Dann wurde sie stehend am Andreaskreuz fixiert und ich sollte mich auf dem Rücken auf einen Bock legen. Das ging auch ganz gut, aber zu meiner eigenen „Sicherheit“ legte ich mich auf meine Hände. Sie stand hinter mir und ich konnte dem Spiel jetzt nur noch lauschen. Meine Nippel waren inzwischen schon ziemlich empfindlich und erneute Clover Clamps brachten mich echt zum Jammern. Dann wieder ein Tausch und diesmal fiel es mir sehr schwer. Zum einen bespielt der MmH nicht so oft meine Vorderseite, ich musste ziemlich kämpfen und zum anderen schaute ich ständig zu ihr rüber um zu sehen was das aktuelle Geräusch auslöste. Das lag an meiner Neugierde und dass es mir überhaupt möglich war zu schauen und es machte mir irgendwie die Konzentration auf mich selber sehr schwer. Eine Augenmaske wäre wohl hilfreich gewesen. Ich jammerte ziemlich laut und ich weiß der MmH vergewisserte sich mehrfach, dass bei mir alles in Ordnung ist, dennoch war es nicht leicht. Man unterschätzt manchmal wie sehr man sich auf dieses Vertrauen zum eigenen Partner eingelassen hat.

Irgendwann gab es einen Wechsel zurück, ich bekam nochmal Klammern an die Brüste, mittlerweile musste ich das sehr veratmen. Aber es ist ein Schmerz den ich gut annehmen kann, er ist stetig und ich kann mich da reinfallen lassen, anders als der Schmerz durch das Schlagen mit dem ich immer kämpfe. Außerdem eine Reihe Klammern an die Pussy für ein schönes Bild. Dann war es zu Ende, ihre Hände wurden kalt, er führte sie zu einem Stuhl. Mein Herr half mir ebenfalls hoch aus meiner Position und führte mich zum Stuhl, fast hätte ich mich in meinem leicht abwesenden Zustand auch gesetzt, aber er gebot mit den Platz zu seinen Füßen. Wo ich dann mit dem Kopf an seinem Bein zur Ruhe fand und wieder zu mir finden konnte. Momente die für mich alles bedeuten, mit ruhigem leeren Kopf in der Sicherheit seiner Anwesenheit zur absoluten Ruhe zu kommen. In dem Moment zählt nichts außer ihm und mir.

Tage voller Schmerz (Teil 2)

Dadurch dass wir schon mittags begonnen hatten, war der Tag noch lang. Abends hatte ich einen Freund eingeladen. Ich hab ihn ganz am Anfang vom Blog mal erwähnt, sein Name ist hier Spock, wie bei StarTrek. Spock habe ich kennengelernt als ich als Zofe mit dem Zeremonienmeister auf einigen Events geholfen habe. Spock war im Prinzip als Pierre aus der Geschichte der O dabei. Als helfende Hand, der bei Bedarf den Damen eine Erziehung angedeihen ließ. Spock steht auf den Frauentyp Gazelle, daher war ich als eher kurzbeiniges Moppelchen nicht in seinem sexuellen Radar. Das tut aber unserer Sympathie keinen Abbruch und wir waren später auch gemeinsam auf solchen Events, er passte etwas auf mich auf, gerade weil ich wusste, dass ich nicht so masochistisch bin. Also im Prinzip eine Bruder/Schwester Beziehung bei der der Bruder durchaus mal ein paar Schläge austeilt. Ich wollte gerne, dass er und mein Herr sich kennenlernen und diese Tage boten sich dafür an.

Er kam ganz pünktlich, brachte mir sogar Blumen mit, genau wie der MmH vorher. Ich hatte Lasagne gemacht und wir saßen gemütlich zusammen und quatschten. Erst am Tisch beim Essen und später gemütlich auf der Couch. Also die beiden Herren auf der Couch und ich davor, meine Aufgabe bestand nur noch darin die Beiden mit Tofifee zu versorgen. Beide hatten genug für viele Stunden zu erzählen und ich hatte mit Beiden viele gemeinsame Erlebnisse. Die Stunden vergingen wie im Flug. Und dann kam der Moment in dem ich mir ernsthaft überlegte ob es so eine gute Idee gewesen war zwei mir bekannte Sadisten zusammen zu bringen. Der MmH erläuterte wie er mich mittags fixiert hatte und demonstrierte das kurz. Spock ging kurz an sein Auto und holte die Tasche mit seinen Schlagwerkzeugen. Tja und ich kniete wieder mal und streckte meinen Hintern nach oben.

Mein Herr fing an meinen Hintern zu bearbeiten, Spock saß auf der Couch und schaute erstmal nur zu. Dann kam von ihm ein Satz der mich völlig blödsinniger Weise aber dennoch freute. Er bemerkte nämlich sehr erstaunt, dass meine masochistische Ader wohl um einiges gewachsen sei in den letzten Jahren. Das stimmt natürlich in dem Sinne nicht. Mit tut das noch genau so weh wie vor 3 Jahren und Schmerzempfinden verschwindet ja nicht plötzlich. Aber mein Umgang mit Schmerz und wie ich ihn für mich annehmen und umsetzen kann, das hat sich definitiv verändert. Durch Erfahrung und vor allem auch durch die feste Beziehung, die den Rahmen dafür bietet Grenzen zu verschieben und Erfahrungen zu machen. Und an sich ist es völlig irrelevant wieviel Schmerz jemand aushält, ich bin ja ohnehin niemand der Schmerz direkt in Lust umwandelt. Also ist eine Wertung eigentlich nicht nötig und möglich und trotzdem fühlte ich mich dadurch etwas geschmeichelt. Asche auf mein Haupt. Danach bespielte auch er mich und vielleicht auch beide abwechselnd, eigentlich konnte ich es vor allem durch die Schlagwerkzeuge auseinanderhalten. Durch die Stunde am Mittag war ich definitiv nicht mehr so belastungsfähig, aber die Beiden hatten ihren Spaß mit mir. Es ist immer wieder spannend unterschiedliche Werkzeuge und unterschiedliche Sadisten in ihrem Ende zu erleben. Jeder hat so seine eigene Handschrift und steigert seine Intensität auf andere Art und Weise. Manche Werkzeuge sind so simpel und doch so effektiv, die Kunst ist sie richtig zu beherrschen und da hatte ich zwei Meister ihres Faches mit ihren Spielzeuge für mich. Ich hatte viel Spaß, so lustig das in meinen eigenen Ohren auch klingt. Mein Herr ging dann sehr bald ins Bett und ich plauderte noch eine Weile mit Spock um dann auch irgendwann völlig erledigt ins Bett zu fallen. 2 Sessions an einem Tag sind wunderbar aber auch anstrengend.