Reduzierung auf den Körper – Nacktbilder

Ich bekomme durchaus mal das Feedback, dass man sich als Frau nicht so leichtbekleidet im Internet zu zeigen hat. Es sei denn man ist eine Schlampe und will alle Männer ficken. Zum Glück bin ich über solche Denkweisen hinweg aber ich will trotzdem mal erklären warum ich das mache. Es ist gleichzeitig die Erklärung warum es mich kickt darauf reduziert zu werden als Teil einer Erniedrigung.
Ich war als Kind normal schlank und mit der Pubertät wurde ich etwas kräftiger, weit weg von dick aber es reichte um gemobbt zu werden. Ich hatte dann durchaus früh einen Freund und später meine Erfahrungen mit Jungs. Aber es war immer mehr meine Art durch die ich Erfolg hatte, nie mein Körper. Ich war der Kumpel und die Intelligente etc. Ich wurde trotz meiner Figur gemocht nie wegen. Meinen Mann lernte ich mit 20 kennen, damals war ich noch um einiges leichter, er mochte meine Rundungen. Aber er macht keine Komplimente sondern macht eher Scherze über die Dinge die nicht ganz perfekt sind. Ich glaube er hat gerade erst festgestellt wie sehr mich das im Laufe der Jahre beeinflusst hat. Ich habe inzwischen regelrecht Komplexe wegen meiner Nase und meiner Zehen.
Ich habe dann Verfahrenstechnik studiert und in Regelstudienzeit abgeschlossen, spätestens jetzt war ich immer dabei mich geistig zu messen. Meinen Körper habe ich im Prinzip nicht mehr wahrgenommen, geschweige denn ihn eingesetzt. Ich war immer der Jeanstyp mit nettem Oberteil, Beine zeigen im Rock war mir ein Gräuel.
Nach Kind 3 und im Zuge meines Weges zu mir selbst, fing ich an recht harmlose Bilder von mir und meinen Brüsten auf einer Plattform ins Netz zu stellen. Und ich bekam zum ersten mal bewusst Komplimente für meinen Körper. Männer mochten ihn weil er ist wie er ist und nicht nur weil ich als Person drin stecke. Das weitete sich dann aus, bis ich mit einer lieben Freundin sogar viele gestellte erotische Bilder von mir machen liess, die ihr jetzt immer mal zu sehen bekommt. Etwas das mir wirklich Spaß macht, obwohl ich Komplimente immer noch nicht gut annehmen kann, denn ich halte mich für sehr durchschnittlich.
Normalerweise ist es nicht erstrebenswert auf den Körper reduziert zu werden und glaubt mir im Beruf würde sich das auch keiner bei mir trauen. Aber dadurch, dass ich immer nur durch meinen Intellekt, wie groß oder klein der nun auch sein mag, geglänzt habe, ist es für mich ein Kick plötzlich das Gegenteil zu haben. Allerdings, und das macht es natürlich nicht leichter, gewähre ich dieses Privileg,mich darauf zu reduzieren, nur jemandem den ich als ebenbürtig oder als überlegen sehe.
Daher, ja es macht mir Spaß mich zu zeigen, weil ich dadurch eine positive Einstellung zu mir selber gewinne. Und nein ich lege es damit nicht darauf möglichst viele Männer ins Bett zu bekommen.
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Masochismus

Wikipedia sagt: „Variante des sexuellen Erlebens, bei der die volle sexuelle Befriedigung mit dem Erleiden von Demütigung, Schmerz oder Qual einhergeht.“

