Ein paar Gedanken zur Demütigung

Manchmal frage ich mich ja schon was mich an Demütigungen kickt. Im beruflichen Leben möchte ich Vieles erleben aber sicher keine Demütigung.

Neulich erzählte ich einer Freundin von etwas das der Musiker bei mir gerne macht und hörte dann in etwa „Das wäre mir zu viel, da muss ich jemanden schon sehr lange kennen, damit der das mit mir machen darf.“ Und ich dachte dann eher, nun ja das berührt mich so wenig, das demütigt mich eigentlich nicht besonders. Es ist also eine Sache die an sich demütigend wäre, wenn sie bei mir den richtigen Nerv treffen würde. Hingegen sind für Andere relativ unspektakuläre Situationen für mich durchaus anspruchsvoll. Manchmal wird aus der Kombination der Dinge dann eine Situation die ich insgesamt nicht mehr unter Kontrolle habe und dann wird aus diesem Kontrollverlust für mich die Demütigung. So als wenn der 6. Ball beim jonglieren zu viel ist und alles runter fällt. Aber wenn ich diese Situation dann durchlebt habe, geschafft habe, aufgefangen wurde, dann gehe ich da mit einer ganz neuen Stärke raus die mir auch die Angst vor solchen Situationen nimmt. Eine Art Konfrontationstherapie, ich schaue meinen Ängsten und meinen Mängeln ins Auge.

Ich bin selbstbewusst, man muss mich kennen und verstehen um zu wissen welche Punkte bei mir tatsächlich schwach sind. Einige wenige sind leicht zu erkennen, bei einigen muss man vorsichtig sein, mich fordern aber darf es nicht übertreiben sonst mache ich vielleicht zu, getriggert durch negativ Erfahrungen in der Vergangenheit. Ich kann meinem Gegenüber lange in die Augen schauen und eine Demütigung unproblematisch an mir abperlen lassen, bis derjenige tatsächlich den Schlüssel für meinen Kopf findet oder ich ihm den Schlüssel gebe zu meinem Inneren.

Und manches Mal stand oder kniete ich vor einem Spielpartner und die Situation die entstand, sagte mehr über ihn aus als über mich. Das war dann im allgemeinen auch das letzte Treffen, wenn ich merke, dass der andere mich nicht erreicht, ich mich womöglich sogar überlegen fühle, hat weiteres meist keinen Sinn.

Ganz bewusst schreibe ich hier keine Beispiele, das ist eine Macht die ich nicht einfach aus der Hand gebe, das bekommt nur wer es sich verdient oder sich erarbeitet hat. Denn die Demütigung an sich ist ein sehr scharfes Schwert und kann falsch angewendet sehr viel anrichten.

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Grenzen Teil 2

Nachdem ich den Blog über Grenzen geschrieben habe, hab ich über das Thema noch weiter nachgedacht. Wenn der erste Gedankengang ausgesprochen ist, kommen andere Dinge hoch. Und dabei ist mir bewusst geworden, wie sehr Grenzen von der Person abhängen.

Ich hatte hier mal einen Blogbeitrag über den Philosophen, ich hab ihn wieder gelöscht nachdem Schluss war, zu uneinig war ich mir über mein eigenes Empfinden. Ich hab es nach dem dritten Treffen beendet, weil er mir zu hart an meinen Grenzen gespielt hat. Die Phantasien die er hatte waren zu sehr auf den Punkt von den Dingen die mich tatsächlich triggern. Was also dafür spricht wie gut er mich durchschaut hat und wie gut er mich hätte führen können.

Aber er hatte auch Phantasien die bei mir einfach ein NoGo waren und obwohl ich ihm das immer wieder kommuniziert habe, fing er immer wieder damit an. Ich konnte dadurch kein Vertrauen aufbauen, dass er tatsächlich diesen Punkt nicht überschreitet. Und im Nachhinein betrachtet war sein Spiel zwar hart und an meiner Grenze, aber das Problem war an sich nicht der Schmerz oder seine Erwartungen sondern mein fehlendes Vertrauen und dadurch meine Unfähigkeit mich von ihm auffangen zu lassen. Nach dem letzten Treffen bin ich ohne große Nachsorge aus seiner Wohnung „geflüchtet“ weil es einfach nicht stimmig war.

Wenn ich mir genau die gleiche Situation und Handlung mit meinem aktuellen Spielpartner vorstelle, dann wäre es sicherlich hart aber vollkommen im Rahmen und vorallem würde ich mich trotzdem sicher fühlen. Das Spiel mit der Demütigung wäre so, dass es beide kickt, dass es mich fordert und entblößt aber es wäre kein reiner Machtbeweis seinerseits. Es wäre kein Durchstehen auf meiner Seite sondern ein Erleben. Bei allem Machtgefälle und trotz Spielpartnerschaft funktioniert BDSM am besten mit Zuneigung und damit einhergehender Fürsorge. Und dann wird der Rahmen des Machbaren immer größer sein als man vorher denkt.

Kira und Grenzen

Grenzen sind so mit das wichtigste Thema im BDSM und ich hab mir das ein oder andere mal echt den Kopf darüber zerbrochen. Grenzen sind etwas sehr individuelles, egal nach welcher Ideologie man meint BDSM zu leben dem schwarzen oder goldenen Buch, Gor, O, Sklavenhaltung extrem, Rack, SSC oder sonst was, Grenzen sind sehr persönlich.

