Switcher

Die BDSM Community ist voll der Diskussion um Switcher. Einige können das nicht als richtiges BDSM anerkennen und diese Grabenkämpfe machen es nicht leichter BDSM nach außen positiv zu präsentieren. Im Prinzip ist das für mich nicht relevant, denn ich switche nicht, allerdings spiele ich im Allgemeinen auch nicht mit Switchern. Das liegt aber nicht daran, dass ich ein Problem mit der Thematik habe.

Ich habe gute Freunde die switchen und ich finde das unglaublich spannend, ich beobachte gerne deren Interaktion. Und ich habe auch schon Switcher gedatet, dabei aber bis auf eine einzige Ausnahme festgestellt, dass es nicht so gut funktioniert für mich. Ganz oft waren es Männer, die meiner Empfindung nach, eigentlich mehr der devoten Seite zugeneigt waren. Schon nach kurzer Zeit, hatte ich den Eindruck und manchmal auch die Aussage, dass ich sie vor mir knien lassen könnte. Und damit war es dann vorbei. Ich bin eine gefestigte und durchaus starke Persönlichkeit, aber ich bin devot, da ist kein Anteil Switcher in mir. Ich reibe mich gerne, behaupte meine Position, ich provoziere, aber ich brauche die Gewissheit, dass mein Gegenüber am Ende die Oberhand hat. Und dabei kann ich durchaus meinen kleinen „Kampf“ gewinnen, kann Recht haben und ihm das auch Auge in Auge grinsend sagen, mein Partner muss damit umgehen können, muss die innere Überzeugung haben, dass ich ihm damit keine Dominanz „raube“ und mich danach auf die Knie bringen, weil das meine Position ist. Unsicherheiten spüre ich, wenn das was kommt nicht authentisch ist, dann merke ich das und fühle mich nicht mehr sicher im Machgtefälle. Ich will mich behaupten aber ich will nicht „gewinnen“. Doms die das für kein adäquates Verhalten für eine Sub halten, mit denen werde ich auch nicht zusammen finden.

Das macht es nicht leicht Partner zu finden, denn dazu kommen ja noch alle anderen Ansprüche die man so hat.
Einmal hat es gut funktioniert, da war aber klar, er switcht nicht mit der gleichen Partnerin und dadurch, dass er deutlich mehr Erfahrung hatte, war da keine Unsicherheit. Unsere Treffen waren sehr reduziert auf die Benutzungsthematik mit leichter Demütigung, mit diesen klaren Grenzen war es ganz passend. Zumal er eben die anderen Ansprüche absolut erfüllte. Aber für dieses eine positive Beispiel habe ich diverse Beispiele die einfach nicht funktioniert haben und der Switcher Part war immer der ausschlaggebende Anteil.

Das ist aber eben nur meine Befindlichkeit und nimmt denen die switchen nichts von ihrer Berechtigung im BDSM. Switcher nicht zu akzeptieren ist für mich eine Form der Unsicherheit und die liegt ganz oft eher in einem selber, weil man sich in seiner Position angegriffen fühlt. Aber das ist nur meine Meinung.

Ein Kommentar zu „Switcher

  1. Ich glaube wie die Ansicht zu Switchern ist hängt auch vielleicht stark davon ab, wie man selbst seine Rolle fühlt. Für jemanden, für den es wirklich nur eine Rolle ist, der kann sicher gut mit Switchern klarkommen. Jemand wie ich, der eine Rolle einnimmt, weil es sich wie eine Bestimmung anfühlt und nicht wie etwas was man sich aussuchen kann, hat vielleicht Probleme damit, die Gefühlswelt eines Switchers zu verstehen. Man möchte, dass der Gegenpart es vielleicht auch als ne Art Bestimmung ansieht bzw. Einfach ähnlich wie man selbst. Liebe Grüße 🙂

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