Früher hatte ich keinen Bezug zu Schmerz, ich hatte große Angst vor ihm. Obwohl ich immer Phantasien hatte in denen Schmerz vorkam, konnte ich für mich keinen Zusammenhang herstellen.
Auf meinem ersten Event sah, ich eine Frau die mit dem Kochlöffel heftig den Arsch vollbekam und dabei zum squirten gebracht wurde. Sie konnte am nächsten Tag kaum sitzen und das obwohl sie wahrhaftig viel gewohnt war. Sie bestätigte mir, dass sie Schmerz direkt in Lust umwandelt. Nach diesem Erlebnis war ich ziemlich überzeugt nicht masochistisch zu sein. Zumal ich ja mit dem Juristen und dem Fotografen einige nicht so tolle Erlebnisse gesammelt hatte.
Aber in der Phantasie kickte mich die Vorstellung weiterhin Schmerz zu erleiden…
Ich lernte danach, wie unterschiedlich der Schmerz sein kann, der dumpfe stumpfe Schmerz eines Paddels, der helle beissende Schmerz einer Gerte oder der zwirbelnde beissende einer Nippelklammer. Und auch, dass mich leichter Schmerz nicht wirklich fordert. Starker beissender Schmerz katapultiert mich hingegen schnell über eine Grenze hinweg, wo ich ihm einfach nur noch ausweichen will, wo die Tränen fliessen und mein Körper loslässt. Eine fordernde Menge Schmerz, da wo es weh tut aber wo ich ihn veratmen kann, lässt mich entspannt zurück. Tatsächlich richtig Lust bereitet mir keiner dieser Schmerzen. Aber dieser kleine Moment vor dem Schmerz, wenn ich ausgeliefert vor ihm knie, liege oder stehe, wenn ich nicht weiß was mich gleich in welcher Heftigkeit treffen wird, dieser Moment der beinhaltet eine große Menge Lust.
ABER… für mich ist dieses Erlebnis immer verbunden mit einer Person, mich in einem Club von einem Fremden vermöbeln zu lassen, wird mir keine Befriedigung bringen, wird mich nicht in den Bereich des loslassen führen, nicht den Hormoncocktail ankurbeln der mich hinterher seelig lächeln lässt. Ich ertrage Schmerz für mein Gegenüber, weil es mich kickt, dass er es geil findet und mir diesen Schmerz zufügen will und weil ich das für ihn tun will. Ich lasse mich erfüllen vom Schmerz, weil es meinen Kopf ruhig werden lässt, mich erdet. Ich lasse mich über die Grenze treiben, weil ich dort loslassen kann, der Stress plötzlich meinen Körper verlässt und ich nur noch im Jetzt bin.
Mein Körper ist danach empfindlich genau wie meine Seele und ein Orgasmus hat eine andere Intensität. Daher würde ich sagen, ja ich bin masochistisch. Aber eben auf meine ganz eigene Art und Weise. Die Lust ist nicht direkt mit dem Schmerz verbunden aber mit der Situation und der Person.
Falsche Vorstellungen oder Vorbilder machen den Einstieg schwer, Gefühle und Phantasien anzunehmen, kann am Ende aber zu großem Lustgewinn führen. Der Weg von der Kira die kniend den Rohrstock auf dem Hintern spürt und sich fragt was zur Hölle sie sich da gerade antun lässt zur Kira die dort kniet und den Schmerz durch den Körper fliessen lässt, war gleichzeitig kurz und sehr lang. Und sie hat die Angst verloren. Die Angst vor unangenehmen Situationen. Gleichzeitig hat sie aber einen großen Respekt vor sich selber gewonnen und dem was alles möglich ist, wenn man in sich schaut.

Ich werde nie die größte Masochistin auf Mutter Erde sein und gewissen Dinge sind sehr genzwertig für mich. Aber das macht nichts, denn es ist kein Wettbewerb sondern eine Reise zu mir und meinen Bedürfnissen.

Ein Date mit dem Philosophen

Ein Date mit dem Philosophen läuft in etwa so ab.
Ich komme in seine Wohnung, sehr zentral hier in Berlin. Er begrüßt mich, ich ziehe mich aus bis auf die Strapse und er legt mir das Halsband um. Es folgt ein relativ kurzes aber sehr heftiges Spiel. Die Gerte ist definitiv nicht mein Lieblingsspielzeug. Ihm ist die Intensität wichtiger als ein langes Spiel. Seine Schläge treffen meinen Hintern, meine Beine und zwischen den Beinen. Meine Tränen kommen schnell und sind für ihn wichtig. Er sieht mir gerne zu, lässt mit Zeit, seine Phantasien sind oft weiter als das was er tatsächlich tut.

Hinterher sitzen wir auf der Couch oder liegen im Bett, er erzählt mir vom Fortschritt seines Buches und den Seminaren an der Uni die er gibt. Wir sprechen über Bücher und Politik. Nach 2 Stunden verlasse ich ihn und sehr verschiedene Bedürfnisse wurden bei mir befriedigt.

Über kurz oder lang ist sein Ziel meine Fremdbenutzung im Rahmen eines Clubbesuches. Aber das ist noch ein langer Weg… 😉