Ich bin leider jemand der seine Grenzen im normalen Alltag nicht genug verteidigt und damit oft zu viel gibt, bzw. nehmen lässt. Im Sexuellen fällt mir das auch nicht immer leicht. Dazu kommt, dass ich da sehr viel ausprobieren wollte, schon immer, und daher manchmal weiter gegangen bin als es vielleicht für den Moment gut war. Andererseits hat es mich im Nachhinein nie lange beschäftigt, daher stellt sich mir dann schon die Frage ob das jetzt tatsächlich zu weit war. Ich bin jemand, der mit dem nötigen Kontakt vorher nicht viel Anlaufzeit braucht. Ich habe gerne Sex beim ersten Treffen, wenn es passt. Sich vorher auszutauschen, sich dann in der Hotellobby zum ersten Mal zu sehen und direkt aufs Zimmer zu gehen, ja das habe ich mehrfach gemacht und es hat für mich einen besonderen Kick gehabt, der nicht zwingend wiederholbar ist. Immer mit der nötigen Rückendeckung natürlich, sprich covern. Ich bin vielleicht tatsächlich manchmal etwas unbekümmert an Dinge herangegangen aber bis auf 1 mal habe ich nie wirklich blöde Erfahrungen gemacht. Und dieses eine Mal hätte ich abbrechen können, ich wollte aber selber wissen wie es weiter geht. Ansonsten hat sich mich mein Bauchgefühl immer bestätigt, Männer die bereits im Gespräch über Grenzen gingen, habe ich nicht getroffen und die anderen haben von sich aus darauf geachtet nicht zu schnell zu weit zu gehen, oftmals waren sie vorsichtiger als ich in meinem Bedürfnis Dinge auszuprobieren. So hat mich mein Bauchgefühl sozusagen selber davor bewahrt zu schnell zu weit vorzupreschen.

Aber zu meinen Grenzen.
Ich hab tatsächlich Probleme konkrete Grenzen zu benennen, die hängen auch immer vom Mann ab. Es gibt also eher so etwas wie Rahmenbedingungen beim ersten Treffen. Gewisse Praktiken brauchen Vertrauen und Übung, sowas kommuniziere ich vorher, falls es denn in die Richtung geht. Und mit kommunizieren meine ich durchaus richtig darüber sprechen warum, wieso und weshalb. Bei meinem Ex Herr ging es vor allem um Schmerzen und den sexuellen Bereich, er hat im Prinzip am Anfang selber sorgfältig geschaut wo er mich abholt und dann die Grenzen im Laufe der Zeit verschoben. Das war ein abgesteckter Rahmen. Vor unserem ersten Clubbesuch hat er auch gefragt was für mich möglich wäre und was gar nicht. Er hat auch direkt die Möglichkeit ergriffen, mich einer mir unangenehmen, durchaus grenzwertigen, Situation auszusetzen und zu schauen wie ich damit umgehe. Am Ende waren wir beide sehr zufrieden mit dem Abend. Übrigens eine Situation die andere eher als erstrebenswert schön finden würden. Es ist eben sehr individuell.

Der #MmH spielt sehr abwechslungsreich, er verwirklicht Phantasien, seine und die seiner Partnerinnen. Und er fordert dabei ein gewisses Maß an Folgsamkeit ein. Bei weitem nicht alle Settings waren auch nur in meinem Kopf vorher vorhanden. Andererseits kennt er mich und meine Vorlieben inzwischen vermutlich besser als ich selber. Wenn er sich nicht sicher ist, spricht er Dinge an. Je nach meiner Reaktion darauf, verändert er Details. Es soll eine Herausforderung sein, mich aber nicht grundsätzlich überfordern. Es gab Situationen in denen dachte ich „Was mach ich hier bloß?“ aber nie „Das will ich nicht machen!“. Das ist der große Unterschied. Mittlerweile fragt er kaum noch direkt, er kennt mich inzwischen gut und weiß wie ich ticke.

Eine meiner ganz klaren Grenzen ist das einbinden unbeteiligter Personen. Ich möchte nicht, dass z.B. der Zimmerservice Dinge sehen muss, die er nicht sehen will. Ich möchte keine wildfremden Menschen ansprechen. Zum einen ist das für mich etwas das mir sehr schwer fällt, was natürlich eher ein Grund dafür wäre mich dem auszusetzen. Aber vor allem geht das gegen meine Überzeugung, dass in sexueller Hinsicht jeder selbstbestimmt ist. Und wenn die Person nicht einfach wegsehen kann um dem zu entgehen, dann ist es mir zu grenzwertig.

