Strafe muss sein…

Vorab. Alles was ich hier beschreibe ist im gegenseitigen Einverständnis passiert, auch wenn es teilweise für mich schwierig war. Ich hätte jederzeit aus der Situation aussteigen können.

Und auf Anraten ein CN Spermaspiele.

Strafen gehören nicht wirklich zum BDSM vom #MmH und mir. Es gab 1-2 Situationen wo er ein Fehlverhalten direkt geahndet hat. Wir sehen uns selten genug, wenn er seine sadistische Ader ausleben will, dann macht er das einfach. Ansonsten habe ich kein Strafbuch und keine große Latte an Regeln und Aufgaben. Regeln und Aufgaben die gegeben werden, müssen auch kontrolliert werden, sonst ist das Ganze auf Dauer etwas schwierig. Nach 4 Wochen eine Liste abzuarbeiten nur um der Liste Willen, das finden wir beide nicht sinnvoll. Aber es gibt einige wenige Regeln und die sind ihm sehr wichtig. Und ich habe Freude daran sie einzuhalten, mir käme tatsächlich nicht in den Sinn absichtlich dagegen zu verstoßen. Und dann kamen die Weihnachtsferien, ich hatte eine Bindehautentzündung und gammelte vor allem in Wohlfühlklamotten auf dem Bett. Es kam der Freitag nach Weihnachten und ich musste auf seine Nachfrage zugeben, dass ich den Tag nicht mit Höschenfrei verbracht hatte. Etwas das mir normal nie passiert wäre. Ich weiß, den Höschefreitag empfinden viele als etwas eigenartig. Entweder weil sie ohnehin dauerhaft ohne sind oder weil sie nicht ganz nachvollziehen können was das bringt. Für uns ist es eine regelmäßige Aufgabe/Regel die verbindet und die ich morgens/vormittags mit einem Bild dokumentiere, welches ich ihm schicke. Und aufgrund des fehlenden Bildes war seine Nachfrage dann auch zu erwarten.

Mir ging meine Nachlässigkeit tatsächlich nahe, nicht aufgrund von Angst vor einer Strafe, sondern weil mir das einhalten der wenigen Regeln wichtig ist. D/s auf Entfernung ist nicht immer leicht, umso wichtiger es ernst zu nehmen. Und obwohl mir absolut klar war, dass das mein Verschulden war und ich sogar darüber witzelte mir eine Kalendererinnerung zu machen, verließ mich am nächsten Freitag aufgrund des Urlaubs einfach das Zeitgefühl. Ich hätte auch darum bitten können für die freien Tage befreit zu werden, aber das finde ich an sich unnötig und hatte ich auch nicht getan. Seine Nachfrage Freitag Nachmittag welcher Wochentag denn wäre, fand ich die ersten 2 Sekunden dann auch eher lustig bis die Bedeutung bei mir ankam. Spätestens jetzt war klar, dass es diesmal nicht einfach vergessen wird, sondern dass es diesmal eine Strafe geben wird.

Wie bereits oft erwähnt, bin ich nur wenig masochistisch, Schmerz kann also tatsächlich eine Strafe für mich sein. Unser nächstes Treffen sollte aber eher unter dem Stern D/s stehen, Schmerz also eher nur durch ein Spanking, nicht im stark fordernden Bereich. 1-2 Ideen riss er kurz an, dabei ging es aber im allgemeinen eher darum meinen Kopf zu teasen, nicht zwingend wird davon etwas stattfinden. Dann kamen wir im Gespräch auf Dinge, die ein ehemaliger Spielpartner von mir gewünscht hatte und die ich immer weit von mir gewiesen hatte. Ich sagte, dass einiges davon mit dem fehlenden Vertrauen zusammenhing und dass das bei ihm anders wäre. Und mit zielsicherem Griff, beschloss er, dass eines dieser Dinge doch optimal geeignet sei um mich zu bestrafen. Nun hatte ich dieses Eine an sich nicht gemeint, denn das ist eine Sache die ich einfach tatsächlich widerlich und extrem demütigend finde. Und ich merke, dass ich sie eigentlich nicht beim Namen nennen möchte, andererseits ist jede Umschreibung eigentlich witzlos, eher verwirrend und ändert ja auch nichts.