Der Philosoph

Über einen Mann will ich noch berichten, obwohl dies noch keine abgeschlossene Geschichte ist. Es ist der Philosoph. Der erste Kontakt ist lange her, der Philosoph ist tatsächlich einer, promoviert und Professor. Er wohnt in meiner Stadt und hat einen Lehrauftrag in einer anderen. Und er ist ein zweischneidiges Schwert, denn er erfüllt meinen Anspruch an Intellekt, Alter und Aussehen aber er ist deutlich perverser als ich es bin. Und er geht damit sehr offen und verbal deutlich um. Mit ihm einfach so zu Schreiben ist schwierig, meist wird er sehr schnell sehr direkt und das hat mich anfangs sehr abgeschreckt und führte dann erstmal zu einem Kontaktabbruch. Einige seiner Aussagen oder Vorstellungen sind für mich jenseits der Dinge die ich tun will. Ich sprach da mal mit meinem Herrn drüber und er meinte das seien Phantasien die man nicht umsetzt, aber das müsse man dann auch so kommunizieren. In dem Fall hatte er mal nicht Recht, denn der Philosoph möchte solche Dinge tatsächlich tun. Immer mal wieder suchte er Kontakt und ich sagte Nein und begründete es mit zu großem Unterschied in den Neigungen. Aber der Reiz aufgrund vieler anderer Dinge blieb und irgendwann schrieb ich doch mal wieder mit ihm. Sagte ihm auch ganz klar was für mich einfach zu pervers ist. Und als ich ganz klar Stellung bezog gab es auch Zugeständnisse von ihm. Und dann trafen wir uns nach über einem Jahr tatsächlich. Ein Jahr in dem ich viele Erfahrungen gesammelt hatte und auch Selbstbewusstsein in meiner Rolle.
Wir trafen uns in der Nähe seiner Wohnung zum Kaffee trinken und sein erster Kommentar war, dass ich seriöser wirken würde als er erwartet hat. Im nachinein konnte er diese eigenartige Aussage allerdings auch nicht erklären. Immerhin kam ich direkt von der Arbeit und die Wahrscheinlichkeit, dass ich tags anzüglich herumlaufe ist eher gering. Zeigt aber doch das Kopfkino, dass sich vorher bei einigen verselbstständigt. Und mich bringt es zum Grinsen, denn aus meinem Umfeld würde wohl niemand so einen Kommentar machen. Dass mich jemand als attraktiv und sexy betrachtet ist mir schon fremd.
Wir unterhielten und eine Weile sehr angeregt und seine sehr direkte Art störte mich zum Glück real deutlich weniger, weil man beim Gespräch eben doch noch mehr Füllsätze benutzt als beim etwas extrahierten Schreiben. Ausserdem kann man direkter und offener reagieren.
Kurz und knapp, wir gingen anschließend in seine Wohnung und spielten miteinander. Es dauerte nicht lang, zeigte aber dass dort Potential vorhanden ist. Als wir hinterher gemeinsam auf dem Bett lagen, sprach er dann die Dinge an die er gerne noch hätte, meinte ich würde die schon noch lernen zu mögen. Aber wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es Klarheit und Direktheit. Ich sagte ihm ganz direkt, dass es für mich nicht in Frage kommen wird und wenn er mit mir spielen möchte, dann muss klar sein, dass diese Dinge keine Grenzen sind die verschoben werden können. Egal wie wichtig es ihm ist. Und das hat er verstanden.

Ich bin mir sicher das war nicht das letzte Wort zu dem Thema aber es sind auch keine gefährlichen Dinge, haben nichts mit Schmerz zu tun, daher kann ich damit umgehen. Um ehrlich zu sein, nutze ich ihn auch etwas als Sparringspartner um mich darin zu üben zu mir zu stehen. Denn zu sich, seiner Neigung und seinen Bedürfnissen stehen zu können ist unglaublich wichtig. Sich selber nicht klein zu haben sondern auf sich zu hören, egal wie gerne man sich unterwirft, ebenfalls. In der Welt des BDSM sind viele tolle Menschen unterwegs, aber wie ich gelernt habe auch einige Idioten. Da ich für mich selber einstehen muss, muss ich üben das auch zu tun.

Polyamorie und BDSM

Hedonistische Ansätze, Polyamorie diese Worte sind im BDSM Kontext oft verpönt. Die Tops dürfen gerne auch mal andere Bottoms bespielen. Doms mit mehreren Subs sind durchaus weit verbreitet. Viele dieser Doms akzeptieren aber nicht, dass Sub weitere Spielpartner hat. Oft höre ich als Argument, dass Sub sich ja sehr weit einlassen muss und daher keinen anderen Herr haben kann. Oder dass der Herr das eben so will. Und ich stehe daneben und denke, dass habt ihr euch ja schön überlegt. Augenhöhe ist was anderes für mich. Ich soll im Leben die starke selbstbewusste Frau sein, damit der Reiz meiner Unterwerfung umso größer ist. Aber die Entscheidung wer meine Hingabe verdient, die darf ich nicht alleine treffen?
Ich würde nie behaupten, dass ein tiefes Vertrauen zu beliebig vielen Partnern möglich ist, aber es ist möglich zu mehr als einem. Bin ich in einer festen Partnerschaft mit meinem Herrn/Dom ist sicherlich auch das Bedürfnis dazu ein ganz anderes. Aber in einer Spielbeziehung, also einer Beziehung die vor allem zu diesem Zweck besteht, da gibt es diese Exklusivität ohnehin nicht, es besteht im allgemeinen kein TPE, 24/7 oder sonstiges. Maximal wird durch Aufgaben das Machtgefälle ein wenig in den Alltag hinein verlängert. Und ja ich weiß, auch hier gibt es andere Beispiele und die haben alle ihre Berechtigung.
Was spricht also dagegen seine Bedürfnisse aufzuteilen. Mein Herr ist unglaublich erfahren, er weiß was er will, und das nimmt er sich. Ich lerne viel und die Intensität ist faszinierend. Aber er ist nicht mehr sehr motiviert neue Dinge auszuprobieren oder weiß bei Vielem einfach schon, dass es nicht seins ist. Diese Dinge werde ich also nicht mit ihm erfahren. Für ihn selbst ist es unproblematisch, wenn ich diese Erfahrung woanders suche, er versteht, dass mein Bedürfnis Neues auszuprobieren auf einem ganz anderen Level ist als seines. Bin ich deshalb ihm gegenüber weniger submissiv? Wer mich je in einer Session mit ihm erlebt, kann nur meine vollkommene Hingabe an ihn sehen. Und die empfinde ich für ihn. Versteht mich nicht falsch, wo immer es bei 2 Menschen exklusiv sein soll, darf es das sein. Aber mich nervt diese von oben herab Art einiger, meist männlicher, Doms. Ich bin nicht bereit eine wertvolle Spielbeziehung zu beenden, nur weil sie nicht 100% meiner Neugierde und Bedürfnisse erfüllt. Und natürlich folgt an dieser Stelle gerne die Diskussion über die Ernsthaftigkeit der Einstellung zu BDSM. Für mich ist es eine Neigung die ich ausleben möchte, ich bin da ernsthaft und verbindlich, jedoch habe ich auch ganz klar Bereiche ausserhalb dieses Kontextes. Und solange keiner der Beteiligten das Gefühl hat, dass jemand vernachlässigt wird, sollte doch alles im Reinen sein. Ob ich das nun mit 2, 3 oder 4 Partnern hinbekomme oder einem Festen und wechselnden Anderen sollte doch eher an meiner Kapazität und meinem Willen liegen als an den subjektiven Vorstellungen Unbeteiligter.
Lasst anderen die Freiheit die ihr mit eurem Lebensstil auch einfordert, es gibt genügend Fronten an denen nach außen gekämpft werden kann.