Ansonsten finde ich Grenzen oft schwer genau zu benennen, einzelne Praktiken sind einfach auszuschließen, aber Situationen oder Abläufe sind schon schwieriger. Wenn man erstmal in einem Flow drin ist, ist es schwerer auszusteigen. Daher hilft nur immer wieder über Phantasien und Möglichkeiten zu sprechen. Was findet man daran interessant, was kickt einen womöglich, wovor schreckt man zurück. Was kann man sich vorstellen, ohne dass es jetzt direkt eine Phantasie ist und wo sagt man sofort, das geht auf keinen Fall. Dabei ist es sehr wichtig zwischen einer Phantasie zu unterscheiden, die einfach nur im Kopf abläuft und geil ist, aber nie verwirklich werden will und Phantasien die man tatsächlich umsetzen würde. Mein Ex Herr wollte, dass ich ihm ungefiltert meine Phantasien schreibe und sagte selber vorher, dass er die nur als Richtung nimmt um zu verstehen wie ich ticke und nicht als Richtschnur was er machen darf. Es ist eben schon ein Unterschied ob jemand eher davon träumt von 5 Männern im Dunklen sexuell benutzt zu werden oder gefesselt am Pranger ausgepeitscht zu werden, um mal 2 Unterschiede zu nennen.

Ganz klar ist aber auch, wer so gar keine Grenzen benennt, setzt sich zum einen der Gefahr aus, dass er in Situationen deutlich jenseits seiner Komfortzone gebracht wird und das ohne Absicht und zum anderen nimmt man sich die Möglichkeit eben jene Grenzen Stück für Stück zu verschieben und jedes Mal ein tolles Erlebnis zu haben. Denn das Ziel ist, zumindest für mich, nicht von Anfang an die tabulose Sklavin zu sein die einfach alles mitmacht, sondern jene Sub die durch ihre Reaktion dem Reaktionfetischisten Grund zur Freude gibt. Für mich ist das der langfristigere Weg und Kick.

Spielpartner – D/s und was ich empfinde

Im Laufe der letzten 2.5 Jahre hatte ich nun ein paar Spielpartner. Als solche würde ich jene Männer bezeichnen die ich mehr als 1-2 mal getroffen habe und bei denen generell das Interesse an regelmäßigen Treffen bestand, mal unabhängig davon wie häufig die nun stattfanden. Damit sind für mich nicht Männer gemeint mit denen ich gerne ins Bett gehe sondern jene bei denen in irgendeiner Art ein D/s mitspielt. Beim harten Sex kann durchaus meine devote Ader durchkommen, ich empfinde aber nicht wirklich eine Verschiebung des Machtgefälles.

Bei meinem Ex-Herrn habe ich das D/s von Anfang an empfunden, weil er mir an Erfahrung viele Jahrzehnte voraus war und ich das aufgrund seiner Art instinktiv empfunden habe, zumindest während der Session. Außerhalb wollte er die Verschiebung des Machtgefälles gar nicht und ich fand das nicht immer so leicht damit umzugehen in kürzester Zeit direkt zu wechseln. Andererseits war bzw. ist er bei bestimmten Dingen herrlich unbeholfen und so war das eine kleine Herausforderung. Es fiel mir aber nie schwer ihn als das zu sehen was er war, mein Herr für die Zeit unserer Begegnung. Ansonsten blieb die Verbindung ohne große Emotionalität, weshalb mich das Ende vor ein paar Wochen auch weniger hart traf als ich befürchtet hatte.

Der Philosoph war so sadistisch und hart, dass mir keine Zeit dafür blieb mich ihm tatsächlich hinzugeben. Ein Grund weshalb ich es sehr schnell beendete.

Nun ist da der #MmH und ich erfahre eine für mich neue D/s Beziehung die auf Augenhöhe beruht aber jederzeit mit einem Satz oder einem Wort verändert werden kann. Dieses D/s ist sehr intuitiv, ich muss da nicht drüber nachdenken, manchmal ist es unauffällig und manchmal deutlich und mit fester Hand durchgesetzt. Tatsächlich eine Situation mit der ich mich 100% wohl fühle. Da er zumindest auf Entfernung immer präsent ist, schwingt es immer latent mit. Und obwohl mit viel Leichtigkeit doch mit ernsthafter Konsequenz.

Interessanterweise hilft mir das auch im Alltag mit Situationen in denen es um Macht geht besser umzugehen. Die eigene selbstbewusste Art und submissive Seite gleichzeitig wahrzunehmen hilft mir um mich nicht unterbuttern zu lassen in Situationen wo das Machtgefälle ungeklärt ist, ich aber eigentlich auf der schwächeren Seite stehe. Ich bin zwar selbstbewusst aber alles andere als dominant. Diese Verschiebung in meinem Verhalten und meiner Wahrnehmung nehme ich schon seit längerem wahr.

Nun hatte ich ja bereits davon geschrieben, dass ich Probleme habe mit anderen Spielpartner das D/s noch genauso entspannt wahrzunehmen wie vorher. Neue Erfahrungen verändern eben auch immer das was bereits besteht. Ich hatte vor 2 Wochen ein Treffen mit dem Musiker und war vorher etwas unsicher ob ich das mit ihm noch kann. Und es ist auch tatsächlich anders. Es ist gefühlt eine Art D/s light. Ich kann mich ihm unterwerfen, kann ihn als den dominanten Part ansehen aber es fehlt das intuitive. Unser Treffen war schön und ich hatte Spaß, aber dieses innerliche zur Ruhe kommen, fehlte. Mein Herz war einfach nicht 100% dabei. Für mich bekommt das Wort Spielpartner eine neue, leicht veränderte Bedeutung. Ich möchte den Musiker auf keinen Fall abwerten, er ist ein toller Mann und ein toller Spielpartner. Er erfüllt nur für mich nicht das ganze Paket und das kann man nicht zwingen. Ich freue mich auf weitere Treffen mit ihm und vielleicht schreibe ich auch mal wieder etwas über ihn. Sonst wird das hier womöglich zu einseitig 😉

Aber zu wissen was möglich ist, lässt einen plötzlich sehr anspruchsvoll werden. Und ich muss mir wohl klar darüber werden, was ich tatsächlich brauche und will. Unabhängig davon was andere darüber denken und für am Besten halten.

