Grenzen Teil 2

Nachdem ich den Blog über Grenzen geschrieben habe, hab ich über das Thema noch weiter nachgedacht. Wenn der erste Gedankengang ausgesprochen ist, kommen andere Dinge hoch. Und dabei ist mir bewusst geworden, wie sehr Grenzen von der Person abhängen.

Ich hatte hier mal einen Blogbeitrag über den Philosophen, ich hab ihn wieder gelöscht nachdem Schluss war, zu uneinig war ich mir über mein eigenes Empfinden. Ich hab es nach dem dritten Treffen beendet, weil er mir zu hart an meinen Grenzen gespielt hat. Die Phantasien die er hatte waren zu sehr auf den Punkt von den Dingen die mich tatsächlich triggern. Was also dafür spricht wie gut er mich durchschaut hat und wie gut er mich hätte führen können.

Aber er hatte auch Phantasien die bei mir einfach ein NoGo waren und obwohl ich ihm das immer wieder kommuniziert habe, fing er immer wieder damit an. Ich konnte dadurch kein Vertrauen aufbauen, dass er tatsächlich diesen Punkt nicht überschreitet. Und im Nachhinein betrachtet war sein Spiel zwar hart und an meiner Grenze, aber das Problem war an sich nicht der Schmerz oder seine Erwartungen sondern mein fehlendes Vertrauen und dadurch meine Unfähigkeit mich von ihm auffangen zu lassen. Nach dem letzten Treffen bin ich ohne große Nachsorge aus seiner Wohnung „geflüchtet“ weil es einfach nicht stimmig war.

Wenn ich mir genau die gleiche Situation und Handlung mit meinem aktuellen Spielpartner vorstelle, dann wäre es sicherlich hart aber vollkommen im Rahmen und vorallem würde ich mich trotzdem sicher fühlen. Das Spiel mit der Demütigung wäre so, dass es beide kickt, dass es mich fordert und entblößt aber es wäre kein reiner Machtbeweis seinerseits. Es wäre kein Durchstehen auf meiner Seite sondern ein Erleben. Bei allem Machtgefälle und trotz Spielpartnerschaft funktioniert BDSM am besten mit Zuneigung und damit einhergehender Fürsorge. Und dann wird der Rahmen des Machbaren immer größer sein als man vorher denkt.

Ein Kommentar zu „Grenzen Teil 2

  1. War bei mir bis jetzt immer so , ohne Vertrauen kann man sich nicht ‘ fallen lassen ‘ bzw. hingeben. Aber du hast es auf den Punkt gebracht. Gruß Tris

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