Mein erster Clubbesuch

Nach unserem ersten Treffen war auf beiden Seiten der Wunsch da sich nochmal zu sehen. Die Aussage meines Herrn, dass er 3 Treffen brauchen wird um sich endgültig zu entscheiden, verdrängte ich unbewusst sehr schnell. Die Euphorie bei mir war zu groß und ich hätte mir auch viel zu viele Gedanken gemacht. Aber als er mir dann sagte, dass es auch für ihn gut passt, war es einfach ein toller Moment. Wenn ein Mann mit 30 Jahren Erfahrung im BDSM Potenzial bei einer kompletten Anfängerin sieht, dann ist das irgendwie die Bestätigung, dass es richtig ist. Und ja ich habe mir durchaus immer wieder Gedanken gemacht ob das tatsächlich richtig ist. Nicht dass ich meine Neigung prinzipiell in Frage gestellt habe, aber manchmal während ich vor einem Mann kniete und benutzt wurde oder den Rohrstock spürte, fragte ich mich doch was ich hier gerade mache, das ist nicht unbedingt förderlich 😉
Aber diese Zweifel habe ich nicht mehr, er hat mir geholfen dabei, sowohl mich damit absolut im Reinen zu fühlen als auch diese Gedanken nicht hochkommen zu lassen während einer Session.
Ich bin bei ihm sehr entspannt, weil ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Auf der anderen Seite stellte er klar, dass es eben eine Spielpartnerschaft ist, sie wird so lange dauern bis sich bei einem von unserem etwas ändert was dieser entgegen spricht oder es stagniert.
Und da er insgesamt emotional Abstand hält, wird es bei uns auch nur bis zu einer gewissen Tiefe gehen. Das ist das Gute daran, das ist das Schlechte daran.
Wenn der Punkt irgendwann kommt, dass wir uns nicht mehr genug geben, wird es mich sehr treffen, aber ich werde auch dankbar sein für alles was ich mit und durch ihn und über mich gelernt habe.

Nach ein paar Wochen erfüllte er mir den Wunsch zusammen in einen Club zu gehen. Und ich war nervös ohne Ende. Da darf man gerne Mal die Frage stellen warum die Kira die sich bei Events vorführen lässt plötzlich so nervös ist. Die Antwort ist recht einfach. Bei den Events war ich an sich unsichtbar auf der helfenden Seite und das Wenige passierte aus der Situation heraus.

Dieser Clubbesuch war der erste wirklich als Sub ohne Chance sich zu verstecken und ich wollte meinen Herrn nicht enttäuschen. Ich kann sagen, der Abend war fast einer der besten die ich je in einem Club hatte und überaus spannend. Was allerdings auch an den restlichen Gästen lag.
Zunächst legte ich alle seine Regeln etwas sehr streng aus und ich musste mich daran gewöhnen was ihm jetzt tatsächlich an Verhalten wichtig ist. Wie kombiniert man Stolz und Unterwerfung in der Haltung? Ich denke man sah mir anfangs meine Unsicherheit an aber er empfand mich insgesamt als sehr souverän.

Ich hatte viel spannendes zu beobachten bei den anderen Gästen. Obwohl es ein kleiner Club war, waren nicht allzu viele da. Aber die die da waren, waren aktiv.
Irgendwann forderte er mich auf mit ihm in den Spielbereich zu gehen. Zum Abschluss kniete ich auf einem Strafbock und er züchtigte mich mit der Peitsche. Als er fertig war und ich aufstand saßen hinter uns mehrere Personen und sahen zu. Die Situation war aus zwei Gründen sehr einprägsam für mich. Zum einen war er zufrieden mit mir und meinem Verhalten beim öffentlichen Spiel, das machte mich glücklich und zum anderen hatte ich diese anderen Personen überhaupt nicht bemerkt und das zeigte mir wie sehr ich in dem Flow versunken war. Das ist etwas das mit sonst nicht bewusst wird, denn ich hab oft das Gefühl nicht genug loslassen zu können. Tatsächlich konzentriere ich mich aber sehr auf meinen Partner und lasse wenig anderes als Ablenkung zu. Zumindest beim richtigen Mann. 😎