Danke

Danke an alle die mich lesen.

Ich habe diesen Blog Ende letzten Jahres begonnen. An sich wollte ich es nur für die Mädels meiner Gruppe (ihr wisst wer gemeint ist) aufschreiben, aber irgendwie wurde er von deutlich mehr Personen gelesen. Ich hab ihn dann bewusst genutzt, um die Erlebnisse die mich am meisten auf meinem Weg, durch die Anfänge des BDSM geprägt haben, aufzuschreiben. Ich brauche diese Art der Reflektion und mir ist selber nochmal einiges deutlicher bewusst geworden dadurch. Einige Dinge konnte ich dann mit einem Lächeln abschließen und hinter mir lassen, das Bedauern darüber, dass etwas nicht so geklappt hat, wurde zu einer Dankbarkeit dafür welche Richtung es mir aufgezeigt hat. Und ja er ist mir ans Herz gewachsen. Er ist von mir nicht als Sex Blog gedacht, selbst wenn es ein paar Beiträge gibt die nur diesen Inhalt haben. Aber selbst hier gibt es für mich immer noch etwas das ich mitgenommen habe an Erfahrung oder etwas das neu war für mich. Dates bei denen ich nichts Neues erlebe und die mich nicht beschäftigen die bekommen keinen Blogbeitrag.

Und ich bekomme viel positives Feedback, es scheint Frauen zu geben denen meine Beschreibungen helfen. Mir werden sogar Fragen gestellt, dabei bin ich nach 2.5 Jahren selber noch kein alter Hase. Und ich will mir auch nicht anmaßen BDSM zu erklären, das können andere sicher besser. Das hier ist nur meine ganz subjektive Erlebniswelt. Was mich unterscheidet ist vielleicht die Tatsache, dass ich meinen Weg alleine gesucht habe, es gab keinen Mann der mich an die Hand genommen hat. Die Motivation, das Bedürfnis kam alleine aus mir heraus, ich wollte und brauchte das so sehr. Und ich denke das ist eine Intention geworden hinter meinen Beiträgen, euch Mut zu machen selbst die Initiative zu ergreifen. Raus zu gehen und euch zu suchen was ihr braucht. Man kann auch selbstbestimmt submissiv seinen Weg gehen. Traut euch.

Und nochmals danke, dass ihr mich lest.

Ein Besuch im Pornokino

Weil ich gerade etwas zum ablenken brauche, ein Bericht von einem meiner beiden Besuche in einem Pornokino. Es geht um das EGO24 welches vorne ein Erotikshop ist und hinten Spielräume dran hat. Sehr sauber und groß, ich vermute nicht unbedingt exemplarisch für ein Pornokino, aber ich kenne nur das.

Ich hatte eine Verabredung mit einem Herrn den ich auch schon an anderer Stelle beschrieben habe, sonst treffen wir uns im Hotel aber er wollte es gerne einmal ausprobieren.

Er holte mich am frühen Nachmittag von der Arbeit ab und wir fuhren gemeinsam dorthin. Zeitgleich Small Talk und die eindeutige Aufforderung ihm schon mal etwas an die Hose zu gehen. Ein kleiner Vorgeschmack, allerdings noch fahrtauglich.

Im EGO schloss ich meine Tasche im Schrank ein, ich hatte mir extra ein luftiges Kleidchen mitgenommen, aber er zog mir nur das Oberteil aus, so dass ich in Rock und BH blieb. Sein Gürtel fand den Weg um meinen Hals und so war ich nach seiner Vorstellung perfekt gekleidet.

Ein kleiner Rundgang für ihn, ich erwartete, dass er sich einen Raum aussucht und dann die Tür schließt. Aber weit gefehlt, er suchte sich einen Raum, drückte mich an die Wand und fing mich an zu fingern. Ein paar Schläge auf den Hintern, mittlerweile hatten die wenigen anwesenden Einzelherren mitbekommen, dass es etwas zu sehen gibt. Nach kurzer Zeit hatte ich seine ganze Hand in mir, was ich ja sehr gerne mag. Ich hab ihn allerdings nicht darauf hingewiesen, dass sein JoyProfil Fisting unter mag ich gar nicht aufzählt. Ich bin ja brav.

