Ein paar Gedanken zur Demütigung

Manchmal frage ich mich ja schon was mich an Demütigungen kickt. Im beruflichen Leben möchte ich Vieles erleben aber sicher keine Demütigung.

Neulich erzählte ich einer Freundin von etwas das der Musiker bei mir gerne macht und hörte dann in etwa „Das wäre mir zu viel, da muss ich jemanden schon sehr lange kennen, damit der das mit mir machen darf.“ Und ich dachte dann eher, nun ja das berührt mich so wenig, das demütigt mich eigentlich nicht besonders. Es ist also eine Sache die an sich demütigend wäre, wenn sie bei mir den richtigen Nerv treffen würde. Hingegen sind für Andere relativ unspektakuläre Situationen für mich durchaus anspruchsvoll. Manchmal wird aus der Kombination der Dinge dann eine Situation die ich insgesamt nicht mehr unter Kontrolle habe und dann wird aus diesem Kontrollverlust für mich die Demütigung. So als wenn der 6. Ball beim jonglieren zu viel ist und alles runter fällt. Aber wenn ich diese Situation dann durchlebt habe, geschafft habe, aufgefangen wurde, dann gehe ich da mit einer ganz neuen Stärke raus die mir auch die Angst vor solchen Situationen nimmt. Eine Art Konfrontationstherapie, ich schaue meinen Ängsten und meinen Mängeln ins Auge.

Ich bin selbstbewusst, man muss mich kennen und verstehen um zu wissen welche Punkte bei mir tatsächlich schwach sind. Einige wenige sind leicht zu erkennen, bei einigen muss man vorsichtig sein, mich fordern aber darf es nicht übertreiben sonst mache ich vielleicht zu, getriggert durch negativ Erfahrungen in der Vergangenheit. Ich kann meinem Gegenüber lange in die Augen schauen und eine Demütigung unproblematisch an mir abperlen lassen, bis derjenige tatsächlich den Schlüssel für meinen Kopf findet oder ich ihm den Schlüssel gebe zu meinem Inneren.

Und manches Mal stand oder kniete ich vor einem Spielpartner und die Situation die entstand, sagte mehr über ihn aus als über mich. Das war dann im allgemeinen auch das letzte Treffen, wenn ich merke, dass der andere mich nicht erreicht, ich mich womöglich sogar überlegen fühle, hat weiteres meist keinen Sinn.

Ganz bewusst schreibe ich hier keine Beispiele, das ist eine Macht die ich nicht einfach aus der Hand gebe, das bekommt nur wer es sich verdient oder sich erarbeitet hat. Denn die Demütigung an sich ist ein sehr scharfes Schwert und kann falsch angewendet sehr viel anrichten.

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