Last but not least

Und nun zu dem Mann der wohl den größten Einfluß auf meine Entwicklung hatte. Anfang diesen Jahres war ich wieder mal im JoyClub sehr frustriert und machte eine Pause in der ich mein Profil auf Inaktiv setzte. Aber in mir wollte so viel Input und sei es auch nur theoretischer Natur. Also aktivierte ich meinen Fetlife Account und fing an da etwas rumzustöbern. Fetlife ist ja vieles aber keine Datingbörse und übersichtlich auch nicht, zumindest nicht am Anfang. Also suchte ich mir eine Gruppe in der Nähe und folgte auf gut Glück 2 Männern aus der Umgebung, einfach um irgendwie einen Einstieg zu bekommen. Beide schrieben mich an 😉 und mit einem entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch. Es war absolut auf Augenhöhe, es gab keinerlei sexuelle Anspielungen, es war fast sachlich um es zu beschreiben. Aber dennoch sehr intensiv und seine jahrzehntelange Erfahrung zeigte sich im Umgang mit meinen Fragen und Unsicherheiten. Ich hab so einen kleinen Faible für Männer die Schreiben oder künstlerisch tätig sind und auch den erfüllt er zu 100%. Dazu graue Haaere, Ende 50, es blieb nicht viel an den oberflächlichen Wünschen bei mir offen.
Nach knapp 2 Wochen trafen wir uns das erste Mal, er sagte er kann erst nach einer Session sagen ob das Spiel für ihn passt, meinte aber auch, dass er mir soviel Zeit für das vorher kennenlernen geben wird, wie ich brauche. Trotzdem hatten wir schon vorher darüber gesprochen in welcher Häufigkeit wir uns sehen würden, wenn es passt. Es war gleichzeitig verbindlich und doch offen, ernsthaft aber unproblematisch.
Wir trafen uns in einem Hotel und setzten uns in die Bar, ein Zimmer war reserviert. Dann sprachen wir einfach über dies und jenes. Mein Anspruch, den ich an Männer bezüglich ihres Intellekt habe, erfüllte er deutlich über. Wenig Dinge die er noch nicht be- oder durchdacht hatte. Seine Dialekteinfärbung, die mich normalerweise leicht stören würde, tritt bei ihm immer sofort in den Hintergrund. Er überzeugt mich immer wieder mit seiner Ausstrahlung.
Er hat auch seine kleinen Macken, Zimmer reservieren oder Anmeldungen sind immer meine Aufgabe, aber organisieren ist eh meine Stärke 😉
Irgendwann fragte er mich ob wir noch etwas trinken sollen und war sehr überrascht als ich meinte, dass meine Entscheidung innerhalb von Momenten gefallen ist. Ich weiß innerhalb von kurzer Zeit ob mich die Ausstrahlung und das Auftreten überzeugt, der Rest zeigt sich tatsächlich erst in der Session.
Die erste Session war anders als bisher erlebtes, es war spannend. Er testete mit verschiedenen Werkzeugen mein Schmerzlevel, zeigte mir Rituale die ihm wichtig sind, probierte Sachen aus um zu schauen wie ich reagiere. Ich war vermutlich furchtbar unsicher, aber ich fühlte mich gut aufgehoben. Ganz klar war auch die ganze Zeit das Machtgefälle und von Anfang bin Ende gab es keine Unsicherheiten dabei, dabei braucht er dabei nicht viel, er ist einfach wir er ist. Im Gegensatz zu den Dates wo es gleich voll zur Sache geht, merkte man er wollte nicht nur den einmaligen Kick, sondern wollte sehen ob da Potenzial für mehr ist, wollte mich, meinen Körper und meine Reaktionen kennen lernen. Es war wirklich schön das zu merken, den Unterschied zu fühlen.
Was ich an diesem Abend nach der Session allerdings auch merkte, ist dass es mit ihm eben keine wirkliche emotionale Nähe geben wird. Ob er das prinzipiell nicht kann oder mag oder ob er das bei Spielbeziehungen prinzipiell raus hält, weiß ich nicht. Um ehrlich zu sein will ich es auch nicht thematisieren, denn zu oft sind Männer durch solche Fragen abgeschreckt. Für ihn war z.B. sehr wichtig, dass ich in einer glücklichen Beziehung bin, daher gehe ich davon aus, dass er da nicht dran interessiert ist. Aber wir können uns gut und angeregt unterhalten, er ist immer für Fragen offen und erreichbar. Wenn ich nicht sicher bin warum ich etwas wie empfinde, dann gibt er mir die Erklärung die ich brauche um mich zu verstehen. Es ist manchmal sehr kopflastig und das bringt mich weiter.
In den Sessions jedoch hat er mir beigebracht, dass ich meinen Kopf ausschalte, ich kann komplett von der Frau die ich im Alltag bin mit all meinen Facetten umschwenken auf die Sklavin die sich ihrem Herrn unterwirft und genau das gerade will und nichts anderes. Ich weiß da hat jeder einen anderen Ansatz und auch bei mir ist es bei jeden Mann anders. Aber dieses komplette Fallen lassen in den Submodus, den ich bei ihm vollziehe, der bringt mich unglaublich weiter und ich lerne Dinge über mich die ich sonst nicht sehe.
Sollte ich je dieses Maß an Fähigkeit in Kombination mit emotionaler Nähe finden, dann bin ich vermutlich angekommen und meine Suche hat zunächst ein Ende. Bis dahin bin ich dankbar, dass dieser Mann mich als Sub angenommen hat und mich formt.
Soviel über den Anfang, es folgt bald mehr.