Dann ließ er mich seine Hand ablecken, öffnete seine Hose, ich hockte mit gespreizten Beinen vor ihm und blies seinen Schwanz. Meine Hände durfte ich dabei nicht einsetzen, die drehte er mir immer gleich wieder auf den Rücken. Irgendwann zog er mich hoch und flüsterte mir ins Ohr, dass er mich gerne von den anderen Männern ficken lassen würde, ob das OK sei. Ich hatte die Männer komplett ausgeblendet und ich bin absolut kein Swinger. Ich mag seine Dominanz aber ich war nicht bereit das in dem Moment für ihn zu tun. Also lehnte ich ebenso leise ab und damit war das Thema auch durch.

Im Gang vor dem Raum war ein Podest mit Stange, darauf ließ er mich knien, während er sich auszog und ein Kondom holte. Auch hier blendete ich die anderen wichsenden Männer einfach komplett aus. Ich war mir zwar bewusst, dass wir nicht alleine sind aber ich schaute niemanden an und sah mich auch nicht um. Er fickte mich dann auf dem Podest und als es ihm zu unbequem wurde zog er mich wieder in einen Raum, wo ich mich auf entsprechende Arbeitshöhe legen konnte. Erst fickte er mich, dann drehte ich mich um und er fickte meinen Mund. Dann lehnte er sich zum Abschluss entspannt an das Podest und ließ mich zu Ende blasen. Anschließend bat er einen der anwesenden Männer uns Wasser zu bringen, das muss ich sagen fand ich sehr konsequent. Eine Vorstellung für alle liefern und sich dann bedienen lassen. Ich grinste ihn von unten an und bekam noch mit, dass sich jemand positiv über meine Fähigkeit zu blasen äußerte. Aber da die Vorstellung nun vorbei war, zerstreute sich der Rest bald.

Im Rückblick war es ein sehr intensives Erlebnis, weil ich kaum die Möglichkeit hatte Luft zu holen, zumindest im übertragenen Sinne. Positiv war wirklich, dass er nachdem ich mich einmal geäußert hatte, sämtliche Kontaktaufnahme der anderen Männer unterbunden hat. Ich hatte kein Hand an den Brüsten oder sonstwo und musste mich auch nicht erklären. Es war auch komplett anders als mein erstes Erlebnis, wo sich meine Begleitung einen Raum suchte und zuschloss um möglichst wenig Beobachter zu haben. Und vielleicht bin ich ja auch irgendwann so weit, dass ich nicht mehr bewusst alles um herum ausblende sondern die Anwesenheit sogar spannend finde.

Urlaubsabschluss beim Mann mit Hut

Mein Urlaub war vorbei und der allerletzte Tag war dem #MmH gewidmet. Somit hatte ich trotz Urlaubsende etwas zum drauf freuen. Tatsächlich fieberte ich die letzten Tage des Urlaubes schon etwas darauf hin. Zeitig machte ich mich in der von ihm gewünschten Kleidung auf den Weg zum Flughafen. Das bedeutete, dass ich meinen leichten Poncho sehr geschickt über meinem Ausschnitt dekorierte, denn der war doch sehr groß, selbst für mich. Und mangels BH war da auch kein extra Halt oder Schutz. Nichts was ich jeden Tag so machen möchte. Aber es war sein Wunsch.

Am Flughafen wurde ich im Security Check dann auch gleich noch mal extra behandelt, denn der Strapshalter hat Metallclipse und die geben Laut. Bei der Kontrolle musste ich meinen Rock zum Glück nur bis zu den Clipsen heben, so fiel das Slipless nicht auch noch auf. Aber ich war schon in so einer Euphorie, ich glaube das wäre mir nicht mal peinlich gewesen. Er nahm es per Threema auch sehr amüsiert und wohlwollend zur Kenntnis, dass meine Herausforderung schon zu Hause anfing. Ich vermute selbst eine Leibesvisite hätte ihn unterhalten.

Der Flug verging gleichsam schnell und langsam, immer mit dem Poncho an den strategischen Stellen, darauf achten, dass weder oben noch unten zu viel zu sehen ist. Spannung, Aufregung und Freude im Widerstreit. Nur mit Handgepäck ging das Aussteigen sehr schnell und ich sah ihn am Ausgang auf mich warten. Lässig an eine Wand gelehnt, ein Grinsen im Gesicht, wir schauen uns an und dann endlich der ersehnte Kuss. Angekommen. Ich merkte wie meine Anspannung abfällt und ich innerlich meinen Platz finde, an seiner Seite.

