Strafen im D/s Kontext – Gedanken

Ich hab vor 1.5 Jahren einen Beitrag zu Strafen geschrieben, der so in sich auch noch stimmig ist. https://kuiwzss.wordpress.com/2019/03/20/strafen/ Allerdings ist er aus heutiger Sicht eben nur die Sichtweise der Situation die ich damals hatte. Inzwischen hat sich vieles verändert, mein damaliger Herr ist nur noch eine schöne Erinnerung und dafür habe ich eine völlig neue Situation mit dem MmH. Es existiert ein alltägliches D/s und somit auch eine Grundlage für Fehlverhalten. Etwas über seine Art zu Strafen habe ich hier geschrieben: https://kuiwzss.wordpress.com/2020/01/07/strafe-muss-sein/

Ich hab seitdem viel über das Thema Strafen nachgedacht. Es war nicht die letzte Strafe und auch die danach folgende war in ihrer Art für mich keineswegs schöner als die erste. Es gibt nicht viele Gründe mich zu bestrafen und mal davon abgesehen, dass ich die Strafe tatsächlich als solche empfinde, möchte ich ihm auch keinen Anlass dafür geben. Denn wir reden ja nicht von der kleinen direkten Antwort auf eine etwas freche Reaktion, sondern von der Situation, dass eine Regel, aus welchen Gründen auch immer, missachtet wurde. Und da kommen wir jetzt zu dem Punkt der mir aufgrund von Gesprächen gerade nochmal sehr klar wird. Die Regeln wurden von ihm aufgestellt. Aus welchen Gründen auch immer. Es sind seine Regeln und in dem ich ihn als meinen Herrn angenommen habe, habe ich ihm das Recht dazu gegeben solche für mich aufzustellen. Im Metakonsens kann ich auf Augenhöhe mit ihm darüber sprechen, wenn das für mich gar nicht passt, aber ansonsten ist das sein Recht.

Es gibt meist den Moment vor einer Bestrafungssituation, wo er sagt, dass ich ihm keine andere Wahl lasse, als mich zu bestrafen. Und das ist der Moment, wo für eine Minisekunde das „Aufbegehren“ in mir kommt und ich denke, doch du hast eine Wahl es ist doch dein Maßstab. Aber mir ist klar geworden, nein er hat tatsächlich keine Wahl, selbst wenn die Verfehlung an sich selbst eher unwichtig scheint. Mit dem festen Begeben in einen D/s Kontext und der Vorgabe einer Regel, egal wie sinnvoll sie nun ist oder auch nicht, kann er nicht anders, wenn ich sie breche. Das Machtgefälle und der Kontext erfordern es, sonst wird alles auf Dauer verwässert und verliert ein Stück weit die Grundlage. Er hat mir eine Strafe auch schon erlassen, weil die Strafe die ihm vorschwebte aufgrund der Situation nicht umsetzbar war. Er begnügte sich dann mit einer Entschuldigung auf Knien, aber es wurde nicht einfach übergangen.

Ich denke nicht, dass es ihm selber weh tut mich zu bestrafen, dafür ist er Sadist genug und dafür sind meine Verfehlungen nicht dramatisch genug. Ich missachte nicht aus Absicht oder um zu provozieren. Aber ich vermeide tunlichst, dass er zu oft Freude daran hat.

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