Das Herz spielt mit

Jetzt habe ich über die Männer geschrieben die mir einige richtungsweisende Impulse gegeben haben. Es gab durchaus noch ein paar interessante Begegnungen und vielleicht schreibe ich später noch etwas über den ein oder anderen, wenn ich es als wichtig empfinde.
Dieses Jahr waren nur 2 Männer in meinem BDSM Leben relevant. Meinen Herrn lernte ich anfangs des Jahres kennen und über ihn werde ich dann als nächstes schreiben. Der andere ist ein Mann mit dem ich mir schon seit längerem im Joy schrieb, anfangs nur sporadisch über Komplimente, irgendwann wurde es intensiver und wir erkannten beide viele Übereinstimmungen auch in unseren Sichtweisen. Da er sehr weit weg wohnt, war eigentlich ein Gedanke an eine Spielbeziehung nicht sinnvoll. Aber ich bin wie ich bin, er reizte mich sehr und er fand die richtigen Worte. Irgendwann verabredeten wir uns und ich buchte einen Flug zu ihm.
Es war sehr aufregend, sich in der eigenen Stadt zu treffen ist eines, aber extra anzureisen ist doch noch was anderes. Wir machten ab, dass wir erst frühstücken gehen und dann entscheiden wie es weiter geht. Entweder in ein gebuchtes Appartment oder für mich zum Sightseeing. Das Zeichen würde sein, dass ich ihm meinen Slip überreiche.
Er holte mich am Flughafen ab und ich denke uns war beiden sofort klar, dass es passt. Dennoch frühstückten wir wie verabredet und schließlich überreichte ich ihm meinen Slip. Für uns beide eine gleichermassen witzige wie aufregende Situation.
Wir trafen uns 3 mal und jedes Mal schaffte er es, dass bereits das Treffen am Flughafen und die anschliessende Fahrt eine aufregende Mischung zwischen Public Disgrace und prickelnder Erotik waren. Unsere Sessions waren unglaublich intensiv, ich war hingerissen von seiner Kreativität und Energie. Und jedes Mal ereillte mich hinterher ein heftiger Subdrop. Was aber gleichzeitig ein Zeichen dafür ist, wie wahnsinnig leicht es mir fiel mich ihm zu öffnen und wie nah ich ihn an mich herangelassen habe.
Aus Gründen die hier nicht wichtig sind, beendete er für mich sehr apprupt von einem Tag auf den anderen unsere Spielbeziehung, und ich fiel in ein ziemliches Loch. Denn für mich war im Alltag viel präsenter als mein Herr, gab mir gelegentlich kleine Aufgaben, freute sich über Bilder von mir und gab mir eben auch unter Tage eine Ahnung vom Sub sein. Mir fehlt es ein Bild von ihm zu bekomme auf dem er mich mit dem Blick tadelt für mein Verhalten und seine Androhung was mein Verhalten für Folgen haben wird. Er war mir mehr Dom als mein Herr es ist und ich habe Angst.
Er hat mir gezeigt was mir fehlt und was ich gerne hätte und er hat mir gezeigt wie weh es tut das zu verlieren. Ich habe Angst davor mich wieder so einzulassen und ich habe Angst davor so etwas nicht nochmal zu finden. Denn realistisch gesehen, kann ich jeden Tag jemand anderen finden zum ficken, aber jemand der auch den Geist und das Herz berührt den findet man eben nicht so schnell.