Ob 6 Wochen oder 2 Wochen, das Wiedersehen funktioniert sofort. Keine Unsicherheit, nur Freude und Nähe. Hand in Hand machen wir uns auf den Weg, den ein oder anderen Kuss austauschend. Wir müssen etwas laufen zum Parkhaus, aber mich stört das nicht, genieße seine Nähe. Im Fahrstuhl ein Kuss der mich kurz desorientiert, an die Rückwand gedrängt, er so viel größer als ich, volle Konzentration auf ihn. Die Tür geht auf und wieder zu. Ich bin etwas verwirrt, warum steigen wir nicht aus? Ein kleines Lächeln in seinem Gesicht, diebische Freude in seinen Augen. Dann zieht er mein Kleid nach unten und befestigt Clover-Clamps an meinen Nippeln. Der Weg zum Auto ist kurz, ich bekomme noch eine Maske. Er murmelt amüsiert etwas darüber, dass er zum ersten Mal Security hier sieht. Ich denke erst er macht einen Scherz, aber ich soll mich vorwärts ans Auto lehnen, damit man mich nicht sieht. Für mich ist die Situation gleichzeitig absolut klar und total unwirklich. Als die Luft wieder rein ist, soll ich mich in den geöffneten Kofferraum stützen. Und hier nehme ich zum ersten Mal bewusst wahr, dass da noch jemand ist. Und ich spüre es auch sogleich, nicht nur seine Hand trifft mich, sondern auch eine andere. Eine etwas sanftere Hand die trotzdem mit Nachdruck das Werkzeug führt um hinterher sehr zart über meine Haut zu fahren. Definitiv eine Frauenhand. Trotz Maske habe ich gesehen, dass eine ansprechende Auswahl an Werkzeugen sorgfältig vorbereitet daliegt und so habe ich etwas Abwechslung. 😉 Wieder 4 Hände die mich bearbeiten, ich könnte mich daran gewöhnen. Wenn auch diesmal ganz anders als beim letzten Mal.

Ich betrachte die Situation kurz von fern. Ich lehne in einem öffentlichen Parkhaus im Kofferraum eines Autos. Hinter mir stehen 2 Personen die Spaß daran haben mir eine paar nette rote Striemen zu verpassen.1 Person davon kann ich nicht zuordnen. Dass ich nichts sehe, ist Schutz und Herausforderung gleichzeitig. Andere Autos blende ich komplett aus 😬. Es ist ungewohnt, spannend und aufregend. Ich weiß dass er die Situation absolut unter Kontrolle hat und auch wenn ich weit davon entfernt bin mich fallen zu lassen, habe ich doch keine Sorge oder Unwohlsein.

Ich kann nicht sagen ob es 1 Minute oder 5 sind bis sie aufhören, wenn es zu viel Input gibt, dann ist die Wahrnehmung der Zeit absolut unzuverlässig. Dann seine Frage wer das wohl sei der ihn da unterstützt. Ich habe keinen Plan, ich kenne die Stimme irgendwie aber mein Hirn ist vernebelt von Müdigkeit und verdammt viel Adrenalin und Endorphin. Ich denke nach, gefühlt stundenlang, tippe dann einmal komplett daneben. Aber die Stimmen sind in meinem Kopf sehr ähnlich. Und dann gibt es den entscheidenden Tipp auf einen Podcast, klar woher kennt man sonst Stimmen. Ich hatte also die Ehre von der wunderbaren Marie Moreau den Hintern voll zu bekommen. Nennt mich einen Groupie aber ich fand’s dadurch noch aufregender. Dir ganz lieben Dank an dieser Stelle. 😘

Wir begrüßen uns und verabschieden uns auch fast gleich wieder. Nächstes Mal bitte etwas länger, ich war so überrascht ich wusste gar nicht was ich sagen soll. Dann steige ich in sein Auto und wir fahren. Über einen langweiligen Beginn kann ich mich wahrlich nicht beklagen. Der Rest der nächsten 24 Stunden sind kaum erwähnenswert, Duschen, Flogger, Gerten, heißer Sex die halbe Nacht und eine Therme. Was man so macht im Urlaub 😉

Panta rhei – Alles ist im Fluss

Dies wird ein eher persönlicher Eintrag um mich zu sortieren. Das letzte halbe Jahr hat sehr viel verändert bei mir. Anfang des Jahres hatte ich meinen festen Spielpartner/Herrn in Berlin, dazu eine Handvoll sporadische Spielpartner. Es fühlte sich gut an und entspannt, es fehlte allerdings auch etwas. Vor ein paar Wochen beendete mein Herr unsere Spielpartnerschaft, da er privat eine Beziehung einging die das erstmal ausschließt. Treffen mit dem Barkeeper oder dem Musiker sind auch aus Zeitgründen und Interesse(?) auf beiden Seiten sehr selten. Soweit der Stand hier.

Anfang des Jahres traf ich, nach vielen Monaten mal mehr mal weniger intensivem Kontakt, den #MmH. Was zumindest auf meiner Seite erstmal nur als ein loses Treffen mit der Option auf Wiederholung gedacht war, kickte mich komplett und völlig unerwartet. Auf mehr Ebenen als ich für möglich gehalten hätte, harmonierte das von Anfang an. Zudem ist seine Art BDSM auszuleben gleichsam aufregend, anspruchsvoll und behütend. Dass auch der der Sex großartig ist, macht das Ganze schon fast unheimlich.

Es gibt zum ersten Mal einen Partner mit dem das D/s auch außerhalb des Momentes der Session funktioniert, wo es auch auf eine Art „natürlich“ ist, jederzeit abrufbar ohne dabei aber die Augenhöhe zu beeinträchtigen. Der Haken an der Sache ist die Entfernung von über 500 km, irgendetwas ist ja immer.

Und ich stelle fest, es ändert sich plötzlich etwas. Ich bin in einem Treffen mit anderen Männern nicht mehr so leicht in der Lage mich zu unterwerfen. Ich vergleiche plötzlich, habe einen Maßstab. Das ist schwierig. Treffen die außerhalb eines D/s Kontextes stattfinden sind dabei nicht betroffen, es geht nicht darum exklusiv zu sein. Aber diese bedingungslose Hingabe und die Bereitschaft dazu ist aktuell nicht oder nur begrenzt mit anderen spürbar.