Also durchatmen. Der Philosoph hatte immer die Phantasie mehrfach in eine Schüssel zu wichsen, es einzufrieren und mich dann auslecken zu lassen. Mich schüttelt alleine der Gedanke. Dabei hab ich keinerlei Probleme beim Blowjob zu schlucken. Es geht nicht um das Sperma beim Sex sondern um das Sperma als Machtdemonstration. Austrinken von Kondomen zählt auch dazu, dabei ist es da sogar frisch.

Ich durfte am Tag danach per Bild eine Schüssel bewundern. Ich gebe es ehrlich zu, ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass er damit nur meinen Kopf ficken will und er tatsächlich etwas ganz anderes durchzieht. Aber ich war alles andere als sicher in dieser Hoffnung. Es kam der Sonntag und ich flog nachmittags zu ihm. Wir hatten einen wunderbaren Abend, nur einmal erwähnte er die noch ausstehende Strafe. Genug um mich unsicher zu machen, andererseits hatte ich ja ohnehin keine Wahl daher machte ich mir nicht zu viele Gedanken. Die leise Hoffnung blieb bestehen.

Am nächsten Vormittag forderte er mich dann auf mich für Analsex vorzubereiten. Dann hieß er mich hinzuknien und holte etwas. Und leider war es dann tatsächlich die besagte Schüssel. Und leider verwandelte sich der Inhalt auch nicht plötzlich in Vanillesoße. Der #MmH begann mich in den Arsch zu ficken und schob mir die Schüssel unter die Nase. Die Aufforderung wurde dann noch verbal verschärft. In mir sträubte sich alles aber mir blieb keine Wahl mehr als mich seinem Willen zu beugen. Ich erspare jetzt die genauen Details. Ich überwand mich, aber mein Ekel war mir deutlich anzuhören, weshalb ich nach einiger Zeit aufhören durfte. Der Analsex den ich sonst durchaus als lustvoll erlebe, war in dem Fall genau das was er sein sollte, eine Benutzung zu seinem Vergnügen. Mir liefen die Tränen der Demütigung und die ganze Situation war eine härtere Strafe als Schmerz hätte sein können. Zum einen musste ich mich selber überwinden, musste selber meinen Widerwillen überwinden, mehrfach bis es ihm reichte. Zum anderen verband er eine sonst schöne Handlung mit dieser Situation. Andererseits hätte ein reiner vaginaler Fick von hinten nicht die gleichen Emotionen ausgelöst. Analsex ist für mich noch nichts gewohntes und steht aktuell nur ihm zu. Ein Spannungsfeld welches sich vermutlich erst in den nächsten Tagen noch setzen wird innerlich.

Als er der Meinung war, dass es nun genug war, beendete er die Strafe. Er hielt mich lange im Arm, trocknete meine Tränen, stellte sicher, dass ich mich wieder geborgen fühle. Ich brauchte auch ein paar Minuten um mich komplett zu beruhigen. Um ganz ehrlich zu sein, egal was wir bisher miteinander erlebt haben, egal welche Situation, ich musste mich nie so überwinden und es hat mich noch nie so stark gedemütigt. Es war definitiv eine sehr wirksame Strafe für mein Versäumnis, gleichzeitig aber auch eine Art „Warnung“ ein „Achtung“. Denn egal wie locker wir manchmal miteinander umgehen, wie entspannt es ist und wie aufreizend ich ihn manchmal necke. Er ist mein Herr. Und ich gebe ihm im Rahmen unserer Beziehung das Recht Dinge mit mir zu tun, die auf Augenhöhe dazu führen würde, dass ich innerhalb von wenigen Momenten weg wäre. Und das stelle ich tatsächlich auch nicht in Frage, auch nicht in so einem Moment. Mir ist die Diskrepanz aber immer bewusst zwischen Alltag und D/s. Nur rückt sie absolut in den Hintergrund, wenn wir zusammen sind. Ich bin dann ganz im Jetzt und sammle Kraft für den Alltag.

4 Kommentare zu „Strafe muss sein…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s