Kopfüber mitten rein

BDSM ist so ein weites Feld, wer nur über eine aktuell gehypte Buchreihe hinein schnuppert, hat keine Chance zu begreifen wie tiefgehend gewisse Themen sein können. Ein Thema welches oft ganze Diskussionen spalten kann, ist ob in einer Session oder einem Spiel gefickt wird. Die einen machen das Ganze deswegen, die anderen lehnen es fast kategorisch ab. Einige für mich sehr interessante Impressionen bekam ich indem ich immer wieder dem Gespräch von 2 Männern zuhörte, mit denen ich gemeinsam auf Events war. Der Weg dahin war wiedermal sehr typisch für mich.
Ich hatte einige Erfahrungen gesammelt, hatte in Foren und Gruppen gestöbert und mich versucht zu informieren wie es eben theoretisch geht. Ich war im Joy auf einen Spielkreis gestossen, eine lose Gruppe von Personen die sich regelmäßig zu Events trafen und zusammen spielten. Mich faszinierte das, die Bilder davon stiessen etwas in mir an, aber es war viel zu weit entfernt. Durch Zufall fand ich in meiner Nähe das Profil eines Mannes, ich nenne ihn den Zeremonienmeister, der wohl ähnliches machte. Über ein Kompliment meinerseits kamen wir ins Gespräch. Er hatte nicht viel Zeit und wir blieben lose in Kontakt mit dem Gedanken uns mal zu treffen. Schneller als gedacht fragte er mich ob ich spontan Zeit hätte für ein Wochenende. Es würde ein Event anstehen, die Zofe die ihn begleiten und ihm helfen sollte, hatte abgesagt. Eine meiner unberechenbarsten Eigenschaften ist, wenn ich etwas wirklich will, dann mache ich es möglich. Aber ich muss wirklich wollen. Das hier wollte ich.
Da wir gleich relativ eng sein würden, machten wir uns auf Entfernung durch ein paar Aufgaben vertraut und klärten meine Grenzen ab.
Ich fuhr am Freitag hin, wir hatten einen netten Abend und am nächsten Tag half ich beim Vorbereiten der Location. Ein ehemaliges Hotel mit sehr netten Räumlichkeiten und einem Keller der Schritt für Schritt für BDSM + Swingerparty Ansprüche umgestaltet wurde. Meine Aufgabe als Zofe an dem Abend waren natürlich eher dienender Natur, ihm seine Sachen bringen, immer für Kaffee sorgen, Gäste „betreuen“, das Buffet bedienen. Klingt jetzt erstmal wenig interessant, vorallem war es viel Arbeit ohne geldliche Entlohnung. Trotzdem hatte ich so viel Spaß, dass ich das mehrfach gemacht habe. Man bekommt zum einen einen spannenen Einblick in die Seite hinter dem Event und ist doch immer ganz vorne dabei. Ich bin was Sex angeht nicht voyeuristisch veranlagt, Paare beim Ficken zu beobachten, gibt mir nichts. Ein Pärchen im Machtgefälle bei der Interaktion zu sehen, finde ich hingegen unglaublich spannend und interessant. An diesem Abend waren ganz tolle Paare vor Ort und ich bekam unglaublich viel Input. Besonders eindrücklich war die Sub die erst 40 Schläge aufgrund eines runden Geburtstages bekam, dann auf beiden Händen jeweils ein Tablett mit einem Glas balancieren musste und währenddessen mit einem MagicWand zum Orgasmus gebracht wurde. Für jedes Glas das fällt, war vorher ein Mann bestimmt worden, der von ihr einen BlowJob bekommen hätte. Ich sah ihren langen Weg zum Orgasmus, das Zittern ihrer Arme, den Kampf gegen den Wunsch einfach nachzugeben und am Ende war sie noch in der Lage ihren Herrn darum zu bitten kommen zu dürfen. Und kein Glas fiel!
Ich bekam an diesem Abend auch noch meinen Hintern versohlt und aufgrund einer Verfehlung, irgendwas findet man schon, war meine Aufgabe mit verbundenen Augen einem vorher besondern braven männlichen Sub einen BlowJob zu geben. Übrigens während alle an dem Abend Anwesenden zuschauten, was geschätzt etwa 15-20 Personen waren. Selbst für mich klingt das beim Schreiben ganz schön abgefahren für mein erstes Event, aber meine Grenzen waren vorher abgesprochen und tatsächlich macht mir sowas im geschützten Rahmen Spaß. Auch wenn ich danach durchaus selbst überrascht war und es mit Abstand immer noch bin. Aber von Aussen betrachtet ist so etwas immer ganz anders als wenn man dabei ist, man agiert in einer anderen Wirklichkeit.
An diesem Wochenende bei den Helfenden dabei war auch der Mann der mir seitdem sehr an Herz gewachsen ist. Ich nenne ihn Scotty, angelehnt an Raumschiff Enterprise. Handwerklich sowohl bei den Umbauarbeiten geschickt als auch im Umgang mit diversen Schlagwerkzeugen und dabei Frauen zum squirten zu bringen. Scotty und ich verstehen uns sehr gut, ich fühle mich in seiner Nähe immer sicher und geborgen. Aufgrund der Tatsache, dass er bei Frauen auf den Typ der Gazelle steht, bin ich allerdings absolut absolut nicht kompatibel dazu. Aber er ist wie ein großer Bruder, kann alle meine Fragen beantworten und vermöbelt mir, wenn es sein soll, auch den Hintern 😉
Die Gespräche zwischen dem Zeremonienmeister und Scotty waren für mich eine wahre Quelle der Information zur Sichtweise „Kein Sex beim BDSM, gefickt wird später“. Insgesamt bekam ich viele spannende Eindrücke, natürlich immer etwas gefärbt von der Eigenschaft vieler Männern sich darzustellen. Da aber beide sehr viele sehr interessante Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, war ich ein dankbares Publikum.

Ich hab bei mehreren Events geholfen, habe mitbekommen wie unsichtbar man für einige ist auf der „anderen“ Seite, habe selbst einige wenige aktive Erfahrungen gemacht und für mich gelernt, dass ich das hinbekomme. Dass auch hier nur „normale“ Menschen eben mit BDSM Interesse unterwegs sind und die meisten davon sehr sehr nett sind. Habe auch erfahren wie unkompatibel Swinger und BDSMler sein können. Ich bin nicht die extrovertierte schillernde Persönlichkeit, dadurch war ich nie im Fokus, hatte aber auf der anderen Seite die Chance viel zu beobachten. Konnte erfahrenen Subs Fragen stellen und mich zu Themen innerlich positionieren. Und ich habe erfahren, dass wenn man sich authentisch einbringt, man so angenommen und geschätzt wird wie man ist. Mit den Stärken und den Schwächen. Und irgendwann schaffe ich es auch mal dort als Gast teilzunehmen und nicht immer auf dem Sprung zu sein.