Ich muss einen Weg finden damit umzugehen, muss sehen was ist für mich noch möglich. Wo ich früher nie ein Bedürfnis hatte mich einzuschränken, ist aktuell wenig Bedürfnis da mit anderen zu spielen. Wobei das auch nicht komplett stimmt, mich reizt noch einiges, aber ich habe einen anderen Ausgangspunkt. Etwas das ich gesucht habe, hab ich nun gefunden, und ich muss für mich neu erforschen wie ich das in bestehende Geflechte integriere. Vielleicht ist das nicht überall möglich. Wo jemand auf diesen Part zugreifen möchte, könnte es schwierig werden. Dabei vermute ich aber, dass das kein dauerhaftes „Problem“ ist, sondern eher damit zusammenhängt, dass sich in bereits bestehenden Strukturen Dinge verändern, das ist schwieriger als bei neuen Kontakten vom neuen Punkt aus zu starten.

Vielleicht ist das aber auch eine Chance Dinge neu zu betrachten, ich bin gespannt.

Frage und Antwort: Was ist mir wichtig zum Beginn und Ende einer Session

Obwohl ich ja selber noch gar nicht so lange meine Neigung tatsächlich aktiv auslebe, bekomme ich gelegentlich Fragen dazu und werde darum gebeten zu helfen. Weniger bei konkreten Problemen, eher dabei sich in dieser Welt zurechtzufinden. Und so wurde mir gestern die Frage gestellt was mir zum Beginn und zum Ende einer Session wichtig sein. Das ist eine sehr allgemeine Frage die ich mit wenigen Sätzen gar nicht beantworten kann. Daher ein Blogeintrag dazu.
Was ist mir nun am Anfang einer Session wichtig.

Kurze Antwort: Nichts.

Lange Antwort: Es kommt auf den Partner an. 😉

Nein im Ernst, da gibt es viele Faktoren, bei meinem Ex-Spielpartner/Herrn den ich alle 2 Wochen getroffen habe, war es sehr ritualisiert. Wir haben uns immer nur relativ kurz gesehen, dafür ging der Einstieg aufgrund des immer gleichen Ablaufes sehr schnell. Ich wartete knieend und nackt, nur mit Strapsen, im Hotelzimmer auf ihn und er kam dann nach und legte mir mein Halsband um. Durch diese Ritualisierung brauchte es wenig Absprache, wie es dann weiter ging war unterschiedlich aber der Einstieg war immer gleich. Um in die D/s „Rolle“ zu finden durchaus ein Vorteil.
Den #MmH sehe ich viel seltener, dafür länger. Der Einstieg hängt dann immer davon ab wo wir uns sehen. Wenn wir zusammen das Hotelzimmer betreten, ziehe ich ihm seine Schuhe aus und definitv duschen wir relativ am Anfang zusammen und das dauert dann etwas. Ist das schon ein Ritual, ich weiß es nicht, aber es ist uns beiden wichtig. Er hat seine eigenen Rituale die er schon ausführt bevor er mich sieht, das sehe ich sofort wenn ich das Zimmer betrete, gewisse Dinge sind vorbereitet.
Kurz gesagt, es ist schön etwas zu haben, was beiden etwas bedeutet, weil der Einstieg dann leichter ist, notwenig ist es aber nicht. Und je besser man sich kennt, desto weniger wichtig ist meiner Einschätzung nach ein vorgegebener Ablauf. Wenn es aber der eigene Partner ist und man zu Hause spielt, kann so ein festes Ritual den Übergang vom „Alltag“ zur Session erleichtern.
Was ist mir zum Ende einer Session wichtig? Hier ist es jetzt vielleicht wichtig zu differenzieren. Es gibt ein Ende der Session, bei kurzen Begegnungen leicht zu erkennen. Wenn ich aber für 24 Stunden bei ihm bin, dann gibt es in dem Sinne kein Ende der Session nur ein Ende der Begegnung, es gibt Übergänge zwischen Stimmungen, im D/s befinde ich mich die ganze Zeit. Er kann jederzeit, auch wenn wir unterwegs sind, befinden, dass er jetzt mal eben Hand anlegen will. Aber wenn ich jetzt so ein klassisches zeitlich begrenztes Treffen zum Spielen betrachte, dann ist es mir wichtig, dass am Ende Zeit ist um gemeinsam aus der Situation auszusteigen. Gemeinsam die Augenhöhe wieder erreicht wird. Bei Bedarf ein Gespräch über das Erlebte statfindet. Körperkontakt ist ebenfalls immer eine gute Sache um aufgefangen zu werden. Die Male wo ich (aus zeitgründen) fast noch im Spiel verlassen wurde, waren immer deutlich schwerer zu verarbeiten. Insgesamt ist ein Aftercare sehr wichtig. Und nun aufgepasst, Aftercare endet nicht mit dem kuscheln nach der Session. Ganz oft beginnt der richtig wichtige Part erst am nächsten Tag, wenn der Hormonrausch nachlässt und der große Kater beginnt, gerne als Sub Drop benannt. Wobei dieser Drop auch auf der dominaten Seite auftreten kann, denn auch dort war das Erleben intensiv. Es ist also durchaus ein gegenseitiges Aftercare. Ist man in einer Partnerschaft und lebt zusammen ist das ganze recht unproblematisch. Auf Entfernung kann das schon schwieriger sein. Redet miteinander, sagt euch was gut war und woran ihr Euch besonders erinnert. Teilt nochmal das Erlebnis und die Emotionen, dann fällt man nicht ganz so tief.
Sowohl für Anfang als auch für das Ende, es gibt nichts was ich speziell brauche, es gibt Dinge die entwickeln sich und hängen immer vom Partner ab. Wird ein festes Programm abgespult an dem ich nicht wirklich beteiligt bin, dann finde ich das schwierig. Es kann bei den ersten 1-2 Treffen vielleicht als Leitfaden dienen, sollte dann aber angepasst werden. Wie immer und überall, BDSM ist individuell und persönlich, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, achtet darauf was euch gut tut und was euch anmacht.
Und jetzt mein ganz persönlicher Kink bei Hoteldates, der Kuß im Fahrstuhl. Wenn man sich trifft, gemeinsam im Fahrstuhl fährt und die kurze Zeit genutzt wird für einen Kuss der das nicht vorhandene Höschen nass macht und die Hand die das gleich noch nachprüft. So darf das gerne starten 😉

