Frage und Antwort: Was ist mir wichtig zum Beginn und Ende einer Session

Obwohl ich ja selber noch gar nicht so lange meine Neigung tatsächlich aktiv auslebe, bekomme ich gelegentlich Fragen dazu und werde darum gebeten zu helfen. Weniger bei konkreten Problemen, eher dabei sich in dieser Welt zurechtzufinden. Und so wurde mir gestern die Frage gestellt was mir zum Beginn und zum Ende einer Session wichtig sein. Das ist eine sehr allgemeine Frage die ich mit wenigen Sätzen gar nicht beantworten kann. Daher ein Blogeintrag dazu.
Was ist mir nun am Anfang einer Session wichtig.

Kurze Antwort: Nichts.

Lange Antwort: Es kommt auf den Partner an. 😉

Nein im Ernst, da gibt es viele Faktoren, bei meinem Ex-Spielpartner/Herrn den ich alle 2 Wochen getroffen habe, war es sehr ritualisiert. Wir haben uns immer nur relativ kurz gesehen, dafür ging der Einstieg aufgrund des immer gleichen Ablaufes sehr schnell. Ich wartete knieend und nackt, nur mit Strapsen, im Hotelzimmer auf ihn und er kam dann nach und legte mir mein Halsband um. Durch diese Ritualisierung brauchte es wenig Absprache, wie es dann weiter ging war unterschiedlich aber der Einstieg war immer gleich. Um in die D/s „Rolle“ zu finden durchaus ein Vorteil.
Den #MmH sehe ich viel seltener, dafür länger. Der Einstieg hängt dann immer davon ab wo wir uns sehen. Wenn wir zusammen das Hotelzimmer betreten, ziehe ich ihm seine Schuhe aus und definitv duschen wir relativ am Anfang zusammen und das dauert dann etwas. Ist das schon ein Ritual, ich weiß es nicht, aber es ist uns beiden wichtig. Er hat seine eigenen Rituale die er schon ausführt bevor er mich sieht, das sehe ich sofort wenn ich das Zimmer betrete, gewisse Dinge sind vorbereitet.
Kurz gesagt, es ist schön etwas zu haben, was beiden etwas bedeutet, weil der Einstieg dann leichter ist, notwenig ist es aber nicht. Und je besser man sich kennt, desto weniger wichtig ist meiner Einschätzung nach ein vorgegebener Ablauf. Wenn es aber der eigene Partner ist und man zu Hause spielt, kann so ein festes Ritual den Übergang vom „Alltag“ zur Session erleichtern.
Was ist mir zum Ende einer Session wichtig? Hier ist es jetzt vielleicht wichtig zu differenzieren. Es gibt ein Ende der Session, bei kurzen Begegnungen leicht zu erkennen. Wenn ich aber für 24 Stunden bei ihm bin, dann gibt es in dem Sinne kein Ende der Session nur ein Ende der Begegnung, es gibt Übergänge zwischen Stimmungen, im D/s befinde ich mich die ganze Zeit. Er kann jederzeit, auch wenn wir unterwegs sind, befinden, dass er jetzt mal eben Hand anlegen will. Aber wenn ich jetzt so ein klassisches zeitlich begrenztes Treffen zum Spielen betrachte, dann ist es mir wichtig, dass am Ende Zeit ist um gemeinsam aus der Situation auszusteigen. Gemeinsam die Augenhöhe wieder erreicht wird. Bei Bedarf ein Gespräch über das Erlebte statfindet. Körperkontakt ist ebenfalls immer eine gute Sache um aufgefangen zu werden. Die Male wo ich (aus zeitgründen) fast noch im Spiel verlassen wurde, waren immer deutlich schwerer zu verarbeiten. Insgesamt ist ein Aftercare sehr wichtig. Und nun aufgepasst, Aftercare endet nicht mit dem kuscheln nach der Session. Ganz oft beginnt der richtig wichtige Part erst am nächsten Tag, wenn der Hormonrausch nachlässt und der große Kater beginnt, gerne als Sub Drop benannt. Wobei dieser Drop auch auf der dominaten Seite auftreten kann, denn auch dort war das Erleben intensiv. Es ist also durchaus ein gegenseitiges Aftercare. Ist man in einer Partnerschaft und lebt zusammen ist das ganze recht unproblematisch. Auf Entfernung kann das schon schwieriger sein. Redet miteinander, sagt euch was gut war und woran ihr Euch besonders erinnert. Teilt nochmal das Erlebnis und die Emotionen, dann fällt man nicht ganz so tief.
Sowohl für Anfang als auch für das Ende, es gibt nichts was ich speziell brauche, es gibt Dinge die entwickeln sich und hängen immer vom Partner ab. Wird ein festes Programm abgespult an dem ich nicht wirklich beteiligt bin, dann finde ich das schwierig. Es kann bei den ersten 1-2 Treffen vielleicht als Leitfaden dienen, sollte dann aber angepasst werden. Wie immer und überall, BDSM ist individuell und persönlich, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, achtet darauf was euch gut tut und was euch anmacht.
Und jetzt mein ganz persönlicher Kink bei Hoteldates, der Kuß im Fahrstuhl. Wenn man sich trifft, gemeinsam im Fahrstuhl fährt und die kurze Zeit genutzt wird für einen Kuss der das nicht vorhandene Höschen nass macht und die Hand die das gleich noch nachprüft. So darf das gerne starten 😉
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