Zu langsam ist aber auch nichts.

Der nächte Beitrag handelt von einem Mann, ich nenne ihn mal den Nerd obwohl das nicht ganz passt, den ich immerhin 3 mal getroffen habe bevor ich den Schlussstrich zog.
Dafür muss ich kurz ausholen. Auch wenn das jetzt so wirkt als hätte ich mich durch den halben JoyClub gedatet, so muss man bedenken, dass das ganze über einen recht langen Zeitraum stattfand und ich immer auf der Suche nach einem festen Spielpartner war bzw. bin. Ich schrieb mir schon seit einigen Wochen mit dem Prokuristen, er wohnte nicht in meiner Stadt, hatte aber vor herzuziehen. Alleine im Gespräch lernte ich schon viel über BDSM und mich, die Übereinstimmung lag bestimmt bei 95%, die 5% die offensichtlich nicht passten war seine Abneigung gegen Intimbehaarung. Nun ich bin nicht komplett rasiert und werde es auch nie sein, denn mein Mann mag das nicht und auch wenn er in meinem Blog keine Rolle spielt, liegt doch bei ihm immer meine Priorität. Nach einigen Wochen war ich auf Dienstreise in der Nähe des Prokuristen und wir trafen uns. Das Treffen war lange ersehnt und trotz seiner Aussage, dass er mit der Behaarung schon klar kommen würde, war das nicht der Fall. Das Date endete nach einem sehr schönen und vielversprechenden Einstieg sehr schnell in einer für mich überaus frustrierenden und auch etwas verletzenden Weise. Die Haare waren das Haar in der Suppe 😉
In dieser Situation, alleine im Hotelzimmer mit viel Zeit, kam ich in Kontakt mit dem Nerd. Der Nerd ist Mitte 50, wohnt wieder bei seiner Mutter um diese zu unterstützen und ist sehr kreativ dabei Firmen wieder finanziell aufzubauen wenn diese in die Krise kommen, dabei sozial engagiert. Er triggerte meine Vorliebe für Männer die sich schriftlich gut ausdrücken können. Für mich passte es nicht 100% aber gut genug um ihm eine Chance zu geben, denn schlußendlich bin ich nicht auf der Suche nach einem Lebenspartner.
Wir trafen uns und er hatte Rosen dabei, Freilandrosen. Das klingt jetzt total romantisch, aber erstens sind mir Blumen nicht so wichtig und zum zweiten was soll ich mit denen machen, meinem Mann schenken? Ich war etwas überfordert. Ausserdem hatte er eine Zahnbürste für mich dabei und neue Spielzeuge originalverpackt. Ich schwankte zwischen Belustigung, Irritation und Interesse.
Das Kussbarometer lag auf der Grenze, es war OK aber nicht überzeugend, nichts was mich schon beim Kuss nass im Höschen werden liess.
Die erste Session war… mir fehlt das richtige Wort…. ungewöhnlich.
Er erzählte mir vorher genau wie unglaublich masochistisch einige seiner Partnerinnen gewesen seien und ich fragte mich innerlich ob das passen würde. Erstmal legte er mir Handfesseln an, kurz, um sie dann wieder abzumachen und mich nicht zu überfordern. Dann zeigte er mir seine Pferdehaarpeitsche, probierte sie an mir aus. Er fragte wie das sei und ich antwortete wahrheitsgemäß, dass es etwas zeckt. Das Wort Schmerz nahm ich nicht in den Mund, denn davon waren wir noch weit entfernt. Aber die Peitsche wurde sofort wieder weggepackt. So ging es dann noch mit 2-3 Dingen weiter, kurz angedeutet und vor einer richtigen Reaktion wieder aufgehört. Und keine Frage, das ist deutlich besser als eine Überforderung beim ersten Date und ein Spiel an der Grenze, aber ich war doch eher amüsiert als dominiert.
Wir trafen uns 3 mal, und ich muss ihm zugute halten, dass er an meinen Körper, obwohl die sexuelle Spannung etwas fehlte, die richtigen Stellen mühelos fand. Aber nach dem 3. Date war es einfach offensichtlich, dass unsere Charakter nicht gut zusammen passten. Ich habe immer noch folgende Situation vor Augen. Er hält eine Kerze mit geschmolzenem Wachs in der Hand, ich freue mich auf ein Spiel mit Hitze. Er will es vorsichtig an der Hand ausprobieren, ich bitte ihn es direkt dahin zu tropfen wo er will. Er besteht auf die Hand. Ich sage etwas genervt, jetzt mach endlich. Und nachem er vorsichtig das Wachs auf meinen Brüsten verteilt hat, musste ich es sofort im Badezimmer am Wachbecken entfernen und er freute sich während mir etwas die Intensität des Ganzen fehlte.
Ja ich gebe zu ich bin oft zu schnell und musste Langsamkeit erst lernen, aber für Schneckentempo fehlt mir einfach die Geduld.

Außerdem dieses Ding mit dem Küssen