Das erste Mal Halsband

Ich habe da noch eine Geschichte zu erzählen, ich weiß gar nicht genau warum ich sie bisher nicht erzählt habe. Denn an sich hat auch dieser Mann mein Denken ganz wichtig angestossen.

Es war relativ am Anfang meiner Reise, ein JoyClub Date, ein Geschäftsmann Mitte 50, ich sag mal ein gewisses Männerschema lässt sich bei mir schon finden 😉

Es war Frühsommer, sehr warm, wir trafen uns erst mal auf ein Eis und aufgrund der Symphatie aßen wir es bei ihm auf seinem Balkon zu Ende. Wir unterhielten uns viel, hatten ein gemeinsames Hobby, er stellte Fragen zu meiner Auffassung von Submissivität. Und ja, da klafften aufgrund der Fragen einige Lücken auf bei mir. Er erklärte mir seine Sichtweise und ich spiegelte mich darin. Einiges passte anderes würde sich noch ändern. Es ging vor allem um die Frage ob ich mir meiner Submissivität immer bewusst bin oder ob ich mit dem Beginn einer Session da reinwechsle. Und das hatte ich damals noch kein Stück durchdacht, ich hatte vielleicht ein Gefühl aber das zu verbalisieren war äußerst schwer.

Wir gingen in die Küche wo er etwas zu Essen vorbereitete. Ich zog mich aus und er legte mir ein Halsband um. Für mich zum ersten Mal, ein ungewohntes aber äußerst beeindruckendes Gefühl. Mit dem Essen gingen wir wieder auf den Balkon. Und ja es war eindeutig zu merken, dass ich mich nicht so ganz wohl fühlte. Völlig nackt, mit Halsband auf einem fremden Balkon zu sitzen, der zwar nicht sehr aber doch etwas einsehbar war. Auch ein erstes Mal. Ich denke der Unterschied war sehr eindeutig, er immer noch souverän entspannt und ich nicht mehr. Rückblickend finde ich meine Entwicklung seitdem sehr interessant und spannend, einiges wird mir tatsächlich erst durch den Rückblick bewusst. Weshalb ich das ganze hier übrigens auch mache, um mich und meine Veränderung zu verstehen.

Ich bin mir allerdings im Rückblick nicht sicher ob er meine Unsicherheit mochte oder eher nicht. Da ist ja auch jeder anders, der eine genießt es dieses Gefühl hervorzurufen und zu sehen und der andere möchte eine Frau die so eine Situation gekonnt meistert. Am Ende allerdings auch nicht relevant, es gab kein weiteres Treffen.

Nach dem ausgiebigen Genuss meiner Unsicherheit und des Essens gingen wir rein. Er fixierte mir leicht die Hände hinter dem Rücken (ich hätte meine Hände selbst befreien können), gab mir einen Gagball und begann mit dem Spiel, dass ihm wohl am meisten Spaß machte. Das Orgasmus erzwingen mittels MagicWand. Ich komme nicht so sehr leicht und sich beim ersten Treffen richtig fallen zu lassen gelingt mir selten, damals noch weniger leicht. Aber trotzdem kann ich nicht sagen wieviele Orgasmen ich hintereinander hatte, ich hab es einfach nicht zählen können. Und er schaffte das ohne die Clit so zu überreizen, dass gar nichts mehr ging. Ich habe so etwas seitdem tatsächlich nicht mehr erlebt. Und wer sich etwas auskennt weiß wie ich dank des Knebels hinterher aussah, ein wenig als hätte ich Tollwut. 😎

Es war ein sehr spannender Nachmittag und aus heutiger Sicht vermute ich ich war ihm tatsächlich noch zu wenig „geformt“. Und darauf hatte er vielleicht selber keine Lust. Trotzdem denke ich da gerne dran zurück, an diesen Frühsommertag vor 2 Jahren.