Strafen

Jeder hat seine eigenen Vorlieben im BDSM. Als Sub habe ich persönlich Spaß daran die Vorlieben des Spielpartners kennenzulernen und nach Möglichkeit zu befriedigen. Dazu gehört auch der Umgang mit Strafen. Der Vorteil an verschiedenen Spielpartnern ist, dass man verschiedene Vorlieben und Möglichkeiten kennenlernt. Dadurch verhindert man auch etwas dieses festfahren in „Aber das macht man so“.
Mein Herr von dem ich wirklich sehr viel gelernt habe, findet Strafen kleinlich. Er straft wirklich nur, wenn ich in der Session etwas total verkacke. Mal abgesehen von der Ohrfeige die schnell mal den Einsatz findet. Ansonsten züchtigt er weil er Spaß daran hat und ich auch. Wenn dann allerdings diese Situation mal auftritt, bin ich tatsächlich sehr betroffen, weil ich es an sich nicht kenne. Allerdings ist er auch bei allem sehr entspannt, wozu also Strafen, wenn es eh kaum Regeln gibt.
Nun hatte ich vor kurzem die Situation mit dem Musiker, dass ich die gewünschten Schuhe aus nachvollziehbaren Gründen einfach mal vergessen habe. Das beichtete ich ihm direkt als es mir auffiel per Nachricht und bekam die Aufgabe mir zu überlegen was dafür als Strafe angemessen ist, um das in Zukunft zu vermeiden.
Und da bin ich also in einer Situation wie sie so typisch fürs BDSM ist und auch einen Teil des Reizes ausmacht. Ich muss mir Gedanken machen über meine „Strafe“. Mache ich mir zu wenig Gedanken oder wähle etwas zu leichtes, dann wird es nicht akzeptiert. Es soll tatsächlich eine Strafe sein und einen Lerneffekt haben, also darf es nichts sein was eher dem Genuß dient. Und zu guter letzt sollte es natürlich an sich mit der Verfehlung in Zusammenhang zu bringen sein. Sinn und Zweck des Ganzen ist natürlich eine gewisse Demütigung, etwas das im Gedächtnis haften bleibt. Und ja dieses Ziel wird bei mir damit schnell erreicht. Wie ein Kind abgestraft zu werden, ist alles andere als Augenhöhe. Ein Grund übrigens weshalb ich da auch bei meinen Kindern sehr sparsam mit umgehe. Andererseits ist der Reiz damit ebenso beschrieben. Allerdings nur weil ich eben kein Kind bin und tatsächlich abhängig, sondern weil ich bewusst diese Macht an jemanden abgebe. Und die Freiwilligkeit dieser Unterwerfung und Demütigung triggert extrem viel in mir.
In diesem konkreten Fall und mit etwas Möglichkeit zum Nachdenken fiel mir das nicht so schwer, anders sieht es in einer Sessionsituation aus, da funktioniert mein Hirn einfach anders.
Und hier kann man gerne mal die Frage stellen, was lerne ich daraus fürs Leben? OK an sich sollte das nicht mehr zu lernen sein, aber manchmal eben doch.

1. Zum eigenen Fehler stehen und nicht versuchen die Schuld auf andere zu schieben.

2. Sich in Rechtfertigungen verstricken macht es nicht besser. Je man drüber diskutiert, desto größer wird das Problem (und dann meist die Strafe 😉 )

Und fürs BDSM lerne ich, kleine Fehler können das Treffen sehr reizvoll gestalten 😉

Ein Kommentar zu